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Geld sparen auch in schwachen Zinszeiten | Whitebox
Geldanlage | 15 min

So geht Geld sparen heute

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
11. März 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Die Zinsen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Mag sein. Dennoch gibt es Alternativen. Wie Sie mit Indexfonds und einem digitalen Vermögensberater Ihre Sparziele einfach erreichen und damit buchstäblich Geld sparen können. Wir geben Ihnen zehn Tipps an die Hand, wie Sie Ihr Kapital vermehren.

      Geld sparen. Das klingt simpel. Ist es aber nicht. Zumindest nicht mehr. Erinnern Sie sich noch? Wenn Sie früher Geld auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto anlegten, bekamen Sie dafür zwei, drei oder vier Prozent Zinsen pro Jahr. So konnten Sie über Jahre hinweg ein hübsches Sümmchen ansparen.

      Früher – das war vor dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2007/08. Seit fast einem Jahrzehnt stehen die Zinsen in Europa und den meisten anderen Industrieländern nahe null, weil die Zentralbanken die Wirtschaft mit Geld überfluten. Anfangs dachten viele, das sei nur eine Phase. Eine Übergangszeit, die die globale Wirtschaft braucht, um die Folgen der Finanzkrise abzuschütteln. Aus einem Jahr wurden zwei Jahre, aus zwei drei Jahre und jetzt dauert die „Phase“ schon eine ganze Dekade. Ökonomen sprechen vom „New Normal“. An der „neuen Normalität“ wird sich wohl so schnell nichts ändern, auch wenn niemand sagen kann, wann die Zinsen wieder steigen werden. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) in den kommenden zehn Jahren nicht nennenswert an der Zinsschraube drehen wird.

      Der Fluch des billigen Geldes

      Das Ganze hat allerdings zwei Seiten: Die einen, die sich Geld leihen, freuen sich über die niedrigen Zinsen. Für die anderen – die Sparer – ist es das billige Geld ein Fluch. Alte Regeln gelten nicht mehr. Dazu ein Rechenbeispiel: Ein 35-Jähriger möchte mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen und neben seiner Rente monatlich zusätzlich 500 Euro mehr zur Verfügung haben. Wie viel muss er sparen? Bei einem Zinssatz von 4,5 Prozent hätte er dafür pro Monat 242 Euro zur Seite legen müssen. Bei einem Zinssatz von 2,5 Prozent wären es schon 432 Euro monatlich gewesen. Bei einem heute höchstens zu erwartenden durchschnittlichen Zinssatz von 0,5 Prozent müsste der 35-Jährige jeden Monat 780 Euro einzahlen, damit er als 65-Jähriger seine Rente mit monatlich 500 Euro aufstocken kann. (Die Zusatzrente von 500 Euro soll im Jahre 2049 der heutigen Kaufkraft entsprechen; die Inflation wird der Einfachheit halber nicht berücksichtigt. Der Rentenbezug dauert in dem Beispiel 30 Jahre.) Quintessenz: Geld sparen im Sinne von Kapital einfach monatlich zur Seite legen ist keine gute Idee mehr.

      Geld sparen ist eigentlich eine deutsche Spezialdisziplin. Doch auch hier muss man eigentlich in der Vergangenheitsform reden. Rund zwei Billionen Euro liegen hierzulande – so gut wie unverzinst – auf Giro- und Tagesgeldkonten. Die Lage ist jedoch nicht ausweglos. Trotz der Minizinsen gibt es auch heute Möglichkeiten, Geld zu sparen – ohne dabei zu große Risiken einzugehen. Wichtig ist es, sich von Anfang an einen Plan zurechtzulegen, wie man dies schaffen will. In einem (fiktiven) Musterbeispiel wollen wir konkret überlegen, wie das in der Praxis aussehen könnte: Holger und Caroline sind beide 40 Jahre alt. Ihre Kinder besuchen die weiterführenden Schulen. Beide Eltern verdienen zusammen 7.000 Euro netto im Monat. Ihr Finanz-Know-how basiert auf Allgemeinwissen. Zu Finanzen und Investments informieren sie sich in unregelmäßigen Abständen in Finanzzeitschriften und über die Stiftung Warentest. Das Thema Geldanlage kennen sie aus der Praxis in erster Linie über ihren Bankberater, der mit ihnen über Dinge wie Girokonto, Sparbuch und Bausparvertrag gesprochen hat.

