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Diversifiziertes Portfolio als Erfolgsrezept | Whitebox

Diversifiziertes Portfolio als Erfolgsrezept

Geschrieben von Nadine Friederichs
22. April 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Eine Geldanlage in Immobilien wie Häuser, Wohnungen oder Grundstücke gilt gerade in Zeiten von niedrigen Zinsen und unsicheren Finanzmärkten immer noch als äußerst beliebt. Allerdings: Ob selbst genutzte oder vermietete Immobilie, Immobilienfonds und Crowdinvesting: Wer sein Geld in Immobilien investieren will, sollte einige Kriterien bedenken.

      Die aktuelle Corona-Krise führt dazu, dass Immobilienkäufer derzeit sogar noch günstigere Darlehen aufnehmen können als sowieso schon seit vielen Jahren. Wer sich also für eine Geldanlage in Immobilien interessiert, kann sich Konditionen nahe Rekordtiefs sichern. Auch die mittelfristigen Aussichten sind dabei sehr gut, da selbst negative Bauzinsen wieder in den Fokus rücken könnten. Das heißt: Kreditnehmer müssten das entsprechende Darlehen nicht komplett zurückbezahlen. Folgend stellen wir vier gängige Möglichkeiten für eine effektive Geldanlage in Immobilien vor:
      1. Eine eigene Immobilieerwerben/bauen: Die Eigennutzung gilt als klassischste Form.
      2. Eine Immobilievermieten: Regelmäßige Mieteinnahmen als zusätzliche attraktive Einnahmeoption.
      3. Immobilienfonds: Finanzieren Sie mit dem Geld mehrerer Anleger zusammen diverse Immobilienprojekte.
      4. Crowdinvesting: Eine relativ neue Form des Investments. Aber Vorsicht: Gerade im hochpreisigen Immobiliensektor ist dies auch immer mit erhöhtem Risiko verbunden!

      Geldanlage Immobilien: So wird der Traum nicht zum Albtraum

      Das klassische Wohneigentum schwankt im Wert in den letzten Jahrzehnten vergleichsweise wenig. Verschaffen Sie sich jedoch immer erst einen detaillierten Überblick über den Markt. Denn auch wenn ein Erwerb immer noch den Ruf einer sicheren Geldanlage hat, müssen einige Kriterien erfüllt sein, damit der Traum nicht auf lange Sicht zum Albtraum wird. Dabei stehen vor allem zwei zentrale Fragen im Vordergrund:

      1. Sind Sie bereit, viel Zeit in den (Aus-)Bau, die Verwaltung, Pflege und Vermietung der Immobile zu stecken – auch wenn Sie dafür in der Regel nur überschaubare Renditen und ein paar Steuervorteile erzielen?
      2. Wenn diese Grundvoraussetzung gegeben ist, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Geldanlage in Immobilien rentabel ist. Wichtige Faktoren dafür sind ein attraktives Objekt in guter Lage zu einem angemessenen Preis..

      Regelmäßige Mieteinnahmen stocken im besten Fall das eigene Konto merklich auf. Vorausgesetzt natürlich, die Einnahmen aus der Miete liegen signifikant über den Ausgaben der Vermietung. Dieses Verhältnis hängt am Ende vor allem vom Zustand der Immobilie und ihrer Lage ab. Hier müssen Faktoren wie die Höhe der Instandhaltungskosten, die Attraktivität des Standortes auf dem Mietmarkt oder die Entwicklung der Mieten und Nebenkosten vor Ort beachtet werden. In heutigen Zeiten zudem wichtig: Gibt es einen gesetzlichen Mietdeckel bzw. greift eine Mietpreisbremse für den gewählten Bezirk? All das sind wichtige Faktoren, die Sie vor einer Vermietung klären müssen.

      Fonds und Crowdinvesting als flexible Alternative

      Immobilienfonds finanzieren mit dem Geld mehrerer Anleger zusammen Immobilienprojekte. Das können zum Beispiel Pflege- und Einzelhandelsimmobilien, Wohnhäuser oder sogar Hotelanlagen sein. Die Mieteinnahmen und die Wertsteigerung bei einem möglichen Verkauf bestimmen die Rendite der Anleger. Zwei Modelle sind hierbei gängig:

      1. Offene Immobilienfonds: Hier kann der Anleger Anteile kaufen und nach frühestens zwei Jahren wieder verkaufen, wobei der Verkauf mindestens ein Jahr vorher angekündigt werden muss. Meist investieren offene Immobilienfonds in mehrere Projekte. Dadurch streuen Sie das Risiko (z.B. beim Ausbleiben von Mieten).
      2. Geschlossene Immobilienfonds: Diese investieren eigentlich nur in ein bestimmtes Immobilienprojekt. Ist genug Kapital für die komplette Finanzierung gesammelt, wird der Fonds geschlossen. Somit ist der Ausstieg aus einem Projekt auch komplizierter als bei offenen Fondsmodellen.

