So schützen sich Unternehmen vor Inflation und Niedrigzins

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
24. Januar 2022
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      Immer mehr Banken verlangen Zinsen auf Einlagenguthaben. Und selbst, wenn sie es nicht tun, frisst die steigende Inflation langfristig das mühsam ersparte Geld. Davon sind auch Firmenkunden betroffen. Diese verfügen über teils erhebliche Betriebsvermögen, entsprechend hoch ist der Wertverlust. Wer das nicht hinnehmen will, sollte aktiv werden.

      Wer eine florierende Apotheke oder ein gut laufendes Restaurant hat, Handwerker, sonstiger Gewerbetreibende oder Freiberufler ist, kennt das: Auf dem Konto sammeln sich schnell Beträge im fünf- oder sogar sechsstelligen Bereich an. Und wie bei Privatkunden verlangen Banken auch von Firmenkunden immer öfter „Verwahrentgelte“. Laut Recherchen des Verbraucherportals biallo.de haben 2021 in Deutschland fast 300 Banken und Sparkassen Negativzinsen für Guthaben auf dem Tagesgeld- oder Girokonto eingeführt. Insgesamt verlangen in Deutschland mittlerweile fast 550 Institute Zinsen auf Einlagen, im Firmenkundengeschäft sogar 580 (Stand Dez. 2021).

      Die von den Negativzinsen ausgenommenen Freibeträge sinken tendenziell sogar noch, wie biallo.de außerdem berichtet: Statt 50.000 Euro sind es dann nur noch 25.000 Euro, manchmal sogar nur 10.000 Euro. Und die Strafzinsen sind nicht ohne, sie liegen meist um 0,50 Prozent pro Jahr.

      Betriebsvermögen schrumpft durch Strafzins plus Inflation

      „Damit wir Ihr Geld weiterhin verwahren können, sehen wir uns gezwungen, ein Verwahrentgelt in Höhe von derzeit 0,5 Prozent p.a. zu vereinbaren“, schreibt etwa die Postbank. Auf dem Sparkassenportal sparkasse.de wird auf die EZB verwiesen, die von Kreditinstituten Gebühren in Form von Entgelten verlangt. „Diese Entgelte werden zumindest ab einer bestimmten Einlagensumme an Kundinnen und Kunden weitergegeben.“

      Firmenkunden Inflation-Niedrigzins

      Wer das als Firmenkunde liest, ärgert sich sicher. Oft ist man aber viel zu beschäftigt, um über Alternativen nachzudenken – oder sogar aktiv zu werden. Und so frisst das „Verwahrentgelt“ das auf dem Konto liegende Geld zusätzlich auf. Zusätzlich zur Inflation, die ja auch noch kräftig gestiegen ist und den realen Wert auf dem Konto schrumpfen lässt.

      Die leichteste Lösung: Das Geld auf mehrere Konten bei unterschiedlichen Instituten aufteilen und damit unter der Schwelle bleiben. Dabei sind jedoch die Kontogebühren zu beachten, Gratis-Konten werden seltener. Und einen Ausgleich für den Wertverlust durch Inflation bietet das Modell ohnehin nicht.

      Breit gestreutes Portfolio als Alternative

      Für Gelder, die Firmenkunden vorerst nicht brauchen, ist also eine andere Lösung gefragt. Klar ist: Das Sparbuch taugt dafür nicht mehr. Und die Direktanlage in Aktien ist oftmals zu aufwändig, zu wenig diversifiziert und zu riskant. Beim Kauf klassischer aktiv gemanagter Fonds fällt der hohe Ausgabeaufschlag von um die 5 Prozent an, dazu kommen hohe laufende Kosten von um die 1,5 Prozent im Jahr.

      Doch es gibt etwas zwischen Sparbuch und Direktanlage in Aktien: ein global und über viele Anlageklassen, Regionen und Sektoren gestreutes Portfolio – umgesetzt über kostengünstige ETFs. Hier gilt wie immer: Je höher der Aktienanteil, desto höher das Risiko, aber auch die Renditechance. Lösungen dieser Art bieten Robo Advisor, also digitale Vermögensverwalter, schon seit vielen Jahren an – allerdings oftmals nur für Privatanleger. Firmenkunden sind meist außen vor.

      Webinar: Experten geben Tipps für Unternehmen

      Bei Whitebox ist das anders. Wir bieten auch Anlagemöglichkeiten für Firmenkunden. Möglich sind vier Anlagestrategien mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Value-Aktien oder einer Portfoliogewichtung nach dem Bruttoinlandsprodukt. Innerhalb der Anlagestrategien wird nach Risikoklassen unterschieden, bei den Value-Strategien sind es zum Beispiel zehn. Anleger können also selbst festlegen, wofür sie ihr Kapital investieren wollen. Wollen sie lediglich das vorhandene Kapital erhalten und vor Negativzinsen sichern? Wollen sie einen wirksamen Schutz vor der weiter steigenden Inflation? Oder wollen sie die Marktchancen nutzen mit der Aussicht, ihr Kapital langfristig zu vermehren?

      Gerade für Firmenkunden kann auch eine Kombination dieser Möglichkeiten die optimale Lösung sein: Ein Teil des Kapitals wird sicherheitsorientiert angelegt, damit es bei Bedarf schnell verfügbar ist. Ein anderer Teil fließt in eher renditeorientierte Anlagen mit der Chance, das eingesetzte Kapital mittel- bis langfristig zu vermehren. Das Gute dabei: Mit einem digitalen Vermögensverwalter geben die Anleger zwar die Arbeit aus der Hand, nicht aber die Kontrolle. Sie haben damit jederzeit den Überblick über ihre Finanzen – und können sich gleichzeitig auf das konzentrieren, was wirklich zählt: das eigene Unternehmen.