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ETF-Portfolio: 5 Fehler, die Sie vermeiden sollten

ETF-Portfolio: Fünf Fehler, die Sie vermeiden sollten

Salome Preiswerk
24. Oktober 2019

ETFs gelten als einfach und günstig zugleich, was sie bei vielen Investoren beliebt macht. Dabei sind sich nur wenige Anleger bewusst: Wer in mehr als einen ETF investiert hat, besitzt de facto ein Wertpapierportfolio – und das will gepflegt werden.

Die Welt der ETFs boomt. Sie sind günstiger als traditionelle Fonds, flexibel handelbar und es gibt nahezu kein Thema, zu dem es noch keinen ETF auf dem Markt gibt. Wer sich für die börsennotierten Fonds interessiert, sollte allerdings nicht blindlings zugreifen. Denn, das ist vielen nicht bewusst: Wer mehr als einen ETF im Depot hat (oder diesen mit Einzelwerten kombiniert), hat de facto ein Wertpapierportfolio. Beim Portfolioaufbau lauern einige Fehler:

1. Keine klare Strategie

Für ein erfolgreiches ETF-Portfolio brauchen Sie im ersten Schritt keine „professionelle“ Anlagestrategie. Wichtig ist es, durchdacht und strukturiert vorzugehen. Auf einige grundlegende Fragen sollten Sie Antworten haben: Wie stark möchte ich verschiedene Anlageklassen gewichten? Wo möchte ich den Fokus legen – auf Aktien, Anleihen, Rohstoffe? Wie lange möchte ich anlegen? Die Antworten helfen Ihnen bei der Auswahl passender ETFs und geben Sicherheit.

2. Fehlende Erfahrung

Börsengehandelte Indexfonds gelten als perfekter Einstieg für unerfahrene Anleger. Diese Fonds bilden einen Marktindex ab, verwalten sich somit selbst und verursachen dadurch geringere Kosten als aktive Fonds. Wer aber keine Kenntnis vom Markt hat, kann Trends und Markschwankungen schlecht einschätzen und auch mit einem Indexfonds Geld in den Sand setzen.
Sie müssen kein Wertpapieranalyst sein, um ein sinnvolles ETF-Portfolio aufzubauen. Aber Sie sollten wissen, was Sie tun. Wenn Sie sich zum Beispiel nicht mit Schwellenländern auskennen und die Risiken nicht einschätzen können, sollten Sie auch nicht in einen ETF mit diesem Anlageschwerpunkt investieren.

3. Klumpenrisiko

Wer in ETFs investiert, kann schnell den Überblick verlieren und versehentlich zweimal auf die gleiche Anlageklasse setzen. Wenn Sie zum Beispiel einen Rohstoff-ETF in Ihrem Portfolio haben und zusätzlich Gold kaufen, holen Sie sich möglicherweise ein sogenanntes Klumpenrisiko ins Portfolio. Sinkt der Goldpreis, verliert nicht nur ihr gekauftes Gold an Wert, sondern in der Regel auch der Rohstoff-ETF, weil die meisten Rohstoffindizes einen Goldanteil enthalten. Als Anleger sollten Sie darum genau wissen, in welche Werte Sie via ETF investiert haben, um Dopplungen zu meiden. Generell sollten Anleger ihr Portfolio breit streuen, Fachleute sprechen von Diversifizierung. Dadurch lassen sich auch andere Risiken senken, wie Ausfall- und Marktrisiken.

4. Nicht über den Tellerrand schauen

Anleger neigen dazu, ihr Geld in heimische Märkte zu stecken. Deutsche investieren beispielsweise gerne in deutsche Bundesanleihen und Aktien von deutschen Unternehmen. Wir haben das Gefühl, diese besser zu „kennen“ und dadurch weniger Risiko einzugehen. Doch das Gegenteil ist der Fall.
Denn durch die Verengung erhöhen wir faktisch das Risiko – denn wir streuen unser Geld nicht mehr europa- oder besser noch weltweit. Diese Art von Patriotismus kann Sie zudem Rendite kosten. Denn während die Zinsen der deutschen Bundesanleihen bereits im Minusbereich angekommen sind, gibt es im Ausland nach wie vor Chancen auf Gewinne.

5. Zu viel Streuung

Wer sich allein auf eine Anlageklasse verlässt, kann im Krisenfall viel Geld verlieren. Sie sollten darum das Risiko streuen, in dem Sie beispielweise in verschiedene Anlageklassen und Regionen investieren. Aber: übertreiben Sie es nicht! Wenn Sie in zu viele verschiedene Werte investieren, können Sie schnell den Überblick verlieren und Geld verbrennen. Je komplexer ein Portfolio aufgebaut ist, desto schwerer kann man als Anleger die Chancen und Risiken überblicken. Und das gilt nicht nur für Klumpenrisiken, sondern zum Beispiel auch für Marktrisiken und Volatilitäten. Tipp: Keep it simple!

Die Fehlerquellen zeigen: So einfach sind ETF-Investments gar nicht. Wer wenig Zeit und Fachkenntnis hat, sollte sich nicht blindlings auf einzelne ETFs verlassen. Auch wenn es in den Medien oft vereinfacht dargestellt wird: Der wahllose Kauf von ETFs ist keine solide Geldanlage. Anleger sollten stattdessen mit Plan vorgehen und ein sinnvoll aufgebautes Wertpapierportfolio erstellen.

Mehr zu ETFs finden Sie hier.

 

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