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Dividendenfonds: Investieren wie Warren Buffet
Geldanlage | 3 min

Dividendenfonds: Investieren wie Warren Buffett

Geschrieben von Salome Preiswerk
13. Februar 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Unternehmen, die regelmäßig hohe Dividenden ausschütten, rücken oft in den Fokus der Investmentprofis. Wie Sie per Indexfonds aussichtsreiche Dividendenstrategien umsetzen können.

       

      Bei der Suche nach attraktiven Aktien vernachlässigen Anleger häufig einen Faktor: Dividenden. Sie sind ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Aktienanlagen. In den drei wichtigsten deutschen Börsensegmenten DAX, MDAX und SDAX wurden 2019 rund 57 Milliarden Euro Dividende ausgeschüttet – ein neuer Rekord. Zahlreiche Studien belegen, dass die Ausschüttungen einen bedeutenden Beitrag zum Anlageerfolg mit Aktien leisten können. Mit Blick auf Europa beziffert etwa die Bank of America diesen Anteil für die vergangenen 50 Jahre auf rund 40 Prozent. Gerade auf lange Sicht lassen Dividendenzahlungen die Renditen sprießen. Dies zeigt die historische Kursentwicklung des DAX, zu dem es zwei Berechnungsarten gibt. In der täglichen Börsenberichterstattung ist in der Regel die Performance-Variante des deutschen Leitindex gemeint. Dieser berücksichtigt die Dividendenzahlungen der Indexmitglieder. Die andere Variante, der Preisindex, lässt hingegen die Ausschüttungen bei der DAX-Berechnung außen vor. In den vergangenen zehn Jahren entwickelte sich der Performance-Index (mit Dividenden) in etwa doppelt so gut wie der Preisindex (ohne Dividenden).

      Dividenden als Airbag im Depot

      Der enorme Wertbeitrag der Dividenden ist kein deutsches Phänomen. Sie machen weltweit den Unterschied. Dies gilt vor allem auch für europäische Aktien. In der Dividendenstudie 2019 kommt Allianz Global Investors zu dem Ergebnis, dass Ausschüttungen im Anlegerdepot eine Airbag-Funktion haben, die sich in unsicheren Marktsituationen besonders vorteilhaft auswirken kann. Laut der Studie haben Ausschüttungen seit 1973 bis heute einen Anteil von rund 41 Prozent an der Gesamtrendite europäischer Aktien. Damit konnten sie Kursverluste zum Teil oder sogar ganz kompensieren. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass sich dividendenstarke Aktien deutlich schwankungsärmer sind als Titel von Unternehmen mit geringeren Dividendenzahlungen.

       Dies liegt auch daran, dass dividendenstarke Firmen sich aufgrund ihrer Ertragskraft häufig besser entwickeln als der Marktdurchschnitt. Aktien von gut aufgestellten Unternehmen, die einen großen Teil ihrer Gewinne an die Aktionäre ausschütten, fungieren als Stabilitätsfaktor im Anlegerdepot – gerade in wirtschaftlichen Abschwungphasen. Die Dividendenrendite einer Aktie ist eine bewährte Kennziffer, die die Gewinnbeteiligung in Relation zum Aktienkurs stellt. Notiert zum Beispiel eine Aktie bei 100 Euro und das Unternehmen schüttet eine Dividende von drei Euro aus, dann beträgt die Dividendenrendite drei Prozent.

      Fundamentale Daten wichtig

      Zugleich ist ein Trugschluss zu denken, dass jede Aktie, die hohe Dividendenrenditen verspricht, stets ein erfolgreiches Investment sein dürfte. Im besten Fall sollten die Ausschüttungen mit der Zeit steigen. Dazu müssen die Unternehmen wachsen. Ideal ist es, wenn die Aktiengesellschaft ein Geschäftsmodell verfolgt, das über alle Wirtschaftszyklen und Krisen hinweg Gewinne abwirft. Kurzum: Die Unternehmen sollten kontinuierlich Gewinne erzielen und die Aktionäre an diesem Erfolg teilhaben lassen. Ein schlechtes Zeichen wäre es, wenn eine Firma Dividenden zahlt, obwohl sie dieses Geld eigentlich benötigt, um ihr eigenes Geschäft am Laufen zu halten. Unternehmen sollten also die Zahlungen keinesfalls aus der Substanz heraus leisten. Einen Hinweis darauf, wie solide ein Dividendentitel ist, bieten die Ausschüttungen des Unternehmens der vergangenen Jahre. Hat das Unternehmen stetig Dividenden gezahlt und konnten diese gesteigert werden? 

