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Geld anlegen für Kinder: Früh und gut geplant, ist halb gewonnen | Whitebox
Geldanlage | Kinder | 5 min

Geld anlegen für Kinder: Früh und gut geplant, ist halb gewonnen

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
21. September 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Sie wollen Geld für Ihr Kind anlegen? Eine gute Idee! Je früher Sie starten, desto mehr kann über die Jahre zusammenkommen. Denn es kostet nicht nur viel Geld, ein Kind groß zu ziehen (laut Statistischem Bundesamt sind es im Schnitt 130.000 Euro!). Wenn sie dann groß sind, können Sie einen „Zuschuss“ für den Start ins eigene Leben gut gebrauchen.

      Ich möchte Geld für mein Kind sparen. Wie mache ich das am besten?

      Viele Eltern möchten Geld für ihr Kind oder ihre Kinder anlegen, für das Studium, das erste Auto oder eine Grundausstattung für die erste eigene Wohnung. Vorausgesetzt, das Kind ist noch klein, hat das Sparen für Kinder einen großen Vorteil: den langen Anlagezeitraum. Denn wenn Sie 18 oder auch „nur“ 15 oder zehn Jahre sparen, können Sie auch auf schwankungsanfälligere, aber renditeträchtigere Anlagen setzen und Schwankungen entsprechend einfach aussitzen. Außerdem profitieren Sie dann vom Zinseszinseffekt: Das ist der Effekt, der sich aus der Wiederanlage von Zinsen ergibt.

      Was muss ich grundsätzlich bei der Geldanlage für mein Kind beachten?

      Wenn Sie nun überlegen, wie Sie Geld für Ihr Kind oder Ihre Kinder anlegen sollten, hier zwei wichtige Tipps vorab:

      1. Diversifizieren Sie! Verteilen Sie das Geld, das Sie für Ihr Kind anlegen wollen, also auf mehrere Anlageklassen, Branchen und Regionen. Ein gesunder Mix ist enorm wichtig, denn damit streuen Sie die Risiken.
      2. Achten Sie auf niedrige Kosten! Die Kosten der Geldanlage waren für Anleger lange Zeit kaum ein Thema. In Zeiten niedriger Zinsen fallen die Kosten aber mehr auf. Zu hohe Kosten schmälern die aktuell mageren Renditen noch zusätzlich.

      Welche Anlageklassen kommen infrage?

      Doch welche Anlageklassen sollten es nun sein? Geldanlagen wie Festgeld, Sparbuch oder Sparbrief rentieren sich aktuell nicht mehr. Seitdem die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf null Prozent gesenkt hat, ist ihre Verzinsung minimal. Unter Berücksichtigung der Inflation wird mit solchen Anlagen sogar Vermögen vernichtet. Daran wird auch die Corona-Krise nichts ändern. Dass die EZB die Leitzinsen anhebt, ist vielmehr noch unwahrscheinlicher geworden. Und die Inflation ist aufgrund unterschiedlicher Faktoren (einbrechende Nachfrage, Mehrwertsteuersenkung in Deutschland, Ölpreisrückgang) zwar nochmals gesunken. Es könnte aber sein, dass sie bei einem Anziehen der Konjunktur (und der extrem lockeren Geldpolitik) künftig steigt.

      Nach Alternativen Ausschau zu halten, ist also sinnvoll. Grundsätzlich kommen als Anlagen Aktien und Anleihen in Frage, eventuell auch Immobilieninvestments, Rohstoff- und Infrastrukturanlagen.

      Auf welche Anlageklassen sollte ich setzen?

      Wie Sie die Anlageklassen aufteilen, hängt davon ab, was für ein Anlagetyp Sie sind. Grundsätzlich werden drei Typen unterschieden:

      • der konservative Typ, für den Substanzerhalt an erster Stelle steht,
      • der ausgewogene Typ, für den der Substanzerhalt zwar nicht unwichtig ist, der aber für mehr Renditechancen geringe Verlustrisiken in Kauf nimmt,
      • der risikofreudige Typ, der mit Risiken und zwischenzeitlichen Kursverlusten zugunsten von attraktiven Renditechancen gut leben kann.

      Für den konservativen Typ eignen sich vor allem Anleihen, eventuell mit einem kleinen Anteil von Aktien und Gold oder Immobilienanlagen. Für den ausgewogenen Typ passt ein gleichgewichtiger Mix aus Anleihen und Aktien, eventuell ergänzt um Rohstoffe, Gold oder Immobilienanlagen. Für den risikofreudigen, renditeorientierten Anleger kommt eine hohe Aktienquote infrage. Auch risikoreichere Aktien und Anleihen, etwa aus Schwellenländern, passen zu seinem Profil – vielleicht ergänzt um Immobilien-, Rohstoff- sowie Infrastrukturinvestments.

