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Welchen ETF soll ich besparen? | Whitebox

Welchen ETF soll ich besparen?

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
19. Oktober 2020

    Sie wollen regelmäßig etwas zur Seite legen und haben sich von ETFs überzeugen lassen, stehen nun aber vor der Frage, welcher der Richtige ist? Die Antwort ist: Den einen richtigen gibt es nicht! Vielmehr sollten Sie der Diversifikation wegen besser auf mehrere ETFs setzen. Die Zusammensetzung hängt ganz von Ihnen ab.

    Das Wichtigste des Artikels im Überblick

    • Wenn Sie im Rahmen eines Sparplans in ETFs investieren wollen, sollten Sie nicht nur auf einen ETF setzen, sondern auf mehrere.
    • In Frage kommen grundsätzlich Anleihen- und Aktien-ETFs, eventuell ergänzt um Rohstoff-, Infrastruktur- oder Immobilien-ETFs.
    • Die Aufteilung hängt von Ihrer persönlichen Risikofreude und Renditeerwartung ab. Je risikofreudiger Sie sind, desto höher kann Ihr Aktienanteil sein.
    • Wichtige Kriterien für die konkrete Auswahl eines ETFs sind der Tracking Error, die Liquidität und die Gesamtkostenquote.

    Auf welche(n) ETF(s) soll ich bei einem Sparplan setzen?

    Ob Sie für Ihre Altersvorsorge, Ihre Kinder oder ein anderes langfristiges Ziel sparen: Wichtig ist, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Wenn Sie mit ETFs sparen wollen, investieren Sie also nicht nur in einen, sondern mehrere ETFs. Experten empfehlen ein global diversifiziertes Portfolio über viele Anlageklassen, Regionen und Sektoren.

    Die Aufteilung hängt von Ihrem Risikoprofil ab: Wenn Sie etwas mehr Risiko mögen, können Sie neben Anleihen- auch Aktienpositionen ins Depot nehmen oder auch ETFs, die alternative Anlageklassen wie Gold, Infrastruktur oder Immobilien abbilden.

    Wie finde ich heraus, welche Anlageklasse für mich passt?

    Welche Anlageklasse für Sie infrage kommt, hängt davon ab, welcher Risikotyp Sie sind. Dabei werden meist drei Typen unterschieden:

    1. Sind Sie eher der sicherheitsorientierte Anleger, kommen für Sie eher Anleihen-ETFs infrage, eventuell mit einem kleinen Anteil von Aktien-ETFs und Produkten, die Gold oder Immobilien abbilden.
    2. Für ausgewogene Anleger passt ein gleichgewichtiger Mix aus Anleihen- und Aktien-ETFs, eventuell ergänzt um Produkte auf Rohstoffe, Gold oder Immobilienanlagen.
    3. Für die renditeorientierten Anleger kommt eine hohe Quote Aktien-ETFs infrage. Das kann auch risikoreichere Aktien-ETFs oder Anleihen-ETFs umfassen, die Highyield- oder Schwellenländeranleihen abbilden – auch hier gegebenenfalls ergänzt um Immobilien-, Rohstoff- sowie Infrastruktur-Investments.

    Nach welchen Kriterien soll ich ETFs auswählen?

    Wenn Sie sich für die Aufteilung auf unterschiedliche Anlageklassen und Regionen sowie gegebenenfalls Branchen entschieden haben, sollten Sie sich für die Auswahl konkreter Produkte folgende Fragen stellen:

    • Soll es ein ausschüttender oder thesaurierender ETF sein? Die einen bieten laufende Ausschüttungen, bei den anderen profitieren Sie von der sofortigen Wiederanlage der Erträge.
    • Wollen Sie nur in voll replizierende ETFs investieren, die den Index durch den Kauf aller im zugrunde liegenden Index enthaltenen Wertpapiere abbilden? Oder kommen auch synthetische, swap-basierte ETFs in Frage, die den Index durch den Kauf anderer Wertpapiere widergeben?
    • Wollen Sie nur auf Euro lautende ETFs kaufen und, wenn nicht, wollen Sie ein eventuelles Währungsrisiko absichern?

