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Geldanlage für Kinder | Wie Eltern sparen können

Geschrieben von Salome Preiswerk
21. November 2019
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Inhaltsverzeichnis

      Für die eigenen Kinder zu sparen ist in Zeiten niedriger Zinsen einfacher gesagt als getan. Ein Blick auf die verschiedenen Anlagemöglichkeiten: von der Ausbildungsversicherung bis zur Vermögensverwaltung durch einen Robo-Advisor.

      Ob fürs Studium, die Ausbildung oder als Absicherung: Es gibt viele Gründe, warum Eltern oder Großeltern Geld für Kinder oder Enkel ansparen möchten. Und es gibt eine ganze Reihe von Anlagemöglichkeiten, die ihnen dabei helfen sollen. Allerdings: Einfach ist das derzeit nicht. Denn zum einen fallen gerade bei klassischen Finanzprodukten teils hohe Gebühren an. Zum anderen liegen die Zinsen für Festgeld und Spareinlagen nahe Null, was einige Anlageformen unrentabel macht. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich genau Gedanken machen, wie Sie für Ihr Kind oder Enkel vorsorgen wollen.

      Geld für die Kinder: grundsätzliche Entscheidungen nötig

      Zunächst stehen allerdings einige grundsätzliche Entscheidungen an: Vor der Auswahl eines Finanzproduktes sollten Sie sich klarmachen, welches Anlageziel Sie haben. Das kann zum Beispiel sein: Sie wollen dem Kind oder Enkel nach dem Auszug monatlich bei der Miete unter die Arme greifen. Wichtig ist auch, dass Sie genaue Vorstellungen über den Anlagezeitraum haben. Soll Ihr Sohn oder Ihre Tochter zum 18. Geburtstag etwa ein gefülltes Konto überreicht bekommen, in das Sie bis dahin kontinuierlich eingezahlt haben oder wollen Sie für Ihr Kind eine Lebensversicherung einrichten, die auch nach dem 18. Lebensjahr noch viele Jahre weiter läuft?

      Bevor Sie sich für eine oder mehrere Anlageformen entscheiden, sollten Sie sich zudem fragen, wie risikobereit Sie sind. Auch die Frage, in wessen Namen das Geld angelegt werden soll, spielt eine Rolle. Eröffnen Sie beispielsweise ein Aktiendepot auf den Namen Ihres Kindes, das es später übernehmen kann – oder wollen Sie es lieber auf Ihren eigenen Namen laufen lassen? Diese Frage kann aus steuerlichen Gründen interessant sein.

      Sparen für die Kinder: Was können Sparbuch, Festgeld, Fonds und Co.?

      Das Sparbuch zählt noch immer zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland. Allerdings ist es auf Grund der Niedrigzinsphase dazu kaum noch geeignet. Die Zinsen liegen im Herbst 2019 oft nur noch bei 0,02 Prozent – die Inflationsrate, also die Geldentwertung, liegt gleichzeitig bei gut 1,4 Prozent. Ihr Kind mag sich zwar zum 18. Geburtstag über ein Sparbuch freuen, das Sie ihm eröffnet und über einen gewissen Zeitraum gefüllt haben – doch faktisch haben Sie mehr eingezahlt, als es wird nutzen können. Die Inflation hat dafür gesorgt, dass das Geld weniger wert ist.

      Mit einem Festgeldkonto für Kinder legen Sie Ihr Geld für einen bestimmten Zeitraum an. Die Laufzeiten gehen meist bis zu zehn Jahre. In dieser Zeit können Sie auf das Geld allerdings nicht zugreifen – oder müssen dafür zumindest hohe Zinsverluste in Kauf nehmen. Diese Anlageform eignet sich also nur, wenn Sie sich absolut sicher sind, auf das Geld nicht zugreifen zu müssen. Je nach Anbieter liegen die Zinsen aktuell meist bei rund 1,1 Prozent.

      Eine Ausbildungsversicherung ist eine Sonderform der klassischen Lebensversicherung. Zu Beginn legen Sie dabei die Höhe der Versicherungssumme fest, die Sie durch monatliches Einzahlen ansparen wollen. Außerdem bestimmen Sie, wann Ihr Kind auf das Geld zugreifen darf – etwa zum 18. Geburtstag. Zusätzlich können Sie festlegen, ob das gesamte Geld auf einmal ausgezahlt werden soll, oder lieber in Form einer monatlichen Ausbildungsrente.

      Welche Möglichkeiten haben Eltern neben klassischen Sparmethoden?

      Neben diesen klassischen Sparmethoden können Sie auch mit Hilfe eines aktiv gemanagten Investmentfonds für Ihr Kind sparen. Damit erreichen Sie in aller Regel eine höhere Rendite. Aktiv bedeutet dabei, dass ein Fondsmanager entscheidet, wie er Ihr Geld anlegt. Bei dieser Anlagemethode sollten Sie allerdings eine Grundregel bedenken: Je höher die versprochene Chance auf Rendite, desto höher ist auch das Risiko, dass Sie Verluste erleiden.

      Das Gegenstück zu aktiv gemanagten Fonds sind Indexfonds. Solche Fonds bilden einen Aktien- oder Anleihenindex, wie etwa den DAX oder den Euro Stoxx 50, ab. Der Vorteil: Es fallen geringere Kosten an als bei aktiven Fonds, weil kein Fondsmanager bezahlt werden muss. Der Nachteil: Anleger müssen Zeit und Wissen mitbringen.

      Geld anlegen mit einem Robo-Advisor 

      Robo-Advisor verwalten Geld digital und legen es im Namen ihrer Kunden an. Einige von ihnen bieten so umfangreiche Dienstleistungen an wie klassische Vermögensverwalter – allerdings nicht nur für Wohlhabende und zudem zu deutlich geringeren Kosten. Führende Anbieter wie Whitebox kombinieren die Vorteile einer aktiven Vermögensverwaltung (etwa die Überwachung der Kapitalmärkte) mit denen passiver Indexfonds (etwa geringe Kosten).

      Mehr zum Thema Robo-Advisor finden Sie hier.