      Sparziele definieren

      Die größte finanzielle Entscheidung, die die beiden bisher treffen mussten, war der Kauf eines Hauses. Für den aufgenommenen Kredit zahlen sie eine monatliche Rate für Zins und Tilgung von 1.500 Euro. Holger und Caroline haben sich fest vorgenommen, Geld zu sparen. Über die Sparziele sind sie sich einig: Der erste Kredit für das Haus läuft in fünf Jahren ab. Danach benötigen sie eine Anschlussfinanzierung. Ihr Plan ist es, die Tilgungsrate beim nächsten Kreditvertrag zu erhöhen, damit sie das Haus so schnell wie möglich abbezahlen können. Sie wollen dabei das niedrige Zinsniveau ausschöpfen. Wenn die Zinsen irgendwann wieder anziehen sollten, wäre ansonsten der Hauskauf am Ende deutlich kostenintensiver.

      Zweites Sparziel ist die Finanzierung der späteren Ausbildung ihrer Kinder. Tochter Carla will in drei Jahren Abitur machen und studieren. Sohn Erik geht derzeit in die achte Klasse. Ob er später studieren oder eine Ausbildung machen will, weiß er heute noch nicht. Als Drittes hat das Ehepaar die Altersvorsorge vor Augen. Sie wollen gemeinsam so viel sparen, dass sie ihre gesetzliche Rente um zusammen 500 Euro aufstocken können.

      Geld sparen durch Ausgaben senken

      Zum Geld sparen gibt es einige Tipps. Wenn Sie diese berücksichtigen, sind Sie auf dem besten Weg, Ihr Ziel zu erreichen. Tipp 1: Bevor Sie darüber sprechen, wie viel Geld Sie auf welche Weise anlegen wollen, verständigen Sie sich über die Höhe Ihrer Sparquote und wie Sie Ihre alltäglichen Ausgaben optimieren können. Caroline nimmt sich vor, weniger shoppen zu gehen. Sie konnte sich bislang oft nicht verkneifen, neue Klamotten zu kaufen – obwohl sie davon schon viel zu viele im Kleiderschrank hängen hat. Holger will darauf verzichten, täglich mit den Kollegen in der Mittagspause essen zu gehen. Wenn er an einem Werktag 15 Euro dafür ausgibt, macht das im Monat 300 Euro. Dies sind nur zwei Beispiele aus dem Alltag. Überlegen Sie genau, wobei Sie weniger Geld ausgeben können. Wenn Sie zum Beispiel gerne Konsumgüter kaufen, könnte es sich lohnen „antizyklisch“ zu kaufen: Das Sommerkleid im Herbst, den Grill im Winter oder die Winterjacke im Frühjahr. Dabei liegt es auch nahe, vorher die Preise im Internet zu vergleichen. Um Ihre Ausgaben zu reduzieren, gibt es noch weitere, lohnende Optionen: 

      • Geld sparen bei Lebensmitteln: Wie steht es um Ihre Lebensmittel-Einkäufen im Supermarkt? Kaufen Sie anstelle von Marken- lieber No-Name-Produkte. Diese sind qualitativ teuren Marken oft ebenbürtig. Ein gesundes Frühstück können Sie sich bereits mit Milch, Haferflocken, Äpfeln und Bananen zusammenstellen und bei Bedarf mit etwas Honig aufpeppen.
      • Kosten bei Mobilität senken: Brauchen Sie wirklich immer Ihr Auto, wenn Sie etwas erledigen wollen? Kurze Strecken können Sie zu Fuß, mittlere Strecken mit dem Fahrrad zurücklegen. Oder sind sogar die öffentlichen Verkehrsmittel unterm Strich günstiger als Ihr Auto, für das Sie viel Geld für Anschaffung, Sprit, Reparaturen und Versicherungen zahlen müssen?
      • Versicherungen und Energieanbieter wechseln: Apropos Versicherungen: Auch hier gibt es eine Menge Sparpotenzial. Überprüfen Sie, ob Sie alle Versicherungen noch benötigen oder ob Sie diese bei anderen Anbietern nicht deutlich günstiger bekommen können. Das Gleiche gilt auch für Ihre Energieanbieter. Wer regelmäßig den Strom- oder Gasanbieter wechselt, kann pro Jahr eine Menge Geld sparen.

