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Aktienanleihen klingen vielversprechend. Aber Vorsicht! | Whitebox
Geldanlage | 3 min

Aktienanleihen: Zu schön, um wahr zu sein?!

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
13. Februar 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Aktienanleihen: Die strukturierten Produkte locken mit Kuponzahlungen, die deutlich über dem Marktzins liegen. Doch leider gibt es mehrere Haken. Welche das sind und welches Investment sich am besten für Sie eignen könnte, lesen Sie hier!

      Wäre das nichts für Sie? Regelmäßige Zinszahlungen, die deutlich über dem aktuellen Marktniveau liegen und zugleich von steigenden Aktienkursen profitieren? Dies suggerieren Aktienanleihen. Allein der Name ist gewissermaßen schon ein Versprechen.

      Aktienanleihen: Schuldverschreibungen

      Was sind eigentlich Aktienanleihen? Sie gehören zur Welt der verbrieften Derivate. Dies sind sogenannte strukturierte Anlageprodukte, die Banken hierzulande vor rund 30 Jahren geschaffen haben. Das erste Anlagezertifikat war ein Indexzertifikat, das die Performance eines Index, etwa den DAX, eins zu eins nachbildet. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den heutigen Indexfonds (ETFs). Inzwischen gibt es verschiedene Zertifikate-Typen. Einer von ihnen sind Aktienanleihen – auch wenn das Wort „Zertifikat“ nicht in dieser Bezeichnung steckt.

      Zwischen (Index-)Fonds und (Index-)Zertifikaten gibt es allerdings einen feinen Unterschied: Zertifikate, also auch Aktienanleihen, sind rechtlich gesehen Schuldverschreibungen. Wie bei einer herkömmlichen Anleihe leiht der Anleger dem Emittenten (= Schuldner) Geld und hat die Chance auf weitere Zahlungen wie Zinsen oder andere Erträge. Im Insolvenzfall des Emittenten droht jedoch der Zahlungsausfall, wodurch es im schlechtesten Fall zum Totalverlust des Einsatzkapitals kommt. Das verwaltete Vermögen bei (Index-)Fonds ist rechtlich betrachtet im Gegensatz zu Zertifikaten und Aktienanleihen Sondervermögen, das getrennt vom Vermögen der Investmentgesellschaft verwaltet wird. Im Insolvenzfall der Fondsgesellschaft ist das Anlegerkapital geschützt.

      So funktionieren Aktienanleihen

      Wie funktionieren Aktienanleihen? Bei ihnen entspricht die festgelegte Kuponzahlung der Maximalrendite. Sie liegt deutlich über dem Marktzins. Außerdem hängt die Rendite vom Kursverlauf der unterlegten Aktie ab. Ein Beispiel: Eine Aktienanleihe hat einen Nominalwert von 1.000 Euro, läuft zwei Jahre und bezieht sich auf eine Aktie, die bei 100 Euro notiert. (Der Wert der Anleihe entspricht dem Wert von zehn Aktien.) Anleger erhalten eine jährliche Zinszahlung von fünf Prozent. Bei Emission des Produkts legt der Emittent zudem den Basispreis fest, der unter dem aktuellen Kurs des Basiswerts (Aktie) notiert. In unserem Beispiel beträgt der Basispreis 90 Euro. Notiert die unterlegte Aktie am Laufzeitende auf oder über dem Basispreis von 90 Euro, erhalten Anleger den Nominalwert der Anleihe zurück. Der ausgezahlte Zins entspricht in diesem Fall dem Gewinn. In unserem Fall wären dies 100 Euro beziehungsweise zehn Prozent des Kapitaleinsatzes.

      Sie gehen ein Aktienkursrisiko ein

      Liegt der Aktienkurs jedoch am Ende unter der 90-Euro-Marke, wird Anlegern die im Kurs gesunkene Aktie ins Depot gebucht. Wenn die Kursverluste so stark sind, dass die Zinszahlungen diese nicht mehr aufwiegen, kommt es zu Verlusten. Szenario: Die unterlegte Aktie notiert am Laufzeitende bei 80 Euro. Da bei Emission zehn Aktien dem Nominalwert der Aktienanleihe entsprochen haben, erhalten Anleger zum Schluss auch zehn Aktien zurück: Sie bekommen als 800 Euro auf ihr Depotkonto gebucht. An Zinsen haben sie für die beiden Jahre insgesamt 100 Euro erhalten. Per Saldo bleiben ihnen 900 Euro, was einem Verlust von zehn Prozent entspricht.

