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Investieren mit passiven Fonds: FAQs rund um das Thema ETFs | Whitebox

Investieren mit passiven Fonds: FAQs rund um das Thema ETFs

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
10. September 2020
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Inhaltsverzeichnis

ETFs sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Nicht nur deshalb, sondern aufgrund ihrer vielen Vorteile setzen wir unsere Anlagestrategie mittels ETFs um. Auch wenn ETFs grundsätzlich als leicht verständlich gelten, haben viele Anleger doch noch die eine oder andere Frage. Daher haben wir nachfolgend die wichtigsten Fragen für Sie gebündelt.

ETFs


1. Was ist ein ETF?

Exchange-Traded-Funds, kurz ETFs, sind passive Fonds, die an der Börse gehandelt werden. Die größten und gängigsten ETFs sind Indexfonds, die Marktindizes abbilden, etwa den Dax. Anders als aktiv gemanagte Fonds zielen sie also nicht darauf ab, den Markt zu schlagen.

2. Kann man mit ETFs Geld verdienen?

Ja! Davon sind wir überzeugt, sonst würden wir ETFs nicht empfehlen. Konkrete Versprechungen können wir natürlich nicht machen. Wir haben aber bei der Konstruktion unserer Portfolios eine erwartete Rendite, die von etwa 2 Prozent in der niedrigsten Risikostufe bis etwa 6 Prozent in der höchsten reicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie jedes Jahr mit dieser Rendite rechnen können. Wir gehen vielmehr im langjährigen Durchschnitt von dieser Rendite aus.

3. Welche ETFs gibt es?

ETFs gibt es für Aktien, Anleihen und andere Anlageklassen wie Rohstoffe, Infrastrukturinvestments oder Immobilien. Die ersten ETFs haben klassische Aktienindizes wie den S&P 500, den Euro Stoxx 50 oder den Dax abgebildet. Mittlerweile ist die Palette riesig: Es gibt kaum noch einen Anlagebereich weltweit, den Sie nicht über ETFs abdecken können. Zum Teil werden dafür auch eigene Indizes entwickelt.

4. Was sind die besten ETFs?

„Die Besten“ gibt es nicht! Es kommt immer darauf an, was zu Ihnen passt. Die Lösungen, die wir anbieten, richten sich nach verschiedenen Faktoren wie etwa Ihren finanziellen Verhältnissen, Ihrer persönlichen Risikobereitschaft sowie Ihren Anlagezielen und dem Anlagezeitraum. Abgesehen davon zeichnen sich „gute“ ETFs unter anderem dadurch aus, dass sie den Index möglichst genau abbilden sowie eine hohe Liquidität und eine geringe Gesamtkostenquote aufweisen.

5. Wie investiere ich in einen ETF?

Um in ETFs zu investieren, benötigen Sie ein gebührenpflichtiges Wertpapierdepot bei einem Kreditinstitut oder einem Online-Broker. Das muss kein spezielles ETF-Depot sein. In einem solchen Depot können Sie neben ETFs vielmehr auch andere Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen verwalten. Aufträge für den Kauf oder Verkauf von ETFs können Sie heute in der Regel schnell und einfach über das Internet an Ihr Kreditinstitut oder Ihren Online-Broker erteilen. Wenn Sie Kunde bei Whitebox werden, eröffnen wir ein entsprechendes Konto für Sie bei unserer Partnerbank, der flatex Bank – und übernehmen in diesem Zuge auch alle Formalitäten für Sie.

6. Was ist der Vorteil von ETFs im Vergleich zu Aktien?

Bei ETFs handelt es sich um Investmentfonds, die einen Index abbilden, der wiederum eine ganze Reihe von Einzelwerten repräsentiert. Das bietet vor allem den Vorteil der Diversifikation. Denn: Sie setzen damit nicht nur auf ein Wertpapier, sondern auf viele. Wollten Sie ein gleichermaßen diversifiziertes Portfolio über den Einzelkauf von Aktien darstellen, wäre das viel mühsamer – und teurer.

