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Mit speziellen ETF-Anleihen Mehrrenditen erzielen | Whitebox
ETF | Geldanlage | 3 min

Mit speziellen ETF-Anleihen Mehrrenditen erzielen

Geschrieben von Nadine Friederichs
14. April 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Der ETF-Markt in Deutschland kann seit Jahren ein beeindruckendes Wachstum vorweisen. Immer mehr Privatanleger nutzen die günstigen und flexibel einsetzbaren ETFs zur Umsetzung ihrer persönlichen Anlagestrategie. Neben Aktien-ETFs rücken auch ETFs mit Anleihen zusehends in den Fokus privater Anleger.

      Börsengehandelte Indexfonds laufen den klassischen Investmentfonds zunehmend den Rang ab. Rund 1.700 börsengehandelte Indexfonds sind bereits in Deutschland handelbar – Tendenz steigend. Exchange Traded Funds (ETFs) - egal welcher Kategorie -besitzen keine Laufzeitbegrenzung, Anleger können jederzeit Anteile kaufen und verkaufen. Die Aufbewahrung der Fondsanteile erfolgt im privaten Wertpapierdepot. Die Wertentwicklung von ETFs ist leicht nachvollziehbar, weil sie stets einen Börsenindex oder einen speziellen Wertpapierkorb eins zu eins abbilden. Das kann ein nationaler oder internationaler Aktienindex, ein Rohstoff-, Immobilien- oder auch Rentenindex sein.

      Anleihe-ETFs: Produktvielfalt an passiven Anlagen hat sich erhöht

      Die ersten festverzinslichen ETFs wurden im Juli 2002 aufgelegt. Der erste hochverzinsliche ETF, iShares iBoxx $ High Yield Corporate Bond ETF, feierte im April 2007 seine Premiere in den USA. In jüngster Zeit wurden ETFs aufgelegt, die auch weniger liquide Ecken des Marktes verfolgen. Mittlerweile stehen deutschen Anlegern mehr als 340 Produkte zur Verfügung, mit denen sie auf Bond-Indizes setzen können. Diese bilden die wichtigsten Märkte für Staats- und Unternehmensanleihen ab. Aber auch für die riskanteren Segmente des Rentenmarkts wie Hochzinsanleihen oder Schwellenländerbonds gibt es entsprechende ETFs. Dass diese Anlagegattung in den vergangenen Jahren so beliebt geworden ist, liegt vor allem am Zinsumfeld.

      Entgegen der Befürchtungen von Kritikern haben Renten-ETFs den Markt vorangebracht. Sie bringen Ordnung in eine schwer überschaubare, chaotische Landschaft, die der Rentenmarkt nun einmal ist. Eine der Hauptfunktionen von Renten-ETFs ist es, Liquidität zu organisieren. Dazu fassen sie eine Gruppe von relativ illiquiden, nicht standardisierten Wertpapieren oder Krediten zu einem standardisierten Korb zusammen. Auf diese Weise erhalten Sie als Investoren einen Zugang zu diversen Rentenmarktsegmenten. Zudem haben ETFs mit Anleihen ein neues Maß an Transparenz und Ordnung in die Anleihemärkte gebracht, was allen Anlegern zugutekommen sollte.

      Renten-ETFs verbuchten höhere Zuflüsse als ihre Aktien-Pendants

      Wenngleich ETFs ein noch junges Phänomen am Rentenmarkt sind, hat sich in den letzten zehn Jahren das Volumen in festverzinsliche ETFs mehr als verdoppelt. Bemerkenswert ist, dass ETFs aus Anleihen im vergangenen Jahr höhere Zuflüsse verbuchten als ihre Aktien-Pendants. Und das, obwohl das verwaltete Vermögen in Aktien-ETFs gut 2,5-mal so hoch ist wie das Vermögen in Renten-ETFs. Studien zufolge belief sich das verwaltete Vermögen in Anleihe-ETFs im Jahr 2019 auf 234 Mrd. Euro, was einem Marktanteil von etwa 25 Prozent gemessen an den gesamten in ETF verwalteten Vermögen entspricht. Da Bond-ETFs in Echtzeit gehandelt werden, bieten diese Fonds ein neues Maß an Transparenz bei der Preisfindung der darin enthaltenen festverzinslichen Wertpapiere.

      Auch Whitebox setzt auf vielversprechende ETFs mit Anleihen

      In der Vergangenheit konnten gute Rentenfonds-Manager relativ leicht ihren Vergleichsindex schlagen. Wer aktiv permanent Anleihen mit längeren Laufzeiten wählte, hatte im Grunde die Outperformance schon geschafft, profitierte man doch von den fallenden Zinsen. Doch diese Zeiten sind vorbei. Im derzeitigen Zinszyklus ist es relativ schwierig, nach Kosten noch eine Überrendite zu erzielen.

      Whitebox versteht sich als digitaler Vermögensverwalter, der Ihnen erfolgversprechende Titel in Form von börsengehandelten Fonds (ETFs) herausfiltert, die zu Ihnen passen. Als Alternative zu den Anleihe-ETFs gibt es Segmente, wo sich durch eine geschickte Titelwahl noch Überrenditen generieren lassen. Dazu gehören zum Beispiel Unternehmemsanleihen. Da viele Renten-ETFs Papiere mit langen Laufzeiten beinhalten, leiden diese Fonds mehr unter einer Zinswende als die aktiv gemanagte Variante, die deutlich zügiger auf kurzlaufende Anleihen umschichten. Unser Tipp: Setzen Sie auf ein global und über verschiedene Anlageklassen, Branchen und Regionen diversifiziertes Portfolio. Denn damit streuen Sie Ihr Kapital und minimieren Ihr Verlustrisiko. Aus Renditegesichtspunkten sollten darin neben Unternehmensanleihen aber auch andere Anlageklassen wie zum Beispiel Staatsanleihen oder Aktien beigemischt werden. Welche Klasse zu welchem Anteil im Portfolio enthalten ist, hängt dabei von Ihrem individuellen Risikoprofil ab.

      Anleihe-ETFs werden überdurchschnittlich wachsen 

      Trotz der gestiegenen Zuflüsse dürfte das Anleihesegment in den kommenden Jahren weiter wachsen. So geht Blackrock davon aus, dass sich das verwaltete Vermögen in An­leihe-ETFs weltweit bis zum Jahr 2024 auf zwei Billionen Dollar verdoppeln wird. Das entspräche einem jährlichen Anstieg um 22 Prozent. Damit würde sich das Anleiheuniversum für den Privatanleger weiter vergrößern. Mit Blick auf den langfristigen Vermögensaufbau ist festzuhalten, dass festverzinsliche ETFs auch in den schlimmsten Tagen der Finanzkrise bemerkenswert gut funktioniert bzw. ihre Feuerprobe überstanden haben. Letztlich ist es eine Frage der persönlichen Präferenz, auf welche ETF-Anleihestrategie Sie als Anleger setzen. Bei Whitebox stellen wir für unterschiedliche Risikoprofile individuelle Portfolios aus ETFs zusammen. Abhängig von ihrem speziellen Risikoprofil können dabei auch Anleihen mit einem nicht so attraktiven Renditeprofil eine stabilisierende Rolle in einem gut diversifizierten Portfolio spielen.