      Auch kleine Summen bringen was

      Auch wenn alltägliche Dinge wie diese auf den ersten Blick vielleicht etwas trivial wirken – unterm Strich könnte es sich richtig lohnen! Stellen Sie sich vor, Sie geben pro Jahr 500 Euro weniger aus und legen diesen Betrag zu guten Renditekonditionen an. Dann können auf die Dauer aus ein paar Hundert Euro auch schon mal ein paar Tausend Euro werden, die Sie nach ein paar Jahren mehr auf dem Konto haben. 

      Kommen wir zurück zu Holger und Caroline: Da nun mit Sparbuch, Tagesgeld & Co keine nennenswerten Zinsen drin sind, überlegen die beiden, wie sie ihr Geld am besten anlegen können. So haben sie in Fachzeitschriften und im Netz eine Menge über den Boom von börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz: ETFs) gelesen. Mit ihnen können Anleger nicht nur auf ganze Aktien-, sondern auch auf ganze Anleihe-Märkte setzen.

      Niedrige Nebenkosten steigern die Renditechancen

      Bei der näheren Beschäftigung mit Investments haben Holger und Caroline erfahren, dass die Rendite einer Anlage auch von den enthaltenen Nebenkosten abhängen. Sie müssen an die alte Kaufmannsregel denken: Der Gewinn liegt im Einkauf. Tipp 2: Je günstiger das Finanzprodukt, desto besser für die Geldanlage. Deshalb sind ihnen ETFs grundsätzlich sympathisch. Diese Produkte sind deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds, denn sie bilden lediglich einen Basiswert ab. Etwa den DAX oder einen Index, der Staats- und Unternehmensanleihen enthält. Dazu sind keine kostenintensiven Fondsmanager nötig, die aufwändig Unternehmen und Märkte analysieren. Entsprechend sind bei ETFs die Verwaltungsgebühren um einiges günstiger.

      Die Verwaltungsgebühren bei ETFs, die gängige Aktienindizes nachbilden, liegen im Schnitt unter 0,5 Prozent. Herkömmliche – aktiv gemanagte – Aktienfonds sind deutlich teurer, beispielsweise 1,5 Prozent oder mehr. Außerdem werden bei ETFs im Gegensatz zu aktiven Fonds keine Ausgabeaufschläge fällig. Auf den ersten Blick haben Indexfonds den Nachteil, dass sie in fallenden Märkten eins zu eins an der Abwärtsentwicklung des Index teilnehmen. Im Gegensatz zu aktiven Fondsmanagern, die immerhin Verlust begrenzen können, indem sie besonders riskante Titel verkaufen. In der Praxis ist es jedoch oft so, dass aktive Fonds nicht besser als der Markt abschneiden. Dies gelingt nur den Wenigsten.

      Robo-Advisor bauen Portfolios

      Holger und Caroline haben gelesen, dass man die Anlagerisiken mit einer klugen Kombination verschiedener ETFs breit streuen kann. Aber wie genau stellt man sich ein diversifiziertes Portfolio zusammen, das konkret zu den Anlagezielen und -wünschen der beiden passt? Nach eingehender Beschäftigung mit Indexfonds überlegen Holger und Caroline, einen digitalen Vermögensverwalter zu beauftragen. Sogenannte Robo-Advisor übernehmen die Konstruktion von Portfolios und sind in der Regel deutlich günstiger als klassische Vermögensverwalter. Das Prinzip: Kunden beantworten online zunächst Fragen und erstellen damit ein Profil, das Auskunft über Aspekte wie Anlagehorizont und Risikobereitschaft gibt. Der Robo-Advisor wertet die Angaben aus und unterbreitet einen Anlagevorschlag. Das Programm empfiehlt dann zum Beispiel einen Mix aus börsengehandelten Indexfonds auf Aktien und Anleihen. Als weitere Anlageklassen können Rohstoffe oder Immobilien das Portfolio ergänzen. Wie herkömmliche Vermögensverwalter übernehmen die Geldroboter alle Anlageentscheidungen für ihre Kunden – auf Basis und im Rahmen der vereinbarten Anlageziele und des Risikoprofils.