7. Welchen Vorteil haben Aktien-ETFs im Vergleich zu aktiv gemanagten Aktienfonds?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es nur den wenigsten aktiven Portfolioverwalter gelingt, den Markt zu schlagen. Außerdem sind ETFs, die ja „nur“ den Markt abbilden wollen, viel günstiger: So liegen die Verwaltungsgebühren bei ETFs, die gängige Aktienindizes nachbilden, im Schnitt unter 0,5 Prozent. Aktiv gemanagte Aktienfonds bringen oft Gebühren von 1,5 Prozent oder mehr mit sich. Zusätzlich entfallen beim Kauf von ETFs die Ausgabeaufschläge, die Sie als Anleger von aktiv gemanagten Fonds zahlen müssen. Dieser Kostenunterschied macht sich langfristig stark bemerkbar.

8. Wie kann ich Geld digital in ETFs anlegen?

Am besten ist es, sich ein diversifiziertes Portfolio zusammenzustellen bzw. zusammenstellen zu lassen. Diese Aufgabe kann heutzutage auch digital – und damit einfach, schnell und kostengünstig – erfolgen, zum Beispiel über Robo-Advisor oder digitale Vermögensverwalter wie Whitebox. Das ist ganz einfach: Vorab beantworten Sie online einige Fragen und erstellen ein Profil, das Auskunft über Aspekte wie Anlagehorizont und Risikobereitschaft gibt. Der Robo-Advisor wertet die Angaben aus und unterbreitet Ihnen dann einen Anlagevorschlag. Je nach Erlaubnis und Anlagekonzept müssen Sie diesen Anlagevorschlag entweder selbst in die Tat umsetzen oder lassen dies direkt vom Anbieter machen. Bei Whitebox erhalten Sie alles aus einer Hand – inklusive Eröffnung der Konten, Erstellung des Portfolios und aktiver Vermögensverwaltung.

9. Kann ich auch über einen Sparplan in ETFs investieren?

Ja, das ist möglich! Online-Broker bieten solche Sparpläne für ganz unterschiedliche ETFs an – und zwar bereits ab geringen regelmäßigen Beträgen. Bei Whitebox liegt die kleinste Rate für Sparpläne – wenn Sie einmal die Mindestanlagesumme von 5.000 investiert haben – zum Beispiel bei nur fünf Euro. Allerdings: Im Gegensatz zu „herkömmlichen“ ETF-Sparplänen, bei denen Sie monatlich in einen einzelnen ETF investieren, sparen Sie bei Whitebox regelmäßig in das breit diversifizierte ETF-Portfolio, das wir entsprechend Ihres individuellen Rendite-Risiko-Profils zusammengestellt haben. Sie können die Raten übrigens jederzeit ändern.

10. Welcher ETF passt für welchen Sparplan?

Entscheidend dafür, welcher ETF für Ihren Sparplan passt, sind Ihre finanziellen Verhältnisse, Ihre persönliche Risikobereitschaft sowie Ihre Anlageziele und der Anlagezeitraum. Das müssen Sie auch nicht selbst entscheiden: Whitebox verfolgt den Ansatz des zielbasierten Anlegens. Das bedeutet, dass Sie sich nicht mit Meinungen zu Märkten, Anlageklassen oder der Frage nach dem richtigen ETF befassen müssen. Wir fragen Sie vielmehr, was Sie mit Ihren Anlagen erreichen möchten bzw. wofür Sie das Geld anlegen und entwickeln daraus ein passendes Portfolio mit den passenden ETFs für Sie.

11. Wie hilft ein ETF-Sparplan dabei, Vermögen aufzubauen?

Mit Sparplänen können Sie, auch wenn Sie jeden Monat nur kleine Beträge ansparen, über die Jahre ein Vermögen aufbauen. Wichtig dabei ist, dass Sie auf ein global und breit diversifiziertes Portfolio setzen, um die Risiken zu streuen. Und Sie müssen eine Weile durchhalten – also mindestens zehn, besser fünfzehn Jahre. Denn Börsenanlagen sind generell auf mittel- bis langfristige Anlagehorizonte ausgelegt. Wer kurzfristig investiert, spekuliert. ETFs sind für Sparpläne besonders geeignet, da sie günstig und so bereits ab kleinen Summen zugänglich sind. 