      Dividendenfans: Buffet und Graham

      Der wohl bekannteste Investor, der seit Jahrzehnten erfolgreich auf die Dividendenstrategie setzt, heißt Warren Buffett. Kein Wunder, denn sein Lehrmeister, Benjamin Graham (1894-1976), gilt als Erfinder der Dividendenstrategie. (Buffett war einer seiner Studenten an der Columbia-Universität.) Grahams Empfehlung war, Aktienwerte mit den höchsten Dividendenrenditen zu wählen und jährlich zu aktualisieren. Graham empfahl bereits in den 1930er-Jahren eine simple Dividendenstrategie: Kaufe die zehn Werte aus einem Aktienindex, die die höchste Ausschüttung im Verhältnis zum Aktienkurs aufweisen, und halte sie mindestens ein Jahr.

      Ganz so einfach, eine erfolgreiche Dividendenstrategie umzusetzen, ist es der Praxis dann doch nicht. Die Höhe der Dividende ist eine notwendiges, aber kein hinreichendes Kriterium, um einen Wert ins Portfolio aufzunehmen. Um zu erkennen, ob die fundamentalen Daten und das Geschäftsmodell eines Unternehmens Erfolg versprechen, der auch künftig hohe Ausschüttungen erlaubt, bedarf es eines guten Marktüberblicks, Know-hows und Erfahrung. Wichtig ist es zudem, in verschiedene Unternehmen und Branchen rund um den Globus zu investieren, um das Anlagerisiko auf mehrere Schultern zu verteilen.

      Whitebox setzt ETFs ein

      Whitebox versteht sich als digitaler Vermögensverwalter, der Ihnen dividendenstarke und erfolgversprechende Titel in Form von börsengehandelten Fonds (ETFs) herausfiltert, die zu Ihnen passen. Hintergrund: Eine Alternative zum Investment in einzelne Dividendenwerte bieten diversifizierte Indexlösungen. Grundsätzlich sind hierzulande mehr als 100 Dividenden-Aktienfonds verfügbar. Gemäß unserer Anlagephilosophie bevorzugen wir jedoch ETFs gegenüber klassischen Investmentfonds. ETFs sind passiv gemanagte Produkte und dadurch wesentlich kostengünstiger als aktiv verwaltete Aktienfonds.

      Unser Tipp: Wenn Sie mit Dividenden-ETFs langfristig anlegen möchten – beispielsweise für die Altersvorsorge –, empfiehlt es sich, in thesaurierende Dividenden-ETFs zu investieren. Diese schütten die Erträge nicht aus, da sie der ETF-Anbieter wieder reinvestiert, um die Performance zu optimieren (DAX-Beispiel siehe oben).

      Ein Beispiel für einen Dividenden-ETF ist der Euro Stoxx Select Dividend 30 Index. Das Barometer enthält die 30 Aktien mit den höchsten Dividendenzahlungen aus der Eurozone. Der Index enthält ausschließlich Unternehmen, deren Dividende je Aktie in den vergangenen fünf Jahren nicht gesunken ist und bei denen das Verhältnis von Dividende zu Gewinn je Aktie höchstens 60 Prozent beträgt. Der Index ist entsprechend der Netto-Dividendenrendite gewichtet. Die Papiere mit der höchsten Dividendenrendite erhalten somit das meiste Gewicht. In den vergangenen zehn Jahren erzielte der Euro Stoxx Select Dividend 30 pro Jahr im Schnitt eine Rendite rund sieben Prozent.

      ETFs: Ausschüttend versus thesaurierend

      Der prinzipielle Unterschied zwischen der Performance eines thesaurierenden und eines ausschüttenden ETFs soll anhand eines fiktiven Beispiels klar werden: Holger und Caroline legen jeweils 50.000 Euro in einen ETF an. Zur Vereinfachung nehmen wir an, dass der Fonds jedes Jahr genau sieben Prozent Rendite erwirtschaftet. Holger lässt sich die Rendite jedes Jahr auszahlen. Caroline hingegen schwört auf den Zinseszinseffekt und entscheidet sich für die thesauriende ETF-Variante: die Renditen werden also jedes Jahr reinvestiert.

      Unterm Strich kommen bei Holger 85.000 Euro zusammen. Bei Caroline sind es sogar rund 98.000 Euro. Holger hat sich jedes Jahr 3.500 Euro auszahlen lassen, die Caroline nicht zur Verfügung standen. Carolines Sparsamkeit und Geduld haben sich jedoch gelohnt. Schließlich hat sie per Saldo 13.000 Euro mehr mit dem Investment verdient als Holger. Für welchen der beiden Fondstypen man sich entscheidet, hängt natürlich auch davon ab, ob man die bereits erzielten Erträge benötigt oder nicht.

      Sie wollen mehr über ETFs erfahren? Hier geht es zu unserer Wissens-Sonderseite: "ETF - Eine Definition"