Corona-Update:  >> Jetzt Einstiegschancen nutzen! Beachten Sie auch unsere >> aktualisierten FAQs

Jetzt anlegen
Menu
Jetzt anlegen
Spartipps: Vermögensaufbau ist kein Kunststück I Whitebox
Geldanlage | 6 min

Spartipps: Sparen und Vermögensaufbau sind kein Kunststück

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
2. Januar 2020
Inhaltsübersicht einblenden
Inhaltsübersicht ausblenden

Inhaltsverzeichnis

      Mit ein paar einfachen Regeln können Sie über Jahre hinweg Ihr Geld vermehren. Hier finden Sie die besten Spartipps und Tipps zum Geldsparen und Investieren. 

      Wenn Eltern ihren Kindern erklären wollen, wie sie am besten Geld sparen, hören die Kleinen oft Dinge wie: „Gib dein Geld nicht für unnütze Sachen aus!“, „Bring es zur Bank. Dann kommst du nicht so schnell in Versuchung, es auszugeben!“ Oder: „Du hast doch schon so viel Spielzeug. Du brauchst doch gar keine neues!“ Lässt man die gut gemeinten Ratschläge als Erwachsener einmal sacken, wundert man sich womöglich über sich selbst. Dies sind genau die Dinge, die Erwachsene oft selbst oft nicht beherzigen.

      Sparen statt konsumieren

      Wer sich den superteuren Premium-Grill kauft, obwohl er ihn vielleicht nur einmal im Jahr anwirft, der sollte sich fragen, ob das nicht pure Geldverschwendung ist. Wer schon ein Dutzend Jacken im Kleiderschrank hängen hat, braucht nicht unbedingt ein neues Prachtstück – auch wenn es noch so toll aussieht. Und wer ständig eine Menge Bargeld in seinem Portemonnaie mit sich herumträgt, anstatt es „safe“ auf seinem Konto zu deponieren, weiß vielleicht nicht den Wert dieses Gutes zu schätzen.

      Geld sparen beginnt im Alltag damit, weniger Geld auszugeben. Ob für Klamotten, Autos, Energieanbieter, Versicherungen, Lebensmittel oder für den Urlaub: Mit einer guten Portion Selbstdisziplin und festem Willen können Sie Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr mehr auf der hohen Kante haben. Kurzum: Durch weniger Konsum oder zumindest mithilfe von Preisvergleichen, die im Online-Zeitalter im Handumdrehen erledigt werden können, regeln Sie die Kostenschraube zu Ihrem Vorteil.

      Sie wissen schon: Kleinvieh macht auch Mist. Das gilt eben auch für die Geldanlage. Kennen Sie die Geschichte vom Josephspfennig und dem Zinseszins? Es ist ein Gedankenexperiment, das auf den britischen Philosophen, Geistlichen und Ökonom Richard Price (1723-1793) zurückgeht. Die Story: Nach Jesus Geburt überlegt dessen Vater Joseph, welches kostbare Geschenk er seinem Sohn machen könnte. Joseph bekommt von einem Kaufmann den Ratschlag, für Jesus einen Pfennig anzulegen und niemals anzurühren, weil durch den Zinseszinseffekt ein stattliches Vermögen entsteht. Josef ging zur Bank, wo ihm eine Verzinsung von fünf Prozent pro Jahr angeboten wurde. Er eröffnete ein Sparkonto und zahlte sogleich einen Pfennig ein. Das Sparbuch gab er Jesus mit der Auflage, dieses zu hüten wie einen Schatz.

      Der gigantische Zinseszinseffekt

      Angenommen, das Geld hätte bis in unsere moderne Zeit auf der Bank gelegen, käme man auf eine unvorstellbare Sparsumme. Im Jahr 300 hätten Josephs Nachfahren bereits über 20.000 Euro auf dem Konto gehabt. Im Jahr 500 wären es 393 Millionen Euro gewesen. (Um die Beträge ab dieser Marke für den menschlichen Geist fassbar zu machen, rechnen Ökonomen dann mit Erdkugeln aus Gold.) Durch das exponentielle Wachstum wäre Mitte des 18. Jahrhunderts bereits ein Wert von einer Million goldener Erdkugeln erreicht. Im 20. Jahrhundert dann eine Milliarde. Im Jahr 2012 wären es unglaubliche 58 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold gewesen. Grund für das exponentielle Wachstum ist der Zinseszins-Effekt. Hätte Joseph sich seinen Zinsgewinn jedes Jahr auszahlen lassen, würde sein Guthaben heute gerade einmal 1,01 Euro betragen.