      „Grundsätzlich“ bedeutet: Wenn Sie eher der konservative Typ sind, sollten Sie auch für Ihre Kinder nicht fast alles auf Aktien setzen. Da Geldanlagen für Kinder allerdings in der Regel von Natur aus einen langen bis sehr langen Anlagehorizont haben, kann es durchaus sinnvoll sein, ein etwas höheres Risiko einzugehen und stärker auf Aktien zu setzen.

      Was mache ich, wenn die Börsen einbrechen?

      Während des Corona-Crash im Frühling 2020 wurden viele Anleger extrem nervös und fragten sich: Soll ich verkaufen, um das Geld für mein Kind zu retten? Doch bei der Geldanlage für Kinder gilt dasselbe wie bei der Geldanlage generell: Auch wenn der Wert eines Aktienportfolios unerwartet stark sinkt, sollten Sie nicht gleich verkaufen. Denn: Sie machen dadurch einen bis dato theoretischen Buchwertverlust zu einem real eingefahrenen Verlust. Die Vergangenheit hat gezeigt: Früher oder später erholen sich die Kurse von Fonds und ETFs in der Regel wieder (die von Einzelaktien aber nicht unbedingt!).

      Das geht allerdings nicht immer so schnell wie nach dem Corona-Crash, als die Kurse schon einige Wochen später wieder (fast) die alten Niveaus erreicht hatten. Manchmal dauert es auch einige Jahre. Die haben Sie aber, wenn Sie Geld für Ihr Kind anlegen. Geduld und gute Nerven gehören daher zu jeder Geldanlage. Ohnehin kostet es jedes Mal zusätzliche Gebühren, wenn Sie Ihr Geld umschichten.

      Fördert der Staat das Sparen für Kinder?

      Nein, Sparen für Kinder fördert der Staat nicht direkt. Er fördert vielmehr Kinder über das Kindergeld oder den steuerlichen Freibetrag für Kinder. Gezahlt bzw. gewährt wird Kindergeld ohne Bedingungen bis zu 18. Lebensjahr. Danach erhalten Eltern noch Kindergeld, wenn die volljährigen Kinder sich noch in einer Berufsausbildung oder im Studium befinden, außerdem werden einige Warte- oder Überbrückungszeiten anerkannt. Für Jobs gibt es Obergrenzen.

      Zudem bringt es steuerliche Vorteile, wenn Sie das Geld im Namen des Kindes anlegen. Denn für die dann anfallenden Kapitalerträge haben auch Kinder einen eigenen steuerlichen Grundfreibetrag von 9.408 Euro (2020), auf den sie keine Steuern zahlen müssen. Mit der sogenannten NV-Bescheinigung (Nicht-Veranlagungsbescheinigung) bescheinigt das Finanzamt, dass für das Kind voraussichtlich keine Einkommensteuer-/Körperschaftsteuer entstehen wird. Die NV-Bescheinigung erspart Ihnen auch den jährlichen Freistellungsauftrag. Dazu kommt für das Kind dann noch der „normale“ Sparerfreibetrag von 801 Euro.

      Wie kann ich das Geld für mein Kind anlegen?

      Sie wollen einmalig eine größere Summe für Ihr Kind anlegen? Oder Sie wollen monatlich etwas sparen? In beiden Fällen gelten die oben genannten Regeln: diversifizieren und auf Kosten achten. Wenn Sie regelmäßig etwas zurücklegen wollen, eignet sich ein Fondsparplan.

      ETFs sind für Sparpläne besonders geeignet. Denn sie sind günstig und bereits ab kleinen Summen zugänglich. Online-Broker bieten solche Sparpläne für ganz unterschiedliche ETFs an – und zwar bereits ab geringen regelmäßigen Beträgen. Bei Whitebox liegt die kleinste Rate für Sparpläne – wenn Sie einmal die Mindestanlagesumme von 5.000 investiert haben – nur bei fünf Euro. Anders als bei „herkömmlichen“ ETF-Sparplänen, bei denen Sie monatlich in einen einzelnen ETF investieren, sparen Sie bei Whitebox regelmäßig in ein breit diversifiziertes ETF-Portfolio, das wir entsprechend Ihres individuellen Rendite-Risiko-Profils zusammenstellen. Die Raten können Sie übrigens jederzeit ändern.

      Bietet Whitebox auch Minderjährigenkonten? 

      Ja, seit Sommer 2020 können Sie auch für Ihr minderjähriges Kind ein Depot bei Whitebox eröffnen. Um Vermögen, das bereits durch Whitebox verwaltet wird, in das verwaltete Vermögen eines Kindes oder eines Jugendlichen zu transferieren, beauftragen Sie bitte einfach eine Auszahlung in entsprechender Höhe und führen die ausgezahlte Summe dem Minderjährigenkonto als Einzahlung zu.