      Geld sparen heißt auch: kein Geld durch Inflation verlieren

      Wie Holger und Caroline sind zahlreiche andere Sparer und Anleger auf der Suche nach der „perfekten Geldanlage“. Aber was heißt „perfekt“? Wer mit seinem Kapital Renditen erzielen will, die über dem allgemeinen Zinsniveau liegen, geht – egal, wie er es anstellt – bestimmte Marktrisiken ein. Und woran erkennt man eigentlich das „aktuelle Zinsniveau“? Anhand der Renditen von Bundesanleihen erhalten Sie als Anleger einen guten Eindruck davon. So werfen derzeit zehnjährige Bundesanleihen keine Renditen ab. Sie rentieren bei null Prozent. Die Staatspapiere gelten als sicher, weil die Schuldnerin, die Bundesrepublik Deutschland, sehr bonitätsstark ist. Daher gelten sie als „risikolose Zinsinvestments“. Anleger können mit Sicherheit davon ausgehen, dass sie das Kapital, das sie dem Staat in Form von Bundesanleihen ausleihen, am Ende der der Laufzeit auch wieder zurückerhalten. Vor einigen Jahren warfen zehnjährige Bundesanleihen noch jährliche Renditen von zwei, drei oder vier Prozent ab.

      Tipp 3: Wenn Sie heute Geld sparen möchten, geht es auch darum, dass Sie ihr Kapital nicht auf dem Sparbuch versauern lassen. Denn wenn es dafür keine Zinsen gibt und die Teuerungsrate beispielsweise bei 1,5 Prozent liegt, nagt die Inflation an Ihrem Vermögen. Wenn Sie nichts tun, verkehrt sich das "Geld sparen" ins Gegenteil und der Wert Ihres Kapitals verringert sich faktisch. Angenommen, Sie legen zu Jahresbeginn 10.000 Euro aufs Sparbuch. Bei einem jährlichen Zinssatz von 0,2 Prozent werden daraus am Jahresende 10.020 Euro. Wenn Sie nun aber den Inflationsbetrag von 150 Euro (1,5 Prozent von 10.000 Euro) abziehen, hat das Kapital am Ende des Jahres nur noch eine Kaufkraft von 9.870 Euro – im Vergleich zu 10.000 Euro zum Jahresanfang. Das heißt: Sie haben beim „Geld sparen“ 130 Euro verloren!

      Robo-Advisor bieten hier einen Ausweg. Sie sind die modernen, digitalen Investmentprofis, die Ihnen bei Ihren Investmentwünschen und -bedürfnissen zur Seite stehen. Auch wenn diese Art der Vermögensverwaltung erst einmal kühl nach „Maschine“ oder „Roboter“ klingt: Das Portfoliomanagement funktioniert im Grunde so wie bei einem analogen Vermögensverwalter. Schließlich basieren auch diese Strategien auf dem Know-how und der Erfahrung von Profis aus Fleisch und Blut. Wir können Sie also beruhigen: Digitale Vermögensverwalter sind keine wildgewordenen Roboter, die auf Basis vollkommen neuer, ungeprüfter Algorithmen Portfolios umschichten.

      Digitalen Vermögensverwalter testen

      Tipp 4: Machen Sie die Probe aufs Exempel! Wenn Sie wissen wollen, wie ein Robo-Advisor funktioniert, probieren Sie es einfach mal aus! Bei Whitebox können Sie bereits ab einem Anlagebetrag von 5.000 Euro in ein breit diversifiziertes Wertpapier-Portfolio investieren. Bevor Sie aber Geld anlegen, nehmen Sie sich Zeit, um einen Einblick zu bekommen, was Sie bei Whitebox erwartet.

      Dort können Sie Ihr eigenes Anlegerprofil erstellen. Dazu müssen Sie kein Kunde bei Whitebox sein: Als erstes definieren Sie für sich ein Ziel. Ein Beispiel: Sie geben „sicherheitsorientierte Anlage“ als Ziel ein. Dann geben Sie 5.000 Euro als erstmalige Einzahlung ein. Zusätzlich tragen Sie einen monatlichen Betrag von 100 Euro ein. Unter „Liquiditätsbedarf“ wählen Sie 1.000 Euro. (Auf diesen Betrag wollen Sie bei Bedarf zugreifen.) Bei Risiko können Sie zwischen 1 (geringstes Risiko) und 10 (höchstes Risiko) wählen. Sie entscheiden sich für Stufe 3.

