Inside Whitebox

Die Zeitschrift "Öko-Test" hat digitale Vermögensverwalter, sogenannte Robo-Advisor, auf den Prüfstand gestellt. Whitebox belegte in der Gesamtwertung unter 17 Anbietern einen der vorderen Plätze. In den beiden wichtigsten Testkategorien schnitten wir „gut“ bis „sehr gut“ ab. Zudem stufte "Öko-Test" die Gesamtkosten unseres Angebots als „niedrig“ ein.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, ob die Algorithmen der Robo-Advisor Anlegern tatsächlich passende Portfolios vorschlagen. Ein gemischtes Anlageportfolio muss der Risikoneigung und der Risikotragfähigkeit des jeweiligen Kunden entsprechen. Die Tester analysierten, wie präzise die Robo-Advisor diese Parameter online erfassen.

Je gezielter die Anbieter nach dem maximal tolerierbaren Verlust pro Jahr fragten und ihn exakt bezifferten, desto besser fiel in der Kategorie Risikoabfrage die Beurteilung aus. Whitebox erhielt die Note "gut".

Mit welchen Verlustgefahren sich ein Anleger noch wohlfühlt, ist aber nur eine Seite der Medaille. Entscheidend ist letztlich die Frage, ob er auch in der Lage ist, dieses Risiko finanziell zu tragen.

Um die Risikotragfähigkeit zu ermitteln und die Geeignetheit des vorgeschlagenen Portfolios zu überprüfen, müssen die Robo-Advisor die finanziellen Verhältnisse der Anleger genau erfragen. Nur so lässt sich feststellen, ob ein Anleger mögliche Verluste überhaupt verkraften kann. In dieser Kategorie achteten die Tester vor allem darauf, ob die „Online-Abfrage-Schemata ausreichend und verständlich genug formuliert sind“. Whitebox erhielt für seine Abfrage ein „sehr gut“.

Die Kosten einer Anlage bei Whitebox in ein international diversifiziertes Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen stufte "Öko-Test" als „niedrig“ ein im Vergleich zu Mitbewerbern, bei denen Anleger im Extremfall 2,87 Prozent der Anlagesumme pro Jahr für die Portfolioverwaltung bezahlen müssen. Grundlage der Messung war ein Anlagebetrag von 10.000 Euro. Die Kosten spielten allerdings bei der Gesamtwertung keine Rolle. Ebenso wenig beurteilte "Öko-Test" die Qualität der Anlagestrategien.

Vielmehr setzte sich das Urteil zu je 50 Prozent aus den beiden Einzelnoten „Risikoabfrage“ und „Abfrage finanzielle Verhältnisse“ zusammen. Allerdings konnten Anbieter um einen Rang herabgestuft werden, wenn sie bei der Bewertung der Kostentransparenz ein „mangelhaft“ oder „ungenügend“ erhielten. Laut der EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II, die im Januar 2018 in Kraft getreten ist, müssen Vermögensverwalter ihren Kunden die Kosten der Geldanlage präzise aufschlüsseln.

Nach Ansicht von "Öko-Test" fehlte der Kostenausweis bei Whitebox, weil sich die Angaben hinter einem Link verbargen, der nicht ausreichend gekennzeichnet worden sei. Deswegen bewertete die Zeitschrift Whitebox bei der Kostentransparenz mit „ungenügend“. Das führte zu einer Herabstufung um einen Rang. Dennoch belegte Whitebox in der Gesamtwertung den 5. Platz beziehungsweise führte den 3. Rang an, was die Qualität unseres Angebotes unterstreicht. Einen Testsieger gab es nicht. Der nach Meinung der Tester beste Anbieter, Warburg Navigator, belegte den ersten Platz auf dem 2. Rang.

Bei der von "Öko-Test" als unzureichend wahrgenommenen Kostentransparenz haben wir inzwischen nachgebessert. Interessenten, die sich einen Anlagevorschlag machen lassen, erhalten nun eine detailliertere Kostenaufstellung, die in unserem digitalen Kundendialog nicht mehr übersehen werden kann.


| Markus Whitebox