12. Welche Rendite bringt ein ETF-Sparplan?

Das kommt auf ihren Anlagehorizont und Ihre Risikobereitschaft an. Feste Versprechungen können wir Ihnen natürlich nicht machen, wir haben bei der Konstruktion unserer Portfolios aber eine erwartete Rendite. Diese reicht von etwa 2 Prozent in der niedrigsten Risikostufe bis zu etwa 6 Prozent in der höchsten.

Wichtig zu wissen beim Thema Rendite ist in jedem Fall:

  • Renditechancen korrelieren immer mit dem Risiko. Wollen Sie also weit überdurchschnittliche Renditen erzielen, müssen Sie auch überdurchschnittliche Risiken eingehen.
  • Um eine Rendite zu beurteilen, sollten Sie einen möglichst langen Zeitraum betrachten, idealerweise über eine Hausse- und eine Baissephase hinweg.
  • Bei Vergleichen sollten Sie dieselbe Berechnungsgrundlage verwenden, also etwa Nettorenditen nur mit Nettorenditen und Bruttorenditen nur mit Bruttorenditen vergleichen.

In einem separaten Artikel erfahren Sie Näheres dazu, was Sie beim Vergleich von Renditen berücksichtigen sollten.

13. Mit welchen Kosten muss ich bei einem ETF-Sparplan rechnen?

Für einen ETF-Sparplan fällt in der Regel eine Gebühr für die monatliche Sparplanausführung an. Wie hoch diese ist, hängt davon ab, bei welchem Anbieter Sie den Sparplan abschließen. Einige Direktbanken bieten ETF-Sparpläne ohne Kaufkosten an. Dazu kommen die Verwaltungsgebühren für die ETFs, die aber gering sind.

14. Welche Vorteile bietet ein ETF-Sparplan gegenüber einer Einmalanlage?

Sparpläne haben diverse Vorteile:

  1. Sie können gleich starten, denn Sparpläne sind bereits mit kleinen Sparsummen möglich.
  2. Sie müssen sich nicht immer wieder kümmern, weil das Geld regelmäßig angelegt wird.
  3. Sie kommen nicht so schnell in Versuchung, die Sparsumme auszusetzen.
  4. Sparpläne sind sehr flexibel: Falls Sie doch einmal einen finanziellen Engpass haben, können Sie die Einzahlung aussetzen –oder im Notfall die erworbenen Wertpapiere sogar komplett verkaufen.

Oft wird auch auf den Cost-Average-Effekt verwiesen: Damit ist gemeint, dass Sie bei fallenden Kursen mehr und bei steigenden Kursen weniger Anteile erwerben. Wissenschaftlich nachgewiesen ist der Effekt und der Vorteil gegenüber Einmalanlagen aber nicht.

15. Wie hoch ist das Risiko bei der Anlage in einen ETF-Sparplan?

Diese Frage lässt sich so allgemein nicht beantworten. Inzwischen gibt es weit mehr als tausend ETF-Sparpläne, wobei der Schwerpunkt auf Aktien- und Anleihen-ETFs liegt. Kurzfristig ist das Risiko von Sparplänen mit Aktien-ETFs aufgrund der Volatilität am höchsten. Allerdings: Je längerfristig Sie mit Aktien sparen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kursdellen sich wieder glätten.

16. Meine Bank empfiehlt mir aktiv gemanagte Fonds und rät von ETFs ab. Warum?

Der Grund, dass Banken und Sparkassen weiterhin am liebsten zu aktiv gemanagten Fonds raten, ist ein einfach: Sie verdienen mehr daran. So erhalten sie, wenn sie aktiv gemanagte Fonds empfehlen, eine Vertriebsvergütung aus dem Ausgabeaufschlag und außerdem noch Bestandsprovisionen während der Haltezeit der Fonds. Diese werden aus der jährlichen Verwaltungsgebühr gespeist. Empfehlen Banken und Sparkassen ETFs, erhalten sie hingegen nur die Spesen für den Kauf, allerdings keine Bestandsprovisionen. Sie sollten sich also bewusst sein, dass Banken und Sparkassen nicht unabhängig beraten. Lassen Sie sich davon nicht irritieren und recherchieren Sie, wenn Sie möchten – vor allem zu den Renditen aktiv und passiv gemanagter Fonds. Die Studienlage ist eindeutig.

