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Wie Sie am besten Geld in Gold anlegen | Whitebox

Geld in Gold anlegen

Geschrieben von Nadine Friederichs
22. April 2020
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Inhaltsverzeichnis

      „Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles!“ Nicht erst seit Goethe, der im „Faust“ Gretchen diesen Satz sprechen lässt, wissen wir, dass das gelbe Metall die Menschen fasziniert. Es wird seit Jahrtausenden zur Herstellung von Schmuck und Zahlungsmitteln verwendet. Gold ist nicht nur etwas für die Geschichtsbücher, sondern auch für Anleger.

      Eine Studie der ReiseBank, eine Tochter der DZ Bank, und der Steinbeis-Hochschule Berlin aus dem Jahr 2019 zeigt die anhaltend hohe Bereitschaft der Deutschen, ihr Geld in Gold anzulegen: Der Goldbestand der deutschen Privatpersonen erreichte 2019 mit mehr als 8.900 Tonnen einen neuen Höchststand. Ein Hauptgrund für das Interesse der Anleger: Gold gilt es als wertbeständig und als sicherer Hafen in der Krise.

      Gold polarisiert Anleger

      Wie wertvoll es tatsächlich für Investoren ist, Geld in Gold anzulegen, darüber scheiden sich die Geister. Starinvestor Warren Buffett zum Beispiel hält dies für vollkommen nutzlos. Er würde es noch nicht einmal für einen Tiefstpreis kaufen, soll er einmal gesagt haben. Warum? Weil es nichts produziert wie zum Beispiel ein Unternehmen. Auch zahlt es keine Dividenden oder Zinsen. Andere hingegen halten große Stücke darauf, Geld in Gold anzulegen. Etwa der ehemalige Chef der US-Notenbank Alan Greenspan. Er bezeichnete es als „die höchste Zahlungsform der Welt“. Gold ist etwas Handfestes, das man stets eintauschen kann, lautet ein Argument für Gold. Der Rohstoff ist selten, nur in begrenztem Maß vorhanden und lässt sich nicht unbegrenzt drucken wie Geld lauten andere.

      Ob nun Gold eine gute oder schlechte Geldanlage ist, kann man – wie bei anderen Vermögenswerten auch – nicht pauschal sagen. Dennoch lohnt es sich, über diese Anlageform einmal genauer nachzudenken. Schließlich – und daran ist nicht zu rütteln – ist es ein Vermögenswert, der Anlegern neben klassischen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen dazu dienen kann, das Portfolio zu diversifizieren. Hintergrund: Rohstoffe unterliegen anderen Marktzyklen als Aktien und Anleihen. Ihre Kurse bewegen sich daher weitgehend unabhängig von anderen Anlageklassen. Deshalb dienen Rohstoffe beim Gesamtportfolio als Stabilitätsfaktor, da sie Wertverluste anderer Anlagewerte ausgleichen oder zumindest abschwächen können. Das gilt insbesondere in konjunkturellen Boomphasen, in denen sich Aktienmärkte bereits talwärts bewegen – in Erwartung einer Abkühlung.

      Geld in Gold anlegen: reizvoll und riskant zugleich

      Ein Mythos hingegen ist, dass der Goldpreis schwankungsarm ist und somit das Depot stabilisiert. Das Gegenteil ist der Fall. Dies zeigt ein Blick auf den Kurschart der vergangenen zehn Jahre: Die Feinunze (31,1 Gramm) erreichte im Sommer 2011 mit knapp 1.900 US-Dollar einen Rekordwert. Ende 2015 notierte sie dagegen bei nur knapp 1.100 Dollar und Anfang 2020 wiederum bei knapp 1.600 Dollar. Ein Grund für die hohe Volatilität ist die große Bedeutung der Nachfrage. Als natürlicher Rohstoff ist das Angebot nicht beliebig ausdehnbar. Erhöht sich die Nachfrage, können Goldproduzenten lediglich versuchen, dem Bedarf durch Recycling von Gold nachzukommen. Genügt dies nicht, steigt der Kurs.

      Der Höchststand aus 2011 hatte seinen Ursprung im Ausbruch der weltweiten Finanzkrise 2007/08. Die Angst vor dem Zusammenbruch des Finanzsystems und der damit verbundenen Schuldenkrise legte sich erst, als der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi im Sommer 2012 versprach, alles dafür zu tun, den Euro zu retten. Gold wird nicht ohne Grund auch als „Angstwährung“ bezeichnet. So spielt auch die Weltpolitik eine wichtige Rolle. Der Handelsstreit zwischen den USA und China, der Brexit sowie der Konflikt zwischen USA und dem Iran trieben zuletzt deutlich die Kurse des gelben Metalls.

      Goldanlage: Pro

      Wie bei anderen Anlageklassen auch gibt es immer zwei Seiten der Medaille. Zu den Vorteilen bei Goldinvestments gehören folgende Argumente:

      • Es ist en Sachwert und daher in Krisen wertbeständiger als zum Beispiel Bargeld.
      • Gold ist nur in begrenztem Maße vorhanden.
      • Als Depotbeimischung eignet sich der Rohstoff zur Diversifikation des Portfolios.
      • Gold notiert in US-Dollar. Daher diversifiziert das Metall auch als Fremdwährung das Depot.