      Anschließend stellt Ihnen der Robo-Advisor ein zu Ihren Vorstellungen passendes Portfolio zusammen: Die erwartete jährliche Rendite liegt bei 3,1 Prozent, unter Berücksichtigung der Gebühren eines durchschnittlichen Whitebox-Kunden von 0,60 Prozent per annum. Sie können sich am PC, Tablet oder Smartphone die Zusammensetzung des Portfolios ansehen, das zum überwiegenden Teil aus europäischen und US-amerikanischen Staatsanleihen und zum kleineren Teil aus Aktien aus den Industrieländern besteht.

      Darüber hinaus sehen Sie unter „Produkte“ die einzelnen ETFs, über die Sie in die verschiedenen Märkte investiert sind. Zu jedem Produkt finden Sie eine Wertpapierkenn-Nummer (ISIN). Mit dieser können Sie, wenn Sie wollen, im Internet, etwa über ein Finanzportal, nachsehen, wie sich das Produkt entwickelt hat und welche weiteren Kennzahlen zu dem Fonds gehören – beispielsweise die größten Positionen des Fonds. Weiterhin können Sie sich die einzelnen für sie entstehenden Kosten, etwa für Vermögensverwaltung und Fondsgebühren, im Detail ansehen.

      Geld sparen mit Whitebox als Investmentpartner

      Als Whitebox-Kunde agieren Sie an der Börse, ohne dass Sie selbst die einzelnen Transaktionen tätigen. Dies übernimmt Whitebox für Sie – im Sinne des von Ihnen angegebenen Anlegerprofils. Je nach Risikoprofil können Sie als sehr sicherheitsorientierter Sparer/Anleger (Stufe 1) oder als renditehungriger Aktienanleger (Stufe 10) Ihr Geld anlegen.

      Holger und Caroline gehören eher zur Gruppe der sicherheitsorientierten Anleger. Wie ist es an der Börse möglich, mit nur wenig Risiko zu agieren? Dies geht zum Beispiel, indem Sie in Anleihen investieren, deren Emittenten über eine starke Bonität verfügen. Da – wie eingangs beschrieben – deutsche Staatsanleihen derzeit keine attraktiven Aussichten bieten, liegt es nahe, sich auch andere Anleihen aus anderen Ländern anzusehen. Zudem wäre es ein Klumpenrisiko, Anleihen aus nur einer Region oder eines oder weniger Emittenten ins Portfolio aufzunehmen.

      Mit einem ETF auf tausende Anleihen setzen

      Robo-Advisors nutzen die Vorteile von ETFs. Sie bieten einen Marktzugang zu verschiedenen Staats- und Unternehmensanleihen. Tipp 5: Nutzen Sie Anleihe-ETFs! Mit einem einzigen Anleihe-ETF können Sie auf hunderte oder gar tausende verschiedene Anleihen setzen, die zum entsprechenden Index gehören – beispielsweise internationale Staatsanleihen, Pfandbriefe und Unternehmensanleihen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei Aktien-ETFs: Steigt der Referenzindex zum Beispiel um fünf Prozent, gewinnt der Indexfonds ebenfalls fünf Prozent. Verliert hingegen der unterlegte Index fünf Prozent, so sinkt auch der Wert des ETFs entsprechend. Der große Vorteil sind auch bei Anleihe-ETFs die geringen Gebühren. Mehr als 0,5 Prozent müssen Anleger für sie üblicherweise nicht zahlen. 

      Durch die hohe Anzahl der Titel, in die Sie über Whitebox investieren, macht sich das Ausfallrisiko einer einzelnen Anleihe kaum bemerkbar. Außerdem trägt die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Währungen ebenfalls zur Diversifikation des Portfolios bei. Ziel der Diversifikation sollte am Ende ein besseres Rendite-Risiko-Profil sein. Dabei gilt es zum einen, Risiken zu reduzieren, und zum anderen, höhere Renditechancen wahrzunehmen. 