Robo-Advisor

17. Welche Anlagestrategie verfolgen Robo-Advisor?

Grundsätzlich verfolgen Robo-Advisor – wie Vermögensverwalter in der analogen Welt auch – ganz unterschiedliche Anlagestrategien. Manche von ihnen sind Vermögensverwalter, andere nur -berater. Manche bieten aktives Portfoliomanagement, andere setzen Ihr Portfolio initial einmalig auf und verändern daran über die Laufzeit nichts mehr. Manche betreiben langfristiges, andere nur kurzfristiges Risikomanagement. Gemeinsam haben jedoch nahezu alle Robo-Advisor, dass sie überwiegend über passive Produkte wie ETFs, also passiv gemanagte Fonds, investieren. Diese sind nicht nur günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Die meisten aktiven Fonds haben zudem in der Vergangenheit „den Markt“ entgegen ihren Versprechungen nicht schlagen können. Bei Robo-Advisor sind zudem die Prozesse anders als bei herkömmlichen Vermögensverwaltern: Anlageberatung, Anlagevermittlung und Vermögensverwaltung sind digitalisiert.

18. Warum investieren die meisten Robo-Advisor in ETFs?

Unabhängig davon, ob ein Fonds von einem Robo-Advisor vermittelt wird, gilt: Passiv gemanagte Fonds, also ETFs, haben im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds einige Vorteile:

  • Sie sind leicht zu verstehen, da sie einfach einen Index abbilden.
  • Sie sind transparent (Sie wissen immer, was „drinsteckt“).
  • Sie sind viel günstiger als aktiv gemanagte Fonds.

Zudem sind die meisten aktiven Fonds in der Vergangenheit daran gescheitert, ihrem Versprechen gerecht zu werden und den Markt zu schlagen.

19. Welchen Kostenvorteil bieten Robo-Advisor gegenüber privaten Vermögensverwaltern?

Robo-Advisor sind in jedem Fall günstiger, da Anlageberatung, Anlagevermittlung und Vermögensverwaltung digitalisiert sind. Oft bieten sie die Vermögensverwaltung einschließlich Produktkosten und Kosten der konto- und depotführenden Bank für rund ein Prozent der verwalteten Summe an, bei höheren Anlagevolumina sogar manchmal noch deutlich günstiger. Wichtig zu wissen: Die Gebühren hängen auch davon ab, ob der Robo-Advisor nur auf starre Musterportfolios setzt oder dauerhaft ein aktives und aufwändiges Portfolio- und Risikomanagement betreibt. Die Gebühren bei Whitebox betragen je nach Anlagevolumen zwischen 0,95 Prozent (bei einem Anlagevolumen unter 30.000 Euro) und 0,35 Prozent (ab 500.000 Euro) pro Jahr. Dafür erhalten Sie aktives Portfolio- und Risikomanagement auf Basis eines Value-Ansatzes mit dem besten aus zwei Welten: menschliche Ratio und technologische Effizienz.

20. Wie ermittelt ein Robo-Advisor die richtige Anlagestrategie?

Auch wenn es große Unterschiede zwischen Robo-Advisors gibt: Als Anleger müssen Sie immer Fragen zu Ihrer Risikotoleranz und -tragfähigkeit, Ihren Kenntnissen und Erfahrungen mit Wertpapieren sowie Ihren Anlagepräferenzen (Ziele, Anlagehorizont, etc.) beantworten und einige persönliche Angaben machen. Das meiste davon ist für regulierte Vermögensverwalter gesetzlich vorgeschrieben. Robo-Advisor leiten daraus ein passendes Portfolio ab.

Bei Whitebox können Sie eins oder mehrere Anlageziele definieren, die unterschiedliche Verwendungszwecke repräsentieren: Sie können zum Beispiel wählen, ob Sie für die Altersvorsorge, eine Immobilie oder auch für Kinder und Enkel anlegen möchten. Der Vorteil davon: Sie sehen nicht nur spielerisch und auf einen Blick, welche Summen Sie wofür anlegen. Vor allem haben Sie die Möglichkeit, für jedes Ziel eine individuelle Risikostufe – und damit unterschiedliche Rendite-Risiko-Profile – zu wählen.