      Quintessenz: Der auf den ersten Blick attraktive Kupon kommt nur zur vollen Geltung, wenn das Aktienkursziel (= Basispreis) erreicht oder überschritten wird. Und das ist genau der Haken bei Aktienanleihen. Entscheidend ist eben nicht nur die Höhe des Zinses, sondern auch der Verlauf der unterlegten Aktie. Insofern gehen Sie mit einer Aktienanleihe immer ein Aktienkursrisiko ein. Sollte die Aktie stark ansteigen, können Anleger zudem nicht vollständig daran partizipieren. Auf unser Beispiel bezogen: Notiert die Aktie nach zwei Jahren bei 120 Euro, wären Sie mit einem Direktinvestment in die Aktie besser bedient gewesen. Die Rendite hätte dann 20 Prozent betragen.

      Aktienanleihen für Seitwärtsmärkte

      Aktienanleihen spielen ihre Stärken in seitwärts und moderat abwärts laufenden Märkten aus. Dann können sie bessere Renditen erzielen als die Aktie selbst. Wenn Sie sich für diese Produkte interessieren, sollten Sie wissen, dass Sie in jedem Fall ein Aktienkursrisiko eingehen. Das Papier könnte sich für Sie eignen, wenn Sie fest davon ausgehen, dass sich die unterlegte Aktie innerhalb der Laufzeit seitwärts oder leicht aufwärts bewegt. Aber dazu brauchen Sie natürlich genauere Kenntnisse über das Unternehmen, das die Aktie begeben hat, und über die Börsenlage. Und auch wenn Sie die notwendigen Kenntnisse besitzen sollten, können Sie ebenso wenig wie andere Marktexperten und Börsenprofis mit Sicherheit sagen, welche Richtung der Titel künftig einschlägt. Niemand kann den Kursverlauf vorhersagen. Nachweislich scheitern die meisten mit solchen Versuchen – ob Profis oder Laien.

      Diversifiziertes Portfolio erstellen

      Sie merken: So einfach ist das mit den Aktienanleihen und den hohen Kupons dann doch nicht. Besser wäre es, ein gut diversifiziertes Portfolio aufzubauen, das Ihrem persönlichen Rendite-Risiko-Profil entspricht. Diversifiziert heißt, dass Sie Ihr Geld auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen verteilen, um Marktrisiken zu begrenzen. Investieren Sie zum Beispiel in unterschiedliche Branchen, könnte der etwaige Verlust des einen Sektors durch den etwaigen Gewinn des anderen Sektors ausgeglichen oder sogar überkompensiert werden.

      Sind Sie ein vorsichtiger Anleger, der nur minimale Markrisiken eingehen möchte? Dann könnten sich in erster Linie Anleihen bonitätsstarker Emittenten eignen. Der deutlich kleinere Depotanteil könnte aus Aktien von großen, solide wirtschaftenden Unternehmen bestehen. Oder sind Sie eher der ausgewogene Anleger, der Anleihen als Depotstabilisator und Aktien als Renditekick nutzen möchte? Dann könnte es in die Richtung 50/50-Mix gehen. Die eine Hälfte Anleihen und die andere Hälfte Aktien. Oder sehen Sie sich als offensiven Investor, der sein Hauptaugenmerk auf Aktien legt?

      Ein gut diversifiziertes Portfolio zu erstellen und zu verwalten ist natürlich um einiges komplexer als wir hier kurz angerissen haben. So gibt es an den Märkten Tausende von Aktien und Anleihen. Doch welche sind die richtigen für welchen Anlegertypen? Welcher Mix aus Anlageklassen, Regionen und Branchen ist der beste? Welche Assets könnten sich „in die Quere“ kommen und sogar Risiken eher verstärken als reduzieren? Und was ist mit anderen Anlageklassen wie Immobilien und Rohstoffen?

      Whitebox: Ihr Experte in Sachen Vermögensverwaltung

      Was halten Sie davon? Sie schauen sich bei uns selbst einmal an, welches Portfolio vielleicht für Sie persönlich in Frage kommt. Dies können Sie unverbindlich tun. Sie müssen dabei weder einen Vertrag abschließen noch einen Cent ausgeben. Mit Investments und Portfolio-Management kennen wir uns bei Whitebox bestens aus. Machen Sie hier die Probe aufs Exempel und erstellen Sie sich einen Anlagevorschlag. Feedback und Fragen jederzeit gerne über unseren Service!