      Gut, kein Mensch kann sein Geld 2.000 Jahre auf dem Konto liegen lassen. Über die Anzahl der Erden, die das Vermögen heute in Gold füllen würde, gibt es zudem unterschiedliche Angaben. Die Moral von der Geschichte ist aber klar: Wer sein Geld geschickt anlegt und den Zinseszinseffekt nutzt, kann auf Dauer eine Menge Geld sparen. Leider gibt es auf festverzinsliche Anlagen wie Sparbuch, Tagesgeld und Staatsanleihen der Bundesrepublik schon länger keine nennenswerten Zinsen mehr. Aber es gibt einige Spartipps, mit denen Sie als Anleger über Jahre hinweg ein ordentliches Sümmchen ansparen können.

      Tipp 1: Achten Sie auf die Nebenkosten!

      Beim Josephspfennig spielen Nebenkosten keine Rolle. In der wirklichen Anlagewelt ist dies jedoch anders. Ob Gebühren für Depotverwaltung, Transaktionen oder für den Kauf von Finanzprodukten: Überall können die Fallstricke solcher Kosten lauern. Eine clevere und kostengünstige Möglichkeit zu investieren bieten börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds). Sie bilden ganz einfach einen Index, beispielsweise den DAX, nach. Fondsmanager kaufen und verkaufen nicht ständig Positionen und müssen demzufolge kein aktives – kostspieliges – Management betreiben. Mit ETFs können Sie weltweit in ganz unterschiedliche Märkte und Regionen investieren. Mit einem ETF auf den MSCI World setzen Sie zum Beispiel mit einem einzigen Produkt auf mehr als 1.600 Aktien rund um den Globus.

      Tipp 2: Bestimmen Sie Ihr Rendite-Risiko-Profil!

      Bevor Sie jetzt munter drauf loslegen und Ihr Geld investieren, sollten Sie sich zunächst einmal Gedanken über Ihre eigentlichen Anlagevorstellungen machen. Sind Sie eher der sicherheitsorientierte Typ, der Verluste in jedem Fall vermeiden will und dafür bereit ist, auf größere Renditechancen zu verzichten? Oder sind Sie bereit, gewisse Risiken einzugehen, um Ihre Renditechancen zu erhöhen? Ob Sie letztlich ihr Geld konservativ sparen oder offensiv anlegen, hängt aber auch mit Ihrem Sparziel zusammen: Wenn Sie zum Beispiel in fünf Jahren ein neues Auto kaufen wollen und Sie wissen, welchen Betrag Sie dafür benötigen, liegt es nahe, das Geld sicher anzulegen. Früher wäre dazu ein Tagesgeldkonto ideal gewesen. Alternativ können Sie heute in festverzinsliche Papiere wie Staats- und Unternehmensanleihen investieren, deren Emittenten bonitätsstark sind. Gewiss, Letzteres ist riskanter und etwas komplexer als Sparbuch und Tagesgeld. Mit ETFs können Sie bereits mit einem Produkt auf hunderte oder gar tausende Anleihen setzen und somit Ihr Risiko breit streuen. Wenn Sie hingegen in den kommenden Jahren nicht auf Ihr Kapital zugreifen müssen und jährliche Renditen von vier, fünf Prozent oder mehr anvisieren, dann könnten Aktien-ETFs etwas für Sie sein. Auf lange Sicht haben Aktien von soliden und rentabel wirtschaftenden Unternehmen gute Chancen, an Wert zu gewinnen.

      Tipp 3: Spielen Sie verschiedene Szenarien durch!

      Egal, für welche Art der Geldanlage Sie sich entscheiden: Wichtig ist, was am Ende dabei herauskommt. Eine alte Investmentregel gilt dabei für immer und ewig: Je größer das Verlustrisiko, desto höhere Gewinne sind möglich. Bei Whitebox können Sie zwischen den Risikostufen 1 (sicherheitsorientiert) bis spekulativ (10) auswählen. Ihre Auswahl muss dabei zu Ihrem Anlageziel passen. Je nach Risikostufe schlägt Ihnen Whitebox ein Portfolio vor, das sich vor allem aus ETFs zusammensetzt. Per Simulationen und Wahrscheinlichkeitsrechnung errechnet der Robo-Advisor entsprechend der Risikostufe eine realistische Rendite. Beispielsweise könnte das Portfolio bei Stufe 3 eine jährliche Rendite von drei Prozent erzielen. Das wäre schon deutlich mehr, als Sie derzeit mit „risikolosen Zinsinvestments“ wie Bundesanleihen erreichen können. Bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro und einem Anlagezeitraum von fünf Jahren ergeben sich samt Zinseszinsen folgende Szenarien, die Sie sich auch über einen Online-Renditerechner ansehen können: Bei einem Zinssatz von 0,5 Prozent erhalten Sie rund 10.253 Euro. Bei einem Zinssatz von drei Prozent wären es rund 11.593 Euro, also 1.340 Euro mehr. 