21. In welche ETFs investieren Robo-Advisor?

Das unterscheidet sich von Robo-Advisor zu Robo-Advisor. Die meisten investieren in Aktien- und Anleihe-ETFs, manche darüber hinaus noch in andere ETFs – etwa solche, die Alternative Anlageklassen abbilden. Whitebox sucht nach Ermittlung der passenden Asset-Aufteilung die ETFs aus, die den gewählten Index möglichst genau abbilden und eine hohe Liquidität sowie eine geringe Gesamtkostenquote aufweisen. Dabei sind wir unabhängig und wählen frei von etwaiger Befangenheit die passendsten ETFs vom Markt aus.  

22. Wer kann bei einem Robo-Advisor Geld anlegen?

Das kann jeder! Während die analoge Vermögensverwaltung lange Zeit nur etwas für Gutbetuchte war, ist die Vermögensverwaltung via Robo-Advisor für jedermann erschwinglich. Das liegt daran, dass der Prozess bis zum verbindlichen Anlagevorschlag und die Anlageverwaltung bei Robo-Advisor im Gegensatz zu traditionellen Anbietern digitalisiert – und damit deutlich schlanker und kostengünstiger – ist. Dazu kommen die günstigeren Produkte, in die angelegt wird, also die ETFs.

23. Welche Renditen kann man als Anleger mit einem von einem Robo-Advisor zusammengestellten Portfolio erwarten?

Das kommt ganz darauf an, für welches Portfolio Sie sich entschieden haben. Whitebox kann Ihnen natürlich nichts Konkretes versprechen, wir haben bei der Konstruktion unserer Portfolios aber eine erwartete Rendite. Diese reicht von etwa 2 Prozent in der niedrigsten Risikostufe bis etwa 6 Prozent in der höchsten. Das bedeutet nicht, dass sie jedes Jahr mit dieser Rendite rechnen können, sondern dass wir im langjährigen Durchschnitt von dieser Rendite ausgehen.

24. Was kostet die digitale Geldanlage durch einen Robo-Advisor?

Die meisten Robo-Advisor investieren in ETFs, deren Verwaltungsgebühr sehr niedrig ist – meist rund 0,20 Prozent im Jahr. Für die Umsetzung der Geldanlage werden weitere Gebühren verlangt, die von Anbieter zu Anbieter variieren. Die Gebühren bei Whitebox betragen je nach Anlagevolumen zwischen 0,95 Prozent (bei einem Anlagevolumen unter 30.000 Euro) und 0,35 Prozent (ab 500.000 Euro) pro Jahr.

25. Wie sicher ist die Geldanlage bei einem Robo-Advisor?

Wenn Sie das Risiko der eigentlichen Geldanlage meinen: Das kommt darauf an, in was Sie investieren. Hier gilt: Je höher die angestrebte Rendite ist, desto höher ist in der Regel auch das damit verbundene Risiko. Bei Whitebox können Sie das Risiko, das Sie eingehen möchten, über die Wahl der Risikostufe je Ziel individuell festlegen.

Abgesehen davon werden auch bei Robo-Advisors alle Wertpapiere als Sondervermögen von der jeweiligen Partnerbank getrennt vom Bankvermögen in einem Depot verwahrt. Bei Whitebox erfolgt die Konto- und Depotführung durch die flatex Bank AG, ein deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main.

Wenn Sie über uns investieren, ist Ihr Geld in mehrfacher Hinsicht geschützt:

  • Getrennte Eigentumsverhältnisse: Durch die Trennung von Vermögensverwaltung und Verwahrung von Wertpapieren und Bargeld ist das eingezahlte Geld absolut sicher. Direkten Zugriff auf Ihr Anlagekonto bei der flatex Bank haben ausschließlich Sie als Kunde.
  • Sondervermögen: Whitebox investiert Ihr Geld durchweg in Investmentfonds, die rechtlich gesehen Sondervermögen darstellen. Dies ist auch im Fall einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.
  • Referenzkontoprinzip: Ihr Geld wird im Rahmen der digitalen Vermögensverwaltung immer nur zwischen Anlagekonto und Wertpapierdepot bei der flatex Bank bewegt. Auszahlungen erfolgen ausschließlich auf das von Ihnen benannte Referenzkonto.
  • Einlagensicherung: Die flatex Bank ist der gesetzlichen Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) zugeordnet. Diese umfasst in Deutschland für natürliche Personen 100.000 Euro pro Person.
  • Herausgabe der Depotwerte: Im Falle einer Insolvenz der flatex Bank können Sie die Herausgabe Ihrer Depotwerte beantragen.
  • Aufsicht: Als digitaler Vermögensverwalter unterliegen Whitebox und die flatex Bank der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin)