      Je nach Risikoausrichtung stellt Whitebox Ihnen ein Portfolio aus Anleihen mit entsprechendem Rendite-Risiko-Profil zusammen. So sind beispielsweise mit Staatsanleihen von Schwellenländern wie Brasilien, China oder Indien höhere Renditen möglich als mit Staatsanleihen aus Industrieländern. Das gleiche Prinzip gilt für Unternehmensanleihen. Je schwächer die Bonität der Firma, desto höher die Renditechance. 

      Jeder kann per Robo-Advisor Geld anlegen

      Anleihe-ETFs können als Alternative zu Sparbuch und Tagesgeldkonto dienen. Holger und Caroline können das Finanzinstrument für ihre mittelfristig ausgerichteten Sparziele nutzen: Geld für die Ausbildung der Kinder und die Erhöhung ihrer Ratenzahlung für die Immobilie. Die Kunst besteht nun darin, zu wissen, welche Anleihe-ETFs sich konkret für welches Ziel eignen. Und genau das kann für Sie ein digitaler Vermögensverwalter wie Whitebox übernehmen. Während die (analoge) Vermögensverwaltung vor einigen Jahren eher etwas für gut betuchte Anleger war, ist dies heute im Zuge der Digitalisierung für jedermann erschwinglich geworden. Zumal der Prozess bis zum verbindlichen Anlagevorschlag bei uns für Sie als Kunde deutlich schlanker und kostengünstiger ist, als dies noch im analogen Zeitalter der Fall war. 

      Über all diese Details, wie man im Einzelnen ein sinnvolles Portfolio erstellt, wollen Sie sich bei der Geldanlage keine Gedanken machen? Das können wir gut verstehen. Das übernimmt Whitebox für Sie. Die Erläuterungen zu den Finanzprodukten und Märkten dienen jedoch dazu, zu verstehen, warum es uns als digitaler Vermögensverwalter möglich ist, nach den für Sie besten Assets rund um den Globus Ausschau zu halten und diese zweckmäßig zu verwalten. Nur wer versteht, wie es grundsätzlich funktioniert, kann seinem Vermögensverwalter vertrauen. 

      An der Börse Geld langfristig anlegen und sparen

      Anlageklassen wie Anleihen und Aktien werden an der Börse gehandelt. Viele denken immer noch, dass dies grundsätzlich riskant ist. Ein Trugschluss! Es kommt – wie schon beschrieben – darauf an, welche Renditevorstellungen Sie haben. Tipp 6: Trauen Sie sich an die Börse! An der Börse lassen sich Portfolios zusammenstellen, die einerseits deutlich mehr Renditepotenzial besitzen als klassische festverzinsliche Anlagen wie Sparbuch und Tagesgeld. Andererseits gehen Sie im defensiven Bereich vergleichsweise geringe Marktrisiken ein, wenn Sie sich selbst als defensiver Anleger einstufen (Stufe 1 bis 3).

      Tipp 7: Langer Anlagehorizont für Aktieninvestments. Bei Aktieninvestments gilt: Hier geht es um die mittel- bis langfristige Perspektive. In kleinen Zeiträumen wie Monaten oder gar Tagen zu agieren, wäre nichts anderes, als an den Märkten zu spekulieren. Und das wiederum wäre viel zu riskant, wenn man Geld sparen will. Genau das Gegenteil ist unsere Aufgabe. Wer jahrelang auf verschiedene solide und rentabel wirtschaftende Unternehmen setzt, hat am Aktienmarkt gute Chancen, ordentlich Geld zu verdienen. Ein bekanntes Beispiel ist der DAX, der die 30 wichtigsten börsennotierten Aktien Deutschlands enthält. Der deutsche Leitindex kann kurz- und mittelfristig stark schwanken. Über Jahrzehnte hinweg ist er jedoch eine Erfolgsgeschichte. Schließlich startete er bei seiner Einführung 1988 mit 1.000 Punkten. Mitte November 2019 notierte er bei rund 13.000 Punkten. Nach Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts ist der DAX von Ende 1996 bis Ende 2018 trotz zwei großer Krisen – das Platzen der Internetblase zur Jahrtausendwende und die Finanzkrise 2007/08 – um durchschnittlich 6,1 Prozent pro Jahr gestiegen. Auch wenn die Vergangenheit keine Garantien für die Zukunft geben kann: Studien, unter anderem auch vom Deutschen Aktieninstitut, haben ergeben, dass Aktieninvestments vor allem über lange Zeiträume von zehn Jahren und länger erfolgreich sind.

