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Sparanlagen: sicher und gewinnbringend investieren | Whitebox

Sparanlagen: Geld sicher und gewinnbringend investieren

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
10. März 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Die Gesetze des Geldvermehrens haben sich grundlegend geändert: Seit die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf null Prozent gesetzt hat, haben die klassischen Sparanlagen ausgedient. Um das Ersparte dennoch sicher und profitabel anzulegen, gibt es aber Alternativen. Und: Mindestens so wichtig wie die passenden Anlagevarianten ist eine ausgewogene Strategie.

      Das Wichtigste auf einen Blick:

      • Die anhaltende Niedrigzinsphase reduziert den Wertzuwachs bei klassischen Sparanlagen praktisch auf null.
      • Die Anlage dort ist zwar sicher, aber die Verzinsung in der Regel deutlich unterhalb der Inflationsrate.
      • Möchten Sie einen höheren Gewinn erzielen, müssen Sie auf andere Wertanlagen setzen.
      • Je länger und breiter Sie Ihr Geld anlegen, desto besser können Sie Risiken und Schwankungen ausgleichen.
      • Um Sicherheit und Rendite miteinander zu verbinden, können Sie einen Mix aus festverzinslichen Anlagen mit gewinnträchtigeren (aber dafür auch risikoreicheren) Papieren gestalten.

      Die meisten Menschen wollen ihr Erspartes sicher vermehren. Bis vor einigen Jahren war das problemlos möglich: Mit klassischen Sparanlagen vermieden sie jedes Risiko – und nach einigen Jahren erzielten sie eine solide Rendite.

      Das hat sich grundlegend geändert. Nach der Finanz- und Staatsschuldenkrise hat die Europäische Zentralbank (EZB) im März 2016 die Leitzinsen im Euroraum auf ein Rekordtief von null Prozent gesenkt. Seitdem bieten Kreditinstitute nur sehr niedrige Zinssätze auf ihre Anlagen an. Viele erheben sogar einen Minus- oder Negativzins: Sie lassen sich die Einlagen von ihren Kunden bezahlen.

      Obendrein betrug die Inflation im Euroraum Ende 2019 1,3 Prozent, für 2020 geht die EZB von 1,5 Prozent aus. Liegt die Zinshöhe einer Sparanlage darunter, wird das angelegte Geld nicht mehr, sondern weniger. Nicht zu sparen, ist aber auch keine Alternative. Denn dann verliert das Geld automatisch (noch mehr) an Wert. Dazu ein Rechenbeispiel: Bei einer Inflation von 1,5 Prozent sind 50.000 Euro nach fünf Jahren noch knapp 46.500 Euro wert, nach zehn Jahren etwas mehr als 43.000 Euro und nach 20 Jahren nur noch gut 37.000 Euro.

      Was genau ist eine Sparanlage?

      Generell bedeutet der Begriff Sparanlage, dass Kunden einem Kreditinstitut ihr Geld für eine bestimmte Zeit zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie einen Zins mit einer vertraglich vereinbarten Höhe, der die Vermehrung ihres Geldes ermöglicht. Die Höhe hängt von der Art der Sparanlage ab (zum Beispiel von der Laufzeit und ob bzw. in welchem Umfang der Anleger während der Laufzeit auf das Kapital zugreifen kann).

      Welche sind die klassischen Sparanlagen?

      Sparbuch

      Das Sparbuch ist der Klassiker unter den Sparanlagen. Als Sparer bestimmen Sie dabei selbst, wann und wie viel Geld Sie darauf einzahlen. Sie können Beträge regelmäßig oder einmalig überweisen oder wenn Sie größere Summen entbehren können. Bei einem Sparbuch müssen Sie als Anleger keine festen Laufzeiten einhalten. Sie können auch wieder Geld abheben, meist bis zu 2.000 Euro im Monat. Benötigen Sie höhere Summen, müssen Sie das Sparbuch mit einer Frist von drei Monaten kündigen. Gebühren fallen keine an. Ab dem ersten Tag verzinst das Kreditinstitut die Einlagen und schreibt den Ertrag immer am Ende des Jahres auf dem Sparbuch gut. Aber: Die Zinshöhe orientiert sich am Leitzinssatz der EZB – und liegt daher aktuell nahe null Prozent. Daher lohnt sich die Anlage auf einem Sparbuch derzeit nicht.

      Sparbrief

      Diese Form der Sparanlage empfiehlt sich eher mittel- und langfristig. Die Einlage wird dabei fest verzinst. Die Kreditinstitute zahlen zurzeit allerdings auch hier in der Regel nur 0,1 bis 0,2 Prozent, im Idealfall bis zu einem Prozent. Anleger können einen Sparbrief zu unterschiedlichen Summen und Konditionen kaufen. Er hat verschiedene Laufzeiten. Am Ende wird das Kapital automatisch fällig und auf das Konto der Sparer überwiesen. Wie bei dem Sparbuch fallen auch bei dieser Anlageform keine Kosten an.

      Festgeld

      Ein Festgeldkonto ist wie ein Sparbrief für Sie als Anleger geeignet, wenn Sie eine gewisse Zeit auf Ihr Geld verzichten können und es sicher anlegen möchten. Denn Sie erhalten feste Zinsen für die gesamte Laufzeit. Viele Kreditinstitute bieten standardisierte Laufzeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren. Je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen. Das angelegte Geld ist also unabhängig von Zinsschwankungen. Der Preis dafür ist jedoch eine geringere Flexibilität. Zudem bewegen sich die Zinssätze auch bei dieser Sparanlage meist unterhalb der aktuellen Inflationsrate.

      Tagesgeld

      Das Tagesgeldkonto ist so flexibel wie ein Girokonto. Im Gegensatz zum Festgeldkonto können Sie als Sparer jederzeit auf ihr Geld zugreifen, denn es gibt keine Sperr- oder Kündigungsfrist. So eignet sich Tagesgeld vor allem, um Geld kurzfristig zu parken und eine Reserve zurückzulegen. Der Zinssatz ist nicht festgelegt und die Kreditinstitute können ihn jederzeit ändern. Doch auch für Tagesgeld befinden sich die Ertragsmöglichkeiten auf einem Rekordtief. Viele Kreditinstitute zahlen gar keine Zinsen mehr. Eines der besten Angebote beträgt derzeit gerade einmal 0,45 Prozent.

      Welche Alternativen gibt es?

      Die geringe Rendite der klassischen Sparanlagen schreckt Sie ab? Aber Aktien sind Ihnen trotz der oft hohen Kursgewinne und der meist stabilen Entwicklung an den Börsen zu unsicher? Damit mehr aus Ihrem Ersparten wird, ohne ein zu großes Risiko einzugehen, haben Sie mehrere Alternativen:

      • Festverzinsliche Wertpapiere
      • Immobilien
      • Exchange Traded Funds (ETFs)

      Festverzinsliche Wertpapiere

      Diese Anlagen mit einer festen Laufzeit bringen regelmäßig Zinsen, deren Höhe der Herausgeber (Emittent) vorher festlegt. Herausgeber festverzinslicher Wertpapiere wie etwa Anleihen können Staaten oder Unternehmen sein. Festverzinsliche Wertpapiere haben Laufzeiten von wenigen Monaten bis zu einigen Jahrzehnten. Anleger, die ihr Kapital vor dem Ende der Laufzeit benötigen, verkaufen die Papiere zum tagesaktuellen Kurs an der Börse.

      Festverzinsliche Wertpapiere gelten vor allem dann als sicher, wenn der Emittent ein gutes Rating hat, sprich: wenn er gut bewertet ist. Dann kann man davon ausgehen, dass das Ausfallrisiko gering ist. Aber auch hier gilt: Je sicherer, desto geringer die Zinsen.

      Immobilien 

      Immobilien bieten mehrere Möglichkeiten der Geldanlage:

      • selbstgenutzte Gebäude,
      • vermietete Gebäude und
      • Immobilienfonds.

      Häuser stehen auf festem Fundament, heißt es. Eine Immobilie bietet als Anlageform eine hohe Sicherheit, da sich der materielle Wert der Gebäude kaum verändert. Zugleich steigt ihr Marktwert je nach Lage kontinuierlich. Langfristig betrachtet ist auch die Eigennutzung einer Immobilie lukrativ, vor allem als Baustein für die Altersvorsorge. Anstatt über viele Jahre Miete zu zahlen, zahlen Immobilienbesitzer monatlich ihr Zuhause ab. Im Alter haben sie dann sehr geringere Wohnkosten (vorausgesetzt, die Immobilie ist bis dahin schuldenfrei).

      Eine vermietete Immobilie verschafft ihren Besitzern regelmäßige Einnahmen. Vorausgesetzt, die Miete liegt über den Ausgaben der Vermietung (und der Abzahlung eines Kredits für die Anschaffung). Daher sollten Sie vor einer Investition unbedingt prüfen: Wie beliebt ist die Gegend? Wie entwickeln sich Mieten und Nebenkosten? Wie hoch sind potenzielle Instandhaltungskosten? Und: Gibt es eine gesetzliche Mietdeckelung?

      Wer sich die Investition in eine Immobilie nicht leisten kann oder die Abzahlung eines Kredits scheut, hat eine weitere Alternative: Immobilienfonds. Mit dem Geld mehrerer Anleger finanzieren sie unterschiedliche Projekte wie Einkaufszentren, Hotels oder Seniorenheime. Mittlerweile gehören auch immer öfter Wohnimmobilien dazu. Die Mieteinnahmen und die Wertsteigerung bei Verkauf bilden die Rendite für die Anleger.

      ETFs

      Seit einigen Jahren sind unter Anlegern ETFs sehr beliebt, da viele von ihnen höhere Renditen erzielen als die klassischen Sparanlagen. Der Begriff ETF steht für Exchange Traded Fund, das heißt soviel wie börsengehandelter Fonds. Ein ETF bildet einen Börsenindex wie den Deutschen Aktienindex (DAX), den japanischen Nikkei-Index oder den europäischen EURO STOXX 50 nach. Ebenso gibt es repräsentative Indizes für fast alle weltweiten Aktienmärkte, aber auch für verschiedene Anlageregionen wie Osteuropa, Südostasien oder Lateinamerika, verschiedene Aktienklassen wie Standard- und Nebenwerte und für einzelne Branchen wie Technologieaktien oder Finanztitel. Auch für Anleihenmärkte gibt es eine Fülle repräsentativer Indizes.

      Da die Entwicklung eines ETF immer mit dem entsprechenden Index verbunden ist, kann er auch Verluste machen: Steigt der Index, legt der ETF-Wert zu – sinkt er, verliert auch der ETF. Aber da ETFs im Vergleich zu einer Investition in Einzeltitel bereits für kleine Anlagebeträge eine Risikoverteilung auf eine Vielzahl an Basiswerten bieten, reduziert sich das Verlustrisiko.

      Ein weiterer Vorteil: Die Gebühren sind meist günstiger als bei anderen Anlagen, da die ETFs Indizes nachbilden und keine Fondsmanager benötigen. Deshalb werden sie oft als „passiv gemanagt“ bezeichnet. Als digitaler Vermögensverwalter bietet Whitebox ETF-Portfolios über viele Länder, Sektoren und Anlageklassen hinweg an. Damit können Sie als Anleger individuell festlegen, wie viel Risiko Sie eingehen wollen.

      Als Experten managen wir Ihre Geldanlage so aktiv wie nötig und so passiv wie möglich – unterstützt durch technische Algorithmen und auf Basis eines Value-Ansatzes mit passiven Produkten. Dadurch profitieren Sie als Anleger von mehr Rendite bei gleichem Risiko zu einem Bruchteil der sonst üblichen Kosten.*

      Wie kann ich trotzdem eine attraktive Rendite erzielen?

      Wenn Ihnen Sicherheit genauso wichtig ist wie Rendite, ist Diversifikation der richtige Ansatz. Diversifikation heißt, die Anlage Ihres Ersparten zu streuen. So entsteht Ihr individuelles Portfolio. Dabei beinhaltet ein gut diversifiziertes Portfolio je nach Risikoneigung sowohl sichere als auch risiko- und renditereichere Sparanlagen.

      Denn durch die Streuung können Sie Kursschwankungen und Risiken auffangen. Whitebox stellt für Sie ein Portfolio zusammen, das Ihrem Bedürfnis nach Sicherheit ebenso entgegenkommt wie Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Renditewunsch. Machen Sie den Test: In unserem Anlageprozess können Sie zu Beginn Ihre Ziele mit individuellen Risikoprofilen definieren und sich einen unverbindlichen Anlagevorschlag erstellen lassen.

      * Aus der bisherigen Wertentwicklung lassen sich keine Aussagen über die zukünftige Wertentwicklung ableiten. Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.