26. Bieten Robo-Advisor auch Geldanlagen für Kinder an?

Die meisten Anbieter ja. Auch Whitebox bietet global diversifizierte ETF-Portfolios für Kinder und Jugendliche an. Diese verwalten wir ebenso aktiv auf Basis unseres speziellen Value-Ansatzes wie unsere Portfolios für Erwachsene. Wenn Sie dazu Fragen haben, kommen Sie gerne auf uns zu oder reservieren Sie online Ihren Wunschtermin, um sich über ein Minderjährigenkonto zu informieren.
 

Altersvorsorge

27. Warum sind ETF-Sparpläne ideal für die Altersvorsorge?

Grundsätzlich gilt: Wer über viele Jahre mit Aktien-ETFs oder einem gemischten Portfolio aus Aktien- und Anleihen-ETFs auf verschiedene solide und rentabel wirtschaftende Unternehmen oder Emittenten setzt, hat gute Chancen, ein kleines Vermögen aufzubauen. Da ETFs keinen Fondsmanager benötigen, der aktiv Wertpapiere analysiert, sind ETFs auch viel günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Oft wird auch auf den Cost-Average-Effekt, also den Durchschnittskosten-Effekt, verwiesen. Dieser ist aber von der Wissenschaft nicht bestätigt, Einmalinvestments scheinen also nicht grundsätzlich unvorteilhafter zu sein. Whitebox bietet im Übrigen eine besondere Möglichkeit der Altersvorsorge an: Unsere Lösung basiert auf einem sogenannten Gleitpfad. Dabei verändert sich das Risiko des Portfolios automatisch und wird zum – frei definierbaren – Rentenzeitpunkt reduziert. Je nach Risikoneigung erfolgt diese Risikoreduzierung früher oder später sowie schneller oder langsamer.

28. Wie viele ETFs sollte ich für die Altersvorsorge haben?

Experten empfehlen ein global diversifiziertes Portfolio über viele Anlageklassen, Regionen und Sektoren. Daher ist es besser, auf unterschiedliche ETFs zu setzen. Wie viele es letztlich sind, hängt auch von Ihrem Risikoprofil ab: Wer etwas mehr Risiko mag, wird neben Anleihen- auch Aktienpositionen ins Depot nehmen oder auch ETFs, die alternative Anlageklassen wie Gold, Infrastruktur oder Immobilien abbilden.

29. Wie beginne ich, mit einem ETF-Sparplan Geld anzulegen?

Um in ETFs anzulegen, brauchen Sie zuerst einmal ein Wertpapierdepot. Das können Sie entweder bei Ihrer Hausbank einrichten oder bei einer Direktbank im Internet eröffnen. ETF-Sparpläne erhalten Sie bei einigen Banken, vor allem bei Direktbanken und Onlinebrokern. Auch über Robo-Advisor können Sie in einen ETF-Sparplan investieren. Um dort Kunden zu werden, müssen Sie sich anmelden und durchlaufen eine digitale Antragsstrecke, an deren Ende Ihnen eine Anlagestrategie präsentiert wird. Wenn Sie einen Sparplan bei Whitebox machen, investieren Sie monatlich in ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio, das zudem aktiv von uns verwaltet wird. Das bedeutet: Wir passen die Zusammensetzung Ihres Depots etwaigen Marktveränderungen an oder führen diese zum ursprünglichen Rendite-Risikoprofil zurück, wenn es aufgrund von Kursentwicklungen davon abweicht.

