Jetzt anlegen
Wie Privatanleger Ihr Vermögen strukturieren können | Whitebox

Anlagestrategie: Wie Privatanleger ihr Vermögen strukturieren können

Geschrieben von Nadine Friederichs
9. Oktober 2020

    Bei Ihnen hat sich über die Jahre einiges an Geld angesammelt, das Sie mehr oder weniger willkürlich mal so und mal so angelegt haben? Und jetzt wollen Sie Ihr Vermögen (mit Verstand) strukturieren? Ein paar Tipps gilt es für die Anlagestrategie zu beherzigen. Der wichtigste natürlich: Verteilen Sie Ihr Vermögen auf verschiedene Töpfe!

    Das Wichtigste des Artikels im Überblick

    • Auch für Privatanleger lohnt es sich, eine Anlagestrategie zu entwickeln.
    • Verteilen Sie Ihr Geld in jedem Fall auf mehrere Töpfe.
    • Wie diese Verteilung aussieht, hängt ganz von Ihrer Risikobereitschaft, Ihrem Anlageziel und Anlagehorizont ab.
    • Je risikofreudiger Sie sind, desto höher kann die Aktienquote sein.

    Welche Anlagestrategie sollte ich als Privatanleger befolgen?

    Die eine richtige Anlagestrategie, die für jeden gilt, gibt es nicht. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Anlageklassen, in die Sie investieren können. Die wichtigsten sind Aktien und Anleihen. Daneben existieren aber auch noch andere Asset-Klassen, etwa Rohstoff-, Immobilien- oder Infrastrukturanlagen. Wie Sie diese Anlageklassen in Ihrem Portfolio gewichten sollten, hängt ganz von Ihrer

    Risikofreude und Ihrem Anlagehorizont

    ab. Als Faustregel gilt: Je risikofreudiger Sie sind und je länger Sie anlegen wollen, desto höher kann der Aktienanteil sein.

    Kann ich das Geld nicht einfach auf dem Tages- oder Festgeldkonto sparen?

    Ja, das können Sie, Sie müssen sich aber darüber im Klaren sein, dass das Geld real an Wert verliert. Wer Rücklagen in bar oder auf dem Tages- oder Festgeldkonto hält, muss wegen des aktuellen Niedrigzinsumfelds und der Inflation mit einem realen Wertverlust von rund einem Prozent im Jahr rechnen. Daher macht es schon Sinn, sich mit anderen Anlagemöglichkeiten zu beschäftigen.

    Gibt es Anlegeregeln, die für alle gelten?

    Es gibt ein paar Regeln, die Sie als Privatanleger kennen sollten, wenn Sie eine Anlagestrategie entwickeln wollen:

    • Sorgen Sie für eine Liquiditätsreserve! Investieren Sie also nicht alles „freie“ Geld, sondern legen Sie zuerst einen „Notgroschen“ zurück – für eine unvorhersehbare Autoreparatur etwa. Experten empfehlen meist, einen Betrag in Höhe von zwei bis drei Monatsnettoeinkommen als „eiserne Reserve“ zur Seite zu legen. Hier kann es auch gerne das Tagesgeldkonto sein.
    • Tilgen Sie zuerst Ihre Schulden! Fast immer sind Zinsen auf laufende Kredite deutlich höher als die zu erwartenden Renditen sicherer Geldanlagen.
    • Diversifizieren Sie! Verteilen Sie Ihr Geld also auf mehrere Anlageklassen, Branchen und Regionen. Ein gesunder Mix ist enorm wichtig, damit streuen Sie die Risiken.
    • Achten Sie auf niedrige Kosten! Auf Kosten der Geldanlage haben Anleger lange Zeit kaum geachtet. In Zeiten niedriger Zinsen fallen sie aber mehr auf. Zu hohe Kosten schmälern die mageren Renditen noch zusätzlich.

    Was ist Ihr Anlagehorizont?

    Außerdem müssen Sie sich überlegen, wie lange Sie Ihr Geld anlegen wollen. Das macht insofern einen Unterschied, als dass Aktien sich mehr als Langfristanlage eignen. Wenn Sie also nur für ein paar Jahre investieren wollen, sollten Sie Ihr Geld lieber in schwankungsärmeren Anlageklassen wie Anleihen anlegen. Für Aktieninvestments benötigen Sie einen längeren Atem, das heißt zehn, besser noch 20 Jahre. Denn generell lässt sich sagen: Ein langer Anlagehorizont minimiert Verlustrisiken und stabilisiert den Ertrag. Der Grund ist einfach: Wer sein Ziel erst in vielen Jahren erreichen will, kann Verluste aussitzen.

    Letzter Punkt: Müssen Sie jederzeit über Ihr Geld verfügen können? Zum Beispiel in Notfällen? Diese Flexibilität bieten längst nicht alle Sparformen. Möglich ist das zum Beispiel mit Fondssparplänen.

    Anlagestrategie für Privatanleger: Welche Anlagetyp sind Sie?

    Ihre Anlagestrategie hängt außerdem wesentlich vom Risikotypus ab. Oft werden drei Typen unterschieden:

    • der konservative Typ
    • der ausgewogene Typ
    • der risikofreudige Typ

    Für diese drei Typen könnte die Anlagestrategie dann folgendermaßen aussehen: Für den konservativen, sicherheitsorientierten Typ steht der Substanzerhalt an erster Stelle. Für ihn kommen vor allem Anleihen infrage, eventuell mit einem kleinen Anteil von Aktien und Gold oder Immobilienanlagen. Für den ausgewogenen Typ ist der Substanzerhalt zwar nicht unwichtig, er nimmt aber für mehr Renditechancen geringe Verlustrisiken in Kauf. Für ihn passt ein gleichgewichtiger Mix aus Anleihen und Aktien, eventuell ergänzt um Rohstoffe, Gold oder Immobilienanlagen.

    Der risikofreudige, renditeorientierte Anleger kann mit Risiken und zwischenzeitlichen Kursverlusten zugunsten von attraktiven Renditechancen gut leben. Für ihn kommt eine hohe Aktienquote infrage. Auch risikoreichere Aktien und Anleihen, etwa aus Schwellenländern, passen zu seinem Profil – eventuell ergänzt um Immobilien-, Rohstoff- sowie Infrastrukturinvestments.

    Maßgeschneiderte Anlagestrategie für Privatanleger

    Haben Sie sich selbst wiedergefunden? Oder Sie trauen sich nicht zu, Ihr Geld selbst anzulegen oder haben einfach keine Lust dazu? Wenn Sie sich nicht selbst um die Geldanlage kümmern wollen, können Sie das auch einem Profi in die Hand geben, etwa Whitebox. Wir sind der erste digitale Vermögensverwalter mit einem an den individuellen Anlagezielen des Kunden ausgerichteten Portfoliomanagement. Das heißt: Wir schneidern die Anlagestrategie genau auf Sie zu.

    Was wir sonst noch machen: Wir betreiben aktives Portfoliomanagement auf Basis eines Value-Ansatzes. Dabei investieren wir vor allem in unterbewerte Anlageklassen, die wir mit kostengünstigen, börsengehandelten Indexfonds (ETF) abbilden.