      Tipp 8: Szenarien berechnen. Um noch einmal auf Holger und Caroline zurückzukommen: Sie wollen wie beschrieben so viel Geld sparen, dass sie ab Renteneintritt zusammen 500 Euro im Monat zur freien Verfügung haben – zusätzlich zu ihrer Rente. Da sie beide 40 Jahre alt sind und sich mit 65 Jahren zur Ruhe setzen wollen, haben sie noch 25 Jahre Zeit, dieses Ziel zu erreichen. Wenn man mit einem zu erwartenden Lebensalter von 85 Jahren kalkuliert, müssen sie also 20 Jahre lang jeden Monat auf 500 Euro zugreifen können. 20 Jahre ergeben 240 Monate. 240 mal 500 sind 120.000 Euro.

      Geld sparen per Fondssparplan

      Ziel ist es also, in 25 Jahren insgesamt 120.000 Euro zu sparen. (Ob sie diese Summe dann aufs Girokonto legen oder wiederum verzinst anlegen wollen, sei der Einfachheit halber einmal dahingestellt. Der Einfachheit halber lassen wir die Inflation wie im obigen Beispiel ebenfalls unberücksichtigt.) Dieses Ziel können Holger und Caroline – Sie aber natürlich auch – mit einem monatlichen Fondssparplan erreichen. Dabei zahlen Sie als Kunde jeden Monat einen bestimmten Betrag in einen Sparplan ein, beispielsweise 100 Euro. Das Prinzip: In schwachen Marktphasen erhalten Sie für Ihr Geld mehr Fondsanteile als in Bullenmärkten. Kostet beispielsweise ein Fondsanteil 100 Euro, erhalten Sie dafür genau einen Anteil. Fällt später der Kurs auf 50 Euro, bekommen Sie für Ihre Sparrate zwei Fondsanteile. Über die Jahre hinweg erzielen Sie auf diese Weise den Cost-Average-Effekt, also den Durchschnittskosten-Effekt. Dieser glättet über Jahre hinweg die an den Märkten üblichen Kursschwankungen. Also lautet unser Tipp 9: Lassen Sie Ihr Geld, das sie nicht benötigen, weder zu Hause, noch auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto versauern! Bevor Sie es dem Zerfall aussetzen, überlegen Sie, wie sie es sinnvoll anlegen können.

      Da Holger und Caroline von Aktien-ETFs überzeugt sind, entscheiden sie sich, in einen entsprechenden Sparplan einzuzahlen. Whitebox bietet Ihnen einen nach ihren Bedürfnissen ausgerichteten Sparplan an. Auf Basis des Anlegerprofils erfolgt ein konkreter Vorschlag für eine passende Lösung für den langfristigen Vermögensaufbau.

      Die monatliche Sparrate ergibt sich nach folgendem Prinzip. Anhand des Rendite-Risiko-Profils des Anlegers erstellt Whitebox einen Sparplan. Fiktives Beispiel: Der Robo-Advisor erstellt ein Portfolio, bei dem die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass er über die kommenden 25 Jahre eine jährliche Rendite von 4,5 Prozent erzielt. Daraus ergibt sich die Höhe der monatlichen Sparraten. Um nach 25 Jahren auf rund 120.000 Euro zu kommen, müssen Holger und Caroline monatlich rund 219 Euro einzahlen. Dann beträgt die Summe der Überweisungen 65.700 Euro. Die restlichen 54.300 Euro werden durch die Renditen des Indexfonds erzielt.