30. Was ist besser: ETF-Sparplan oder Rentenversicherung?

Rentenversicherungen waren lange Zeit das Standardprodukt für die Altersvorsorge. Heute lohnen sie sich aber meist nicht mehr. Aufgrund der garantierten Mindestverzinsung können die Anbieter nur in sehr sichere Anlagen investieren und kaum noch attraktive Renditen erwirtschaften. Außerdem sind die Kosten für die Beratung und den Vertrieb meist sehr hoch und schmälern die Rendite zusätzlich. Wenn Sie einen solchen Vertrag nach kurzer Zeit kündigen müssen, ist dieses Geld weg. Mit einem ETF-Sparplan geht das alles flexibler und günstiger: Sie können die Sparraten jederzeit aussetzen oder anpassen und kommen zur Not auch an das Geld. Außerdem fällt bei einem ETF-Sparplan allenfalls eine Gebühr für die monatliche Sparplanausführung an, dazu kommen die Verwaltungsgebühren für die ETFs, die aber gering sind. Die geringeren Gebühren führen dazu, dass Sie mehr aus Ihrem Kapital machen können.

31. ETF-Altersvorsorge und Steuern: Wieviel muss man abgeben?

Auf alle Erträge und Kursgewinne aus ETFs muss Abgeltungssteuer gezahlt werden. Diese liegt bei 25 Prozent. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent (bis Ende 2020) und gegebenenfalls die Kirchensteuer in Höhe von 8 oder 9 Prozent.

Die Steuer wird direkt von der Depotbank abgeführt. Sie müssen die Fondserträge auch nicht mehr – wie vor der Neuregelung der Besteuerung 2018 – bei Ihrer Steuererklärung angeben. Außerdem gilt: Wenn Sie einen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank eingereicht haben, müssen Sie bis zur Höhe des Sparerfreibetrags von 801 Euro beziehungsweise 1.602 Euro bei Verheirateten keine Steuer bezahlen. Dann entfällt die automatische Abführung an das Finanzamt.

Investieren

32. Ist Investieren zu riskant?

Investieren muss nicht riskant sein! Sie sollten allerdings einige Regeln beachten:

  • Verteilen Sie Ihr Geld auf viele Regionen und Branchen.
  • Legen Sie Ihr Geld langfristig an, am besten mindestens zehn Jahre.
  • Investieren Sie nur Geld in Aktien, das Sie die nächsten Jahre nicht benötigen.
  • Investieren Sie lieber in ganze Märkte als in einzelne Wertpapiere. Möglich ist das mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs).

33. Was ist die beste Geldanlage ohne Risiko?

Wenn Sie Wert auf eine angemessene Rendite legen, geht das aufgrund der niedrigen Zinsen heutzutage nicht ganz ohne Risiko. Eine „angemessene“ Rendite sollte dabei mindestens über der Inflationsrate liegen. Alles Weitere hängt von Ihrer individuellen Risikopräferenz ab. Je länger Sie aber anlegen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Schwankungen ausgleichen – und dass unter dem Strich eben doch eine ansehnliche Rendite steht. Bei Whitebox können Sie das Risiko Ihrer Anlage pro Anlageziel individuell festlegen. Für jedes Ihrer Anlageziele verwalten wir für Sie ein individuelles Portfolio.

34. Wo ist mein Geld am besten angelegt?

Diese Frage ist sehr vielschichtig. Daher können Sie sie für sich selbst am besten beantworten. Whitebox bietet aber einige Vorteile: Wir unterscheiden uns unter anderem dadurch, dass Sie bei uns bereits ab einer Mindestanlagesumme von 5.000 Euro Zugang zu einem hochwertigen, aktiven Portfoliomanagement erhalten. Dieses setzen wir mit passiven Produkten auf Basis eines Value-Ansatzes um – und stellen die Portfolios unseren Kunden so langfristig solide auf. In unseren Anlageentscheidungen sind wir außerdem unabhängig und werden nicht durch Interessenkonflikte beeinflusst. Zudem sind unsere Gebühren einfach und transparent sowie deutlich niedriger als die von klassischen Anbietern.

35. Was lohnt sich mehr: Tagesgeld bzw. Festgeldanlage?

Richtig lohnen tut sich beides nicht mehr. Wenn Sie überhaupt noch Zinsen erhalten, bewegen sich diese an der Null-Prozent-Marke. Berücksichtigen Sie zusätzlich die Inflation, erwirtschaften Sie mit Ihrem angelegten Geld sogar einen Verlust. Tages- und Festgeld eignet sich deshalb derzeit nur noch als Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben, etwa eine kaputte Waschmaschine. Alles Geld, was Sie auf absehbare Zeit nicht benötigen oder auch bewusst sparen wollen, sollten Sie lieber anlegen. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio.

