Inside Whitebox

Der FinTechRat wurde kürzlich vom Bundesfinanzministerium gegründet. Was ist die Idee dahinter?

Die Bundesregierung will die Rahmenbedingungen für Finanztechnologien verbessern, da sie das enorme Potential erkannt hat. Ziel ist es, Deutschland als FinTech-Hub Nr. 1 in der EU zu etablieren und Europas Digitalwirtschaft mit Blick auf die USA und Asien zu stärken. Uns hat es natürlich sehr gefreut, dass wir für dieses Expertengremium ausgewählt wurden. Ich vertrete die digitalen Vermögensverwalter im Rat. 

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

 

Wer ist sonst noch dabei?

Der Rat hat 20 Mitglieder: Hier kommen etablierte Player wie die Allianz, Aufsichtsbehörden wie die BaFin, Forschungseinrichten wie das Max-Plank-Institut und FinTechs wie Whitebox zusammen. Eine gute Mischung, um viel Know-How und verschiedene Sichtweisen mit einzubringen. Wir beraten das Ministerium bei allen Themen rund um digitale Finanztechnologien: Welche technologischen Entwicklungen sind relevant? Wo liegen Potentiale und Risiken?

Woran hat es denn bislang gehapert in Deutschland?

Häufig sind rechtliche Vorgaben an der Marktrealität vorbeigeschrammt. Nehmen wir nur das Beispiel der Videolegitimation, mit der man sich als Kunde unkompliziert registrieren kann. Da wurden komplizierte und schwer umsetzbare Prozesse definiert, die nichts mit der Realität zu tun hatten. Jetzt haben wir die Chance, frühzeitig beim Setzen der Rahmenbedingungen unsere Erfahrungen aus der Praxis einzubringen. Ich bin mir sicher: Das bringt den deutschen Standort voran und macht das Leben für jeden Bürger einfacher – egal, ob er ein Online-Konto hat oder sein Geld digital verwalten lässt.


| Marco Whitebox