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Altersvorsorge

Prost Neujahr! Zum Jahreswechsel wird der Garantiezins für Lebensversicherungen gesenkt. Und jetzt?

Salome Preiswerk

Im Mai hat es das Thema für ein paar Tage in die Schlagzeilen geschafft, doch jetzt werden es viele wieder vergessen haben – oder sollten wir besser „verdrängt“ sagen? Zum neuen Jahr werden nämlich Lebensversicherungen noch unrentabler: Der Garantiezins wird dann von 1,25 auf höchstens 0,9 Prozent gesenkt. Das bedeutet: Versicherer dürfen ihren Kunden eine höhere Vergütung nicht mehr auszahlen.

Dabei gibt es die Zinsen ohnehin nur auf den sogenannten Sparanteil. So bezeichnet man die eingezahlte Summe abzüglich der Kosten für Vertrieb, Abschlussprovision, Verwaltung und Risikoschutz – meist um die 80 oder 90 Prozent. Wie hoch der Anteil ist, der wirklich verzinst wird, ist für den Versicherten oft nicht richtig nachzuvollziehen. Die Verbraucherzentralen sprechen deshalb auch schon seit Jahren offen von Irreführung: „Weil der Kunde nicht erfährt, wie hoch die genannten Kosten sind, weiß er auch gar nicht, welche Verzinsung er – bezogen auf seine Einzahlungen – wirklich garantiert bekommt.“

Was man garantiert sagen kann: Es ist verdammt wenig. Das Verbraucherportal „Finanztip“ hat einmal ausgerechnet, dass von dem bisherigen Satz (1,25 Prozent) im Durchschnitt lediglich 0,42 Prozent an Wertzuwachs übrigbleiben. Nur zur Erinnerung: Im Oktober lag die Inflationsrate in Deutschland gut doppelt so hoch.

Umso fahrlässiger erscheint es da, dass Zehntausende Versicherungsmakler nach wie vor Lebensversicherungen an Mann und Frau bringen (und dafür Milliarden an Provisionen kassieren). In Deutschland werden jedes Jahr zwei Millionen Lebens- und Rentenversicherungen abgeschlossen.

„Klassische Lebens- und Rentenversicherungen lohnen sich nicht mehr“, schreibt „Finanztip“ und warnt: „Schließen Sie keine klassische Lebens- und Rentenversicherung neu ab“. Die Stiftung Warentest rät, Kunden sollten sich gut überlegen, „ob sie sich bei so niedrigen Zinsen vertraglich über Jahrzehnte binden wollen“. Denn: „Lebensversicherungs-Produkte sind in den letzten 15 Jahren immer unattraktiver geworden.“ Und selbst manche derjenigen, die bislang gut vom Verkauf dieser Produkte leben, raten offen ab. Oliver Fellmann, immerhin im Vorstand des Verbands Deutscher Versicherungsmakler, sagte jüngst der „Süddeutschen Zeitung“, er empfehle derzeit keinem Kunden für die private Altersvorsorge klassische Lebensversicherungen, fondsgebundene Policen oder andere von den Versicherern neu auf den Markt gebrachte Produkte. "Das rechnet sich nicht", sagte Fellmann mit Blick auf niedrige Zinsen und hohe Kosten. "Dann soll er anders und diversifiziert investieren, vielleicht auch in Aktien." 

Da sind wir mit Herrn Fellmann genau einer Meinung. Gerade in der heutigen Zeit sollte man sein Geld breit streuen – über Regionen, Märkte und Anlageklassen hinweg. Mit Online-Vermögensverwaltern wie Whitebox lässt sich außerdem die Zins- und Kostenfalle umgehen. Weil viele Prozesse automatisiert sind und ausschließlich günstige Produkte wie Indexfonds in die Portfolios kommen, liegen die Gebühren bei uns nur noch zwischen 0,35 und 0,95 Prozent.

Zudem bieten wir eine Möglichkeit an, speziell für die Rente anzulegen. Dabei verändert sich das Risiko des Portfolios automatisch und wird zum – frei definierbaren – Rentenzeitpunkt reduziert. Das bedeutet: Höhere Renditechancen in jungen Jahren – und geringere Schwankungen, wenn das Kapital benötigt wird. Hier erfahren Sie mehr!

© WHITEBOX, 16.12.2016

Foto: Mike Enerio