      Diversifikation ist das A und O

      Unabhängig davon, für welche Geldanlage Sie sich entscheiden: Ganz ohne Marktrisiko kommen Sie auf keinen grünen Zweig. Denn die anvisierte Rendite sollte über dem Niveau der Inflationsrate liegen, damit sie nicht von der Teuerungsrate aufgezehrt wird. Deswegen bietet sich ein global diversifiziertes Portfolio über viele Anlageklassen, Regionen und Sektoren an. Eine solche Streuung des Kapitals verringert die Verlustrisiken. Beispielsweise können gut laufende Anleihen die Verluste von schlecht laufenden Aktien ausgleichen oder zumindest in Grenzen halten. Da sich die Märkte in verschiedenen Regionen und Sektoren oft nicht in gleicher Weise entwickeln, trägt auch dies zur Diversifikation Ihres Portfolios bei. Wenn Sie grundsätzlich ein Freund von Festgeldern und Sparbuch sind, könnte für Sie ein Anleihen-lastiges Portfolio in Frage kommen. Wer etwas mehr Risiko mag, wird neben Anleihen- auch Aktienpositionen ins Depot nehmen. So können Sie von sehr risikoarm bis sehr risikoreich anlegen – jeder nach seinem Gusto. Weil es gerade bei kleineren Anlagesummen schwierig ist, ein breit diversifiziertes Portfolio mit Einzeltiteln abzudecken, bieten sich Fonds als Finanzinstrumente an – am besten geht dies mit besagten ETFs. Und weil dies nicht jeder selber machen kann oder will, überlassen Privatanleger dies am besten einem Investmentprofi

      Warum digitale Vermögensverwalter?

      Besagter Investmentprofi muss kein teurer (klassischer) Vermögensverwalter sein, der es häufig nicht unter Anlagesummen von einer Million Euro tut. Und genau hier setzen digitale Vermögensverwalter an. Tipp 10: Beauftragen Sie einen digitalen Investmentprofi. Für Privatanleger ohne ausreichende Kenntnisse und Investmenterfahrungen ist es in der Regel schwierig oder sogar unmöglich, eine sinnvolle langfristige Strategie zu entwickeln. Viele wissen einfach nicht, wie sie ein Wertpapierportfolio zusammenstellen können, das ihren individuellen Bedürfnissen entspricht. Bevor Sie möglicherweise kostspielige Fehler riskieren, sollten Sie lieber die Hilfe erfahrener Berater in Anspruch nehmen, die unabhängig von Produktanbietern handeln und nicht nur auf Provisionen bedacht sind. Wir kümmern uns darum, dass Sie Ihr Investment über Whitebox auf viele Anlageregionen und Anlageklassen verteilen. Weiterhin achten wir darauf, dass Ihr Portfolio Anlageklassen enthält, die sich unabhängig voneinander entwickeln. Dies reduziert das Risiko. So können mögliche Verluste der einen Anlageklassen durch mögliche Gewinne einer anderen Anlageklasse ausgeglichen werden. Im Rahmen unseres Portfoliokonstruktionsprozesses prüfen wir, wie gut die individuellen Investments zusammen passen. Dabei brechen wir jeden einzelnen Fonds in seine individuellen Bestandteile auf. Auf diese Weise können wir die beste Passung eines Fonds innerhalb der von uns ausgewählten Anlageklasse bestimmen.

      Fazit: Sparbuch und Tagesgeld waren gestern. Klug und umsichtig anlegen ist das neue Sparen. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) bieten hierbei kostengünstige Möglichkeiten für jeden Sparer- und Anlegertyp. Als Robo-Advisor stellen wir für Sie das zu Ihnen passende Portfolio zusammen und kümmern uns um dessen Verwaltung. Sie können jederzeit prüfen, ob wir unseren Job als digitaler Vermögensverwalter zu Ihrer Zufriedenheit erledigen, indem Sie sich bei Whitebox einloggen und die Wertentwicklung Ihres Portfolios auf Ihrem PC, Tablet oder Smartphone verfolgen. Darüber hinaus haben Sie einen Einblick in sämtliche Transaktionen, die wir für Sie tätigen, und die Kosten, die für Sie bei der Vermögensverwaltung entstehen. Haben Sie noch Fragen? Dann besuchen Sie unser Portal oder melden sich gerne bei uns!

      SONDERVERMÖGEN

      Wie bei herkömmlichen Fonds auch, so handelt es sich bei ETFs beim Anlagekapital rechtlich gesehen um Sondervermögen. Dieses muss nach EU-Recht getrennt vom Vermögen der Investmentgesellschaft verwaltet werden. Dadurch ist das Sondervermögen im Insolvenzfall vor dem Zugriff der Investmentgesellschaft oder ihrer Gläubiger geschützt. Es gehört also nicht zur Konkursmasse, sodass ein Ausfallrisiko ausgeschlossen ist.

      Mehr zum Thema Robo-Advisor finden Sie hier.