    Im nächsten Schritt müssen Sie sich noch für konkrete Emittenten und konkrete ETFs entscheiden. Wichtig zu wissen: Die „besten“ oder „richtigen“ ETFs gibt es wohl nicht, auf bestimmte Eigenschaften sollten Sie als Anleger aber durchaus achten. Denn auch in der passiven Welt bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten.

    Wodurch zeichnen sich gute ETFs aus?

    1. Einen niedrigen Tracking Error. Das heißt, dass ein ETF einen Index möglichst genau abbilden sollte, der Abweichungsfehler („Tracking Error“) sollte also möglichst niedrig sein.
    2. Eine hohe Liquidität. Sie garantiert, dass Sie als Anleger den ETF schnell kaufen und verkaufen können. Außerdem sind die Handelsspannen (und damit Handelskosten) bei liquiden ETFs niedriger.
    3. Eine niedrige Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio/„TER“). Die Gesamtkosten – bestehend aus Verwaltungsgebühren, Depotbankgebühren, Lizenzgebühren und Vertriebsgebühren – sollten möglichst niedrig sein, da die Kosten sich langfristig stark bemerkbar machen.
    4. Eine Mindestfondsgröße. ETFs, die über einen längeren Zeitraum nicht genügend Mittel einsammeln können, werden meist eingestellt. Als Anleger verlieren Sie Ihr Geld dann zwar nicht, denn es wird ausgezahlt oder in einen anderen ETF umgeschichtet. Mit ein bisschen Aufwand ist das aber schon verbunden.

    Kann ich auch einfach auf einen MSCI World-ETF setzen?

    Nein, das ist nicht zu empfehlen. Denn der MSCI World-Index nennt sich zwar „Welt“-Index, er ist aber eigentlich ein Industrieländeraktienindex. Die USA haben darin einen sehr großen Anteil, Ende August 2020 waren es zum Beispiel 67 Prozent. Und die großen US-Tech-Werte GAFAM – die Google-Mutter Alphabet, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft – machten zu diesem Zeitpunkt mehr als 15 Prozent aus.

    Auch wenn ein ETF das Kapital schon auf mehrere Einzelinvestments streut, ist es dennoch besser, auf verschiedene ETFs zu setzen. Denn Diversifikation ist das A und O beim Investieren.

    Wer kann mir bei der Auswahl helfen?

    Wenn Sie selbst keine Zeit haben oder sich die Auswahl der ETFs für Ihr Portfolio nicht zutrauen, können Sie diese Entscheidung in unsere Hände legen. Als digitaler Vermögensverwalter stellen wir bei Whitebox Ihnen ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio entsprechend Ihres individuellen Rendite-Risiko-Profils zusammen. Sie sparen bei uns also nicht nur in einen ETF, sondern in einen Korb aus mehreren – und zwar genau denen, die für Sie passen.

    Ein solches Portfolio zusammenzusetzen, erfordert dabei Expertenwissen, denn: Sobald sich zwei oder mehr ETFs in einem Portfolio befinden, stehen diese miteinander in Beziehung. Das heißt: Risiken können sich aufheben oder verstärken. Daher ist die Devise, wenn Sie ETFs besparen wollen: Setzen Sie auf mehrere – aber nicht einfach irgendwelche.

    Welche ETFs wählt Whitebox für die Portfolios aus?

    Welche ETFs wir für unsere Portfolios auswählen, entscheiden wir ganz unabhängig. Das heißt, dass wir an keinen bestimmten Emittenten gebunden sind und die unserer Ansicht nach besten ETFs frei auswählen können. Dabei sind uns vor allem folgende Faktoren wichtig:

    • dass die ETFs den gewählten Index möglichst genau abbilden (niedriger Tracking Error)
    • eine hohe Liquidität
    • eine geringe Gesamtkostenquote
    • die Zulassung zum öffentlichen Vertrieb in Deutschland
    • das Listing an einer deutschen Börse
    • die Denominierung als Euro-Anteilsklasse
    • ein Minimum-Anlagevolumen

    Sie wollen wissen, welche ETFs wir für Ihr Portfolio zusammenstellen und die Sie dann besparen können? Dann lassen Sie sich jetzt unverbindlich einen Anlagevorschlag erstellen!