36. Soll ich zur Altersvorsorge Geld in Gold anlegen?

Gold hat einige Vorteile, etwa der – im Gegensatz zum Papier- oder Buchgeld – reale Wert, die niedrige Korrelation zu anderen Anlageklassen und dass es – anders als Notenbankgeld – nicht beliebig vermehrt werden kann. Es hat aber auch Nachteile: Zum Beispiel sind die Preisschwankungen ziemlich hoch, außerdem gibt es keine Zinsen oder Dividenden. Ob Gold in Krisenzeiten immer die beste Wahl ist und wirklich vor Inflation schützt, ist zumindest umstritten. Whitebox setzt, wenn wir die langfristige Perspektive von Gold für attraktiv halten, auf Gold – allerdings nur zu einem kleinen Anteil im Rahmen unserer breit gestreuten ETF-Portfolios.

37. Wie kann ich 10.000 Euro in ETFs anlegen?

Das kommt ganz auf Sie an! Je nach Ihrem Risikoappetit eignet sich für Sie ein anleihen- oder aktienlastiges Portfolio. Je risikofreudiger Sie sind, desto höher kann die Aktienquote ausfallen. In jedem Fall sollten Sie aber breit diversifizieren, also in Aktien- und Anleihen-ETFs und gegebenenfalls auch ETFs auf alternative Anlageklassen. Whitebox erstellt und verwaltet Portfolios, die auf den entsprechenden Anlagetyp ausgerichtet werden. Übrigens profitieren Sie bei uns immer von unserer Auswahl der optimalen Einzel-ETFs im Rahmen unserer Asset-Allokation – unabhängig davon, ob sie 5.000, 50.000 oder 500.000 Euro anlegen. Denn: Da wir Ihnen ermöglichen, auch Bruchteile von Fonds in Ihrem Portfolio zu halten, können wir die optimale Asset-Allokation mit jedem Anlagevolumen 1:1 abbilden.

38. Wieviel Geld sollte man monatlich für sein Kind anlegen?

Das kommt ganz darauf an, wie viel Sie monatlich zur Seite legen können, wie risikofreudig Sie sind, für wie lange Sie das Geld anlegen wollen und für welchen Zweck. Der Vorteil des Sparens für Kinder ist aber in der Regel, dass Sie viele Jahre Zeit haben.

39. Wie lege ich eine einmalige Geldanlage von 10.000 Euro für mein Kind am besten an?

Wenn Sie für Ihr Kind anlegen wollen, haben Sie schon mal einen Vorteil: Ihr Anlagehorizont ist wahrscheinlich ein längerer. Zehn Jahre sollten es mindestens sein, wenn Sie Aktien bzw. Aktien-ETFs in Ihr Investment aufnehmen wollen. Ansonsten gilt das, was bei jeder Geldanlage gilt: Ihr Risikoappetit ist entscheidend. Je risikofreudiger Sie sind, desto höher kann die Aktienquote angesetzt werden. In jedem Fall sollten Sie, wenn Sie 10.000 Euro anlegen wollen, breit diversifizieren, also in Aktien- und Anleihen-ETFs und gegebenenfalls auch ETFs auf Alternative Anlageklassen. Whitebox erstellt und verwaltet Portfolios, die auf den entsprechenden Anlagetyp ausgerichtet werden.

40. Soll ich bei Markteinbrüchen wie dem Corona-Crash im Frühling 2020 Aktien halten oder verkaufen?

Selbstverständlich können und dürfen wir Ihnen nicht raten, in jedem Fall investiert zu bleiben. Unserer Einschätzung nach ist der panikartige Verkauf aber meist keine gute Lösung. Bei unseren Portfolios handelt es sich um strategische Asset-Allokationen, die auf langfristigen Markteinschätzungen basieren. Auf kurzfristige Trends reagieren wir daher nicht. Der Versuch, im richtigen Moment ein- oder auch auszusteigen (Timing) gelingt ohnehin in der Regel nicht! Zudem haben wir unsere Portfolios so ausgestaltet, dass sie optimal diversifiziert sind.