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Aktien sind Renditeprimus | Whitebox
Aktien | Rendite | Investieren | 3 min

Aktien sind Renditeprimus – langfristig

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
5. November 2020

    Welcher Privatanleger möchte das nicht: die beste Rendite erzielen. Doch attraktive Renditen sind heute nicht mehr so leicht zu finden. Sichere Anlagen wie Tagesgeld, Festgeld oder Sparkonto bieten heute keine nennenswerten Zinsen mehr. Und nur Aktien? Das ist so manchem zu riskant. Aufgeben muss aber auch nicht sein. Es gibt Lösungen mit attraktiven Renditechancen bei individuellem Rendite-Risiko-Mix.

    Sind Sie auf der Suche nach der „besten Rendite“? Na dann viel Spaß! Denn wer im Internet nach den besten Anlagemöglichkeiten sucht, dem schwirrt schnell der Kopf. Die unterschiedlichen Anlageklassen – also Aktien, Anleihen, vielleicht noch Gold oder Immobilienanlagen – sind nicht so einfach zu vergleichen. Welche Aktien sind denn gemeint: deutsche, europäische, amerikanische oder Weltaktien? Sind Währungseffekte berücksichtigt? Wie sind die Kosten? Vor allem kommt es natürlich auf den Anlagezeitraum an.

    Was bedeutet eigentlich „beste Rendite“?

    Bevor wir uns all diesen Fragen nähern, machen wir einen kleinen Schritt zurück. Denn: Es ist nicht objektiv definiert, was man unter „beste Rendite“ versteht. Das ist auch schlicht unmöglich. Warum?

    1. Jeder Anleger gestaltet sein Portfolio individuell anhand seines Rendite-Risiko-Profils und seinem Anlagezeitraum-/ziel.
    2. Rendite(chancen) und Risiken sind zwei Seiten derselben Medaille.

      →Renditen können nicht losgelöst von diesen genannten und weiteren Faktoren bewertet werden. Denn Rendite muss immer in Relation zum daran geknüpften Risiko sowie den Anlagezielen und dem Anlegerprofil betrachtet werden.

    Renditechancen: Langer Atem zahlt sich aus

    Der deutsche Fondsverband BVI stellt regelmäßig zusammen, wie sich unterschiedliche Fonds nach Asset-Klassen entwickelt haben. Wer zum Beispiel per Ende Juli 2020 ein Jahr auf deutsche Aktienfonds gesetzt hatte, kam auf eine Rendite von nur 1 Prozent (Sie erinnern sich: Der Corona-Crash hatte die schönen Gewinne aus der zweiten Jahreshälfte 2019 vernichtet!). Wer aber seit zehn Jahren investiert war, kam auf 6,9 Prozent im Jahr. Lehre Nummer eins lautet also: Je länger Sie anlegen, desto eher können Sie Schwankungen bei der Wertentwicklung ausgleichen.

    Beste Renditen: Aktien haben die Nase vorn ­– vor Anleihen

    Lehre Nummer zwei: Um Aktien kommen Sie kaum herum, wenn Sie überhaupt noch etwas an Rendite erzielen wollen. Die meisten Analysen zeigen, dass Aktien langfristig zu den besten Finanzinvestitionen gehören. Die Schweizer Bank Credit Suisse untersucht in ihrem Global Investment Returns Yearbook zusammen mit der London Business School regelmäßig die langfristigen Renditen unterschiedlicher Anlageklassen.

    Nach dem aktuellen Bericht von 2020 zählen Aktien, weit vor Anleihen, nach wie vor zu den besten Investitionen. Globale Aktien haben in den letzten 120 Jahren eine annualisierte reale (sprich: inflationsbereinigte) Rendite von 5,2 Prozent erzielt, Anleihen nur 2 Prozent. In den letzten zehn Jahren entwickelten sich globale Aktien mit einer annualisierten Rendite von real 7,6 Prozent laut Bericht besonders gut, die von Anleihen lag bei robusten 3,6 Prozent real.

    Auch Gold und Immobilienfonds hinken hinterher

    Und wie sieht es mit anderen Anlageklassen aus? Neben Aktien und Anleihen sind Gold und offene Immobilienfonds wichtiger Bestandteil vieler Portfolios privater Investoren. Sie weisen eine Reihe von Eigenschaften auf, die sie von anderen Anlageklassen unterscheidet und damit zu einem wichtigen Diversifikator machen können:

    • Der Goldpreis ist durch die Corona-Krise zwar stark gestiegen. Viele Studien zeigen aber, dass ein reines Goldinvestment Anlegern auf lange Sicht weniger Rendite und mehr Schwankung beschert als ein Investment in den Weltaktienindex MSCI World (Beispiel: https://www.finanztip.de/gold/).
    • Die Rendite offener Immobilienfonds lag laut BVI in den vergangenen 10 und 20 Jahren um die 3 Prozent im Jahr – durchaus solide also, auch wenn nicht so attraktiv wie bei Aktien.

    Beste Renditen: Der richtige Mix macht`s

    Also gilt: Alles in Aktien investieren, um die beste Rendite zu erzielen? Das wird Ihnen kaum ein seriöser Anlageberater empfehlen. Denn es geht nicht nur um die erwartete Rendite, sondern auch um das Risiko, das Sie als Anleger dafür eingehen müssen. Und das ist viel kleiner, wenn Sie Ihr Geld auf mehrere Töpfe verteilen, also diversifizieren. Die für manche als langweilig geltende Anlageklasse Anleihen (besonders Staatsanleihen solider Länder) kann ein wesentlicher, stabilisierender Baustein im Portfolio sein. Auch Gold oder Immobilien- oder Infrastrukturinvestments können unter Umständen infrage kommen. Letztlich gilt es, den richtigen Risiko-Rendite-Mix zu finden, der genau für Sie passt.

    Genauso wichtig wie die Wahl der passenden Anlageklassen ist für den langfristigen Vermögensaufbau übrigens auch das Durchhalten: Wer in Aktien investiert, sollte bei Kursrücksetzern nicht panisch verkaufen. Manchmal dauert die Kurserholung zwar länger, als wir das nach dem Corona-Crash im Frühjahr 2020 gesehen haben. Aber zumindest in der Vergangenheit haben die Aktienmärkte ihre Verluste früher oder später immer wieder aufgeholt.

    Jagen Sie nicht nach Top-Renditen!

    Was heißt das jetzt alles für Sie? Es heißt, dass Sie nicht nach der „besten Rendite“ jagen sollten. Unter der Berücksichtigung der langjährigen Renditen sollten Sie vielmehr ein ausgewogenes Portfolio zusammenstellen, das auch die Risiken berücksichtigt und das für Sie geeignet ist.

    Das trauen Sie sich selbst nicht zu? Vermögensverwalter wie Whitebox können Ihnen sinnvolle Lösungsvorschläge bieten, die zu Ihren Anforderungen passen. Dabei werden Aktieninvestments – neben Anleihen – fast immer eine wichtige Rolle spielen. Zu Gold raten wir allenfalls als kleine Beimischung. Dazu kