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Die besten ETFs finden: Auswahl-Tipps - Magazin | Whitebox

Die besten ETFs finden: Auswahl-Tipps

Salome Preiswerk
10. August 2019

Eine Frage persönlicher Anforderungen und Ziele

Das Angebot auf dem deutschen ETF-Markt ist äußerst vielfältig. Anlegern fällt es mitunter schwer zu beurteilen, welcher Fonds für ihre spezielle Situation am besten geeignet ist. Die Suche nach passenden ETFs erfordert individuelle Entscheidungen, die anhand objektiver Kriterien erfolgen sollten.

 Welches sind die besten Exchange Traded Funds (ETFs)? Die mit dem größten verwalteten Vermögen, der höchsten Dividende oder der besten Wertentwicklung? Oder sind es die beliebtesten oder preisgünstigsten ETFs? Um es gleich vorwegzunehmen: Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Anleger sollten ihre Suche nach passenden ETFs vielmehr an ihrem individuellen Bedarf ausrichten – wie bei allen anderen Anlageprodukten auch. Den Ausschlag geben Faktoren wie die persönliche Finanzplanung, Risikobereitschaft und Renditeerwartung. Wahrscheinlich gibt es mehrere für Sie geeignete ETFs unter den rund 2.000 Produkten, die Sie an deutschen Börsen erwerben können.

Ob und gegebenenfalls welche ETFs für Ihre Zwecke geeignet sind, hängt wesentlich von Ihren persönlichen Sparzielen ab: Wollen Sie für Ihre private Altersvorsorge langfristig Monat für Monat eine feste Summe ansparen? Denken Sie daran, regelmäßig Geld für die Ausbildung Ihrer Kinder anzulegen? Möchten Sie in zwei Jahren auf Weltreise gehen und schon jetzt die finanzielle Basis dafür schaffen? Oder suchen Sie lediglich eine flexible Alternative für andere Spar- und Anlageformen, wie Festgeldkonten und Sparpläne, die bei ähnlichen Risiken eine etwas höhere Rendite verspricht?

Eigene Ziele strategisch anstreben

Doch Ziele allein reichen nicht: Um systematisch auf diese hinzuarbeiten, bedarf es einer sinnvollen Anlagestrategie. Diese Anlagestrategie sollte Ihre persönliche Risikobereitschaft und die Kenntnisse und Erfahrungen berücksichtigen, die Sie mit Wertpapieranlagen haben. ETFs investieren fast ausschließlich in Wertpapiere, z.B. Aktien oder Anleihen; ihre Anlageschwerpunkte und die damit verbundenen Risiken und Renditechancen unterscheiden sich jedoch stark voneinander.

Mittlerweile können Sie ETFs für ganz unterschiedliche Anlageklassen erwerben – neben Aktien- und Anleihen-ETFs gibt es beispielsweise ETFs, welche die Preisentwicklung von Gold oder verschiedenen Rohstoffindizes, Geldmarktzinssätze oder Immobilienaktienindizes abbilden. Aber auch innerhalb der einzelnen Anlageklassen unterscheiden sich die Rendite-Risiko-Profile der angebotenen Fonds erheblich. Im Aktienbereich bilden die größten und wichtigsten ETFs traditionelle, oft gut diversifizierte Aktienmarktindizes ab, beispielsweise den MSCI World, den S&P 500 oder den Dax. Darüber hinaus gibt es jedoch zahlreiche Fonds, die Nischenmärkte und einzelne Branchen abdecken, sowie ETFs, die ganz unterschiedliche aktive Anlagestrategien verfolgen. Ob und welche ETFs sich für Sie eignen, hängt dabei vor allem von Ihrer persönlichen Anlagestrategie ab – und zwar ganz unabhängig davon, ob Sie eine Einmalanlage tätigen wollen oder auf einen oder mehrere ETF-Sparpläne setzen.

Die Auswahl geeigneter Anlageprodukte ist also erst dann sinnvoll, wenn Ihre persönliche Anlagestrategie steht – sie sollte als letzter Schritt in einem wohl durchdachten, strukturierten Anlageprozess erfolgen. Erst wenn Sie sich über die Struktur Ihres Vermögens, Ihre Risikobereitschaft und Ihre Anlageziele im Klaren sind, können Sie sinnvoll entscheiden, wie viel Prozent ihres Geldes Sie beispielsweise in Aktien- und Anleihen-ETFs anlegen sollten.

Ein paar Tipps für die Auswahl von ETFs

Sobald Sie wissen, wie Sie Ihr Anlageportfolio strukturieren möchten, können Sie auf die Suche nach geeigneten Anlageprodukten gehen. Hier bieten börsengehandelte Indexfonds einige Vorteile, weil sie den Auswahlprozess erleichtern: Sie müssen sich nicht mit den Vor- und Nachteilen unterschiedlicher Anlagestrategien beschäftigen, sondern kaufen einfach einen ETF, der Ihnen die durchschnittliche Wertentwicklung eines oft gut diversifizierten Aktien- oder Anleihenmarktes liefert.

Einen guten ETF erkennen Sie in diesem Fall, indem Sie seine Preisentwicklung über längere Zeiträume mit der Entwicklung des Index vergleichen, den er abbildet: Sie sollten möglichst wenig voneinander abweichen. Bei Indexfonds sollten Sie tendenziell große Fonds führender Anbieter mit einer hohen Liquidität bevorzugen. Kleine Fonds könnten früher oder später aufgelöst werden, weil die Kosten für ihre Verwaltung zu hoch und sie für ihre Anbieter daher nicht profitabel sind. Eine hohe Liquidität ist eine wichtige Voraussetzung für den reibungslosen, günstigen Börsenhandel. Die größten ETF-Anbieter in Europa sind Blackrock mit der Marke iShares, die Deutsche Bank mit Xtrackers, Lyxor und Amundi.

Falls Sie in einen aktiven ETF investieren möchten, sollten Sie dessen Anlagestrategie zumindest grundsätzlich verstehen. Die Strategie sollte in Ihr Depot passen und Ihnen aussichtsreich erscheinen. Die Auswahl aktiver ETFs gestaltet sich schwieriger als die passiver Produkte. Beim Vergleich aktiver Fonds sollten sie niemals nur auf deren Wertentwicklung achten, sondern unbedingt auch wichtige Risikokennzahlen berücksichtigen. Die Kosten aktiver ETFs sind teilweise deutlich höher als die passiver Fonds mit gleichen Anlageschwerpunkten.

Fazit

Die Frage, welche ETFs für Ihr Portfolio am besten geeignet sind, lässt sich nicht pauschal beantworten: „Den Top-ETF“ oder „die besten ETFs“ gibt es nicht. Wie Sie Ihre Vermögensanlage sinnvoll gestalten können, hängt von verschiedenen Faktoren ab – beispielsweise von Ihren Kenntnissen und Erfahrungen mit Kapitalanlagen, ihrer Risikobereitschaft und Ihren persönlichen Sparzielen. Erst wenn diese Faktoren klar definiert sind, lohnt sich die Suche nach geeigneten ETFs.

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