Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser!

Wir vermuten, dass sie einen veralteten Browser verwenden, der mit unserem Dienst leider nicht kompatibel ist. Im Folgenden haben wir Ihnen Links zu aktuellen Browsern bereitgestellt:

Aktien

Schnell mal danebengegriffen: Hilft Stockpicking?

Wenn wir ehrlich sind: Stockpicking hört sich doch erst einmal nicht schlecht an. Die Idee: der Investor fischt bei dieser Anlagestrategie genau jene Aktien heraus, die sich nach seiner Einschätzung besser als der Gesamtmarkt entwickeln werden. Perfekt, oder? Denn bezahlt man seinen Bankberater oder Vermögensberater nicht auch, weil er einen ganz besonderen Riecher hat – und hoffentlich auch mehr weiß als andere? Weil er die vielversprechendsten Aktien pickt? Sie genauer als andere analysiert und ihre Gewinnaussichten besser einschätzen kann?

„Der hat schon verloren“

In Wahrheit gelingt es kaum jemandem, genau diese Aktien herauszufischen. Ganz trocken hat das Christoph Kaserer, Professor für Finanzmarktmanagement und Kapitalmärkte an der TU München, in einem Zeitungsinterview ausgedrückt: „Wer glaubt, dass er durch die Auswahl einzelner Aktien und den ständigen Handel an der Börse dauerhaft den Markt schlagen kann, hat schon verloren“.

Die Zahl der wirklichen Gewinner ist verschwindend gering

Auch zahlreiche Studien zeigen: Weder Profis noch Laien sind mit dieser Strategie nachhaltig erfolgreich. Das Risiko von Stockpicking zeigt sich in einer Untersuchung von J.P. Morgan Asset Management  besonders deutlich. Der Vermögensverwalter hat die Renditen einzelner Titel im US-Index Russell 3000 zwischen 1980 und 2014 verglichen. Das ernüchternde Ergebnis: Die wirklichen Gewinner sind rar gesät: Gerade einmal sieben Prozent schlugen den Index wirklich deutlich. Es gibt glorreiche Gewinner – aber nur in einer sehr kleinen Anzahl (siehe Grafik). Im Mittel schnitt eine einzelne Aktie ganze 54 Prozent schlechter ab als der Index.

Quelle: J.P. Morgan

Diesem Glücksspiel wollen wir die Gelder unserer Kunden nicht aussetzen. Darum setzt Whitebox auch nicht auf einzelne Aktien. Stattdessen investieren wir über sogenannte ETFs in ganze Aktienmärkte (und dazu noch in andere Anlageklassen wie Anleihen oder Rohstoffe, siehe hier LINK). Der Vorteil dieser passiven Fonds: Das Risiko verteilt sich auf eine Vielzahl von Werten.

© WHITEBOX, 01.12.2016

Foto: Priscilla Du Preez / Unsplash