      Über digitale Crowdinvesting-Plattformen sammeln Unternehmen Kapital, um damit ein spezielles Bauvorhaben umzusetzen. Der große Vorteil für Anleger ist dabei, dass sie bereits mit geringen Beträgen in ein ausgeschriebenes Projekt einsteigen können. Hierbei sind attraktive Renditen und Erfolgsbeteiligungen möglich und durchaus verlockend. Wenn das Projekt aber scheitert, bekommen meist nur die größeren Kreditgeber durch dann greifende Absicherungen ihr Geld zurück. Viele private Crowd-Anleger werden in diesem Fall nachrangig behandelt. Im schlimmsten Fall können sie am Ende das gesamte Investment verlieren.

      Geldanlage in Immobilien immer teurer

      Dennoch ist die Immobilie als nachhaltige Wertanlage trotz Niedrigzinsen durchaus schwierig. Denn Wohneigentum ist in den letzten Jahren immer teuer geworden. In den sieben wichtigsten Großstädten haben die Preise laut Statistik zwischen 2010 und 2015 um fast 50 Prozent zugelegt. Die Kredite sind zwar günstig wie nie, die Preise für Bau und Erwerb bleiben aber nach wie vor hoch. Und auch die Mieten sind zwar kräftig gestiegen, aber eben nicht in diesem Ausmaß.

      Bevor Sie aber einen großen Euro-Betrag in heutigen Zeiten auf dem Tagesgeldkonto einfach so herumliegen lassen, investieren Sie besser. Dabei sollten Sie aber nicht nur in Immobilien (oder auch irgendeine andere spezielle Assetklasse) investieren, sondern nach Möglichkeit in ein breit diversifiziertes Portfolio. Da können und sollten Immobilien zwar eine Rolle spielen – sie sind dann aber eben nur eine von verschiedenen Assetklassen. So etwas ist jedoch kein Selbstläufer! Viel Know-how über die Kapitalmärkte sowie die Wechselwirkungen einzelner Kapitalanlagen sind unbedingt erforderlich, um keine böse Überraschung zu erleiden. Von Gedanken an unrealistische Renditen sollte man sich – gerade im dynamischen Immobiliensektor – verabschieden.

      Bedenken Sie daher stets folgende Parameter, wenn Sie Wohneigentum erwerben wollen:

      1. Das Verhältnis von Immobilienpreis zu späteren Mieteinnahmen ist in den letzten Jahren immer geringer geworden.
      2. Eine Geldanlage in Immobilien ist kein Selbstläufer. Das heißt: Informieren, recherchieren, abwägen!
      3. Die Rendite ist keinesfalls so hoch, wie immer mal wieder zu hören ist (5 Prozent und höher)
      4. Bevor Sie Ihr Geld bei der Bank „liegen lassen“, sollten Sie dennoch lieber investieren - am besten in ein global diversifiziertes Portfolio.

      Langfristig breit aufstellen

      So gilt am Ende: Immobilien als Einzelinvestments können – je nach Präferenz oder persönlicher Situation – sinnvoll sein. Wenn Sie jedoch eine langfristige Geldanlage betrachten, sollte Sie diese immer als ganzheitliches Portfolio denken. Das bedeutet: Dieses sollte nicht nur Immobilien, sondern auch andere Assetklassen sowie Regionen und Sektoren enthalten! Denn durch eine breite Diversifikation minimieren Sie Ihr Risiko. Wenn Ihnen dazu die Zeit und oder das nötige Know-how fehlt, ist ein digitaler Vermögensverwalter wie Whitebox die richtige Wahl. Denn wir beobachten kontinuierlich die Anlagemärkte und selektieren aus über 300 Einzeltitel die attraktivsten für unsere Kundenportfolios heraus. Sie wollen mehr über unseren Ansatz erfahren oder haben konkrete Fragen zur Zusammensetzung unserer Portfolios? Dann kontaktieren Sie gerne unsere kompetenten Kollegen im Kundenservice.