      Goldanlage: Contra

      Zu den Nachteilen gehören hingegen folgende Aspekte:

      • Gold zahlt keine Zinsen oder Dividenden.
      • Der Rohstoff hat eine hohe Schwankungsbreite (Volatilität).
      • Gold selbst produziert nichts - im Gegensatz zu Unternehmen, in die Anleger über Aktien oder Anleihen investieren können.

      Geld in Münzen und Barren anlegen

      Wie können Sie als Anleger nun in der Praxis Geld in Gold anlegen? Der direkte Weg führt zum Goldhändler, bei dem Sie Barren oder Münzen kaufen können. Zum Beispiel kostete Anfang Februar 2020 ein 100-Gramm-Barren bei einem Goldhändler rund 4.700 Euro. Für eine Goldmünze Krügerrand (1 Unze) zahlten Käufer rund 1.500 Euro. Möchten Sie Ihre Schätze im Schließfach aufbewahren, fallen Kosten an, die je nach Schließfach variieren. Ein kleines Fach in Höhe von fünf Zentimeter kostet zum Beispiel einem Goldhändler rund 285 Euro pro Jahr (inklusive Versicherung bis 30.000 Euro). Neben den Schließfach- oder Depotkosten zahlen Sie als Goldkäufer im Übrigen noch den Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis. Dabei sinken die Aufgelder mit steigendem Gewicht des Goldbarrens.

      Geld in Gold anlegen – in Maßen

      Aufgrund der extremen Preisschwankungen wäre es allerdings schon sehr riskant, wenn Sie ihr Geld – oder einen großen Teil davon – direkt in Gold anlegen. Etwas anderes ist es, wenn Sie überlegen, Ihrem Portfolio einen kleinen Goldanteil beizumischen. Dies kann wie eine Versicherung funktionieren und in Krisenzeiten Ihr Depot stabilisieren. Wie hoch genau der Anteil des gelben Metalls sein soll, darüber streiten sich die Experten. Eine Faustregel besagt, dass es maximal zehn Prozent sind. Grundsätzlich gilt: Gold ist eine starke Währung, da der Rohstoff in US-Dollar notiert. Für Anleger aus dem Euroraum heißt das: Entwickelt sich der Greenback besser als der Euro, kommt es zu Währungsgewinnen. Im Gegenzug entstehen Währungsverluste, wenn der Euro gegenüber dem Dollar zulegt. Grundsätzlich positiv ist, dass Sie mit Gold nicht nur mit der besonderen Anlageklasse (Rohstoff), sondern auch durch die Fremdwährung Ihr Portfolio diversifizieren.

      Geld in Gold-Wertpapiere (ETCs) anlegen

      Kostengünstiger als physische Investments sind Goldwertpapiere. Hier werden bei Kauf und Verkauf Ordergebühren fällig, hinzu kommen Depotgebühren. Bei ETCs, die mit physischem Gold unterlegt sind, können zudem Kosten für Lagerung und Auslieferung entstehen, dies hänge jedoch vom jeweiligen Produkt ab. ETC steht für Exchange Traded Commodities (zu Deutsch: börsengehandelte Rohstoffe). Diese Wertpapiere bilden die Preisentwicklung des zugrunde liegenden Rohstoffs eins zu eins ab. Rechtlich gesehen sind ETCs Schuldverschreibungen.

      Das sagt Whitebox zu Gold

      ETCs sind kostengünstig und flexibel, da sie über die Börse handelbar sind. Deswegen setzen auch wir bei Whitebox diese Investmentvehikel ein. Gold eignet sich nach unserem Verständnis als Depotbeimischung. Ob und mit welchem Anteil wir ein Portfolio mit dem Gold-ETCs bestücken, hängt stets auch von der aktuellen Marktsituation, den anderen Positionen des Gesamtportfolios und schließlich mit der Anlageausrichtung des Anlegers zusammen. Bei Whitebox können Sie sich für ein defensives, ausgewogenes oder offensives Portfolio entscheiden, das wir für Sie zusammenstellen und verwalten. Dabei können Sie zwischen zehn Risikostufen auswählen – von Stufe 1 (geringstes Risiko) bis Stufe 10 (höchstes Risiko). Sollten wir zum Beispiel feststellen, dass der Goldpreis dort mit einer anderen Anlageklasse positiv korreliert, und sich damit im Gleichklang bewegt, halten wir es für sinnvoll, Goldpositionen zu verkaufen. Denn in diesem Fall würde das Edelmetall seiner Funktion als Depotstabilisator nicht mehr gerecht.

      Fazit: Gold gehört grundsätzlich zu unserem Anlagespektrum. Wir überprüfen ständig, ob es zur Diversifikation unserer Kundenportfolios beitragen kann. Ob und in welchem Umfang Sie in Gold anlegen sollten und ob das Edelmetall zu Ihrem persönlichen Anlageportfolio passt, können Sie bei uns erfahren. Legen Sie dazu einfach unverbindlich Ihr Rendite-Risiko-Profil auf unserer Website an. Anschließend erstellen wir Ihnen auf unserem Portal einen Vorschlag für ein Portfolio. Anhand von Grafiken und Kennzahlen sehen Sie im Detail, wie Ihr Portfolio bei Whitebox aussehen könnte.