      Übrigens: Faktisch hat das Geld aufgrund der Inflation künftig eine geringere Kaufkraft als heute. Bei 10.000 Euro sind dies bei einer jährlichen Inflationsrate von 1,5 Prozent in fünf Jahren rund 9.283 Euro. Damit gelangen Sie bei einem jährlichen Zinssatz von 0,5 Prozent deutlich in die Verlustzone.

      Tipp 4: Wählen Sie ETFs mit Zinseszinseffekt!

      Wenn Sie im Sinne des Josephspfennigs auf den Zinseszinseffekt schwören, können Sie diese Strategie auch mit Indexfonds verfolgen. So gibt es ausschüttende und thesaurierende ETFs. Erstere schütten Dividenden und Zinszahlungen an ihre Anleger aus. Thesaurierende ETFs hingegen legen diese Erträge für die Anteilseigner in neue Fondsanteile an, sodass sich ein Zinseszinseffekt ergibt. In beiden Fällen unterliegen die Erträge der Abgeltungssteuer. Welche Variante für Sie sinnvoller ist, hängt davon ab, ob Sie regelmäßige Ertragsausschüttungen wünschen oder benötigen. Sollte das nicht der Fall sein, bietet der Zinseszinseffekt thesaurierender Fonds langfristig orientierten Anlegern in der Regel einen geldwerten Vorteil. Denken Sie immer daran: Geld sparen beginnt mit „Kleinvieh“ und damit mit den oft vermeintlich unscheinbaren Dingen!

      Tipp 5: Zahlen Sie in einen Sparplan ein!

      Sie glauben, dass nur wohlhabende Anleger in Fonds investieren können? Das stimmt nicht! Sie können bereits mit kleinen Summen wie zum Beispiel 25 Euro monatlich in einen Fonds investieren. Dies nennt sich Fondssparen. Über Jahre hinweg können Sie somit von den Märkten profitieren. Beispielsweise indem Sie in einen Aktienfonds einzahlen. Ein Großer Vorteil ist: Sie umschiffen damit das Timing-Problem. Sie brauchen nicht ständig zu überlegen, ob jetzt der beste Einstiegsmoment für Aktien gekommen ist oder nicht. In schwachen Kursphasen erhalten Sie mehr Fondsanteile als in Bullenmärkten. Ob Sie nun scheibchenweise in einen Fonds einzahlen oder auch nicht: Das Wichtigste ist, dass Sie Ihr Geld investieren, anstatt es auf der Bank oder – noch schlimmer – daheim unterm Kopfkissen aufzubewahren. 

      Tipp 6: Finden Sie einen vertrauensvollen Vermögensverwalter!

      Da Sie Ihr Geld im Grunde nur noch über die Börse rentabel investieren können, liegt es nahe, Profis zu finden, die sich an den Märkten auskennen und die Kunst der Zusammenstellung eines sinnvollen Portfolios beherrschen. Dann müssen Sie sich nicht selbst ständig mit den Finanzmärkten und den Details der verschiedenen Investmentprodukte befassen. Denn für Privatanleger ist es oft schwierig, Strategien und die dazu passenden Portfolios zu entwickeln. Whitebox prüft im Rahmen der Portfoliokonstruktionen, wie Ihre Rendite- und Risikovorstellungen mit den entsprechenden Investmentmöglichkeiten zusammenpassen. Wir brechen die Fonds in ihre individuellen Bestandteile auf. Auf diese Weise können wir die beste Passung eines Fonds innerhalb der von uns ausgewählten Anlageklasse bestimmen. Über die Entwicklung Ihrer Geldanlage und die für Sie entstehenden Kosten können Sie sich jederzeit auf unserem Internetportal informieren. 

      Fazit: Sie müssen kein Investmentprofi sein, um klug und diversifiziert Ihr Geld zu sparen und anzulegen. Wenn Sie wissen, für welchen Zweck, wie lange und mit welchem Risiko Sie Ihr Kapital investieren wollen, ist dies schon mal der erste wichtige Schritt zu einer erfolgsversprechenden Geldanlage. Probieren Sie es einfach aus und erfahren Sie bei uns, welcher Anlagetyp Sie sind und welche Renditen mit dem auf Sie zugeschnittenen Portfolio möglich sind!

      Mehr zum Thema Robo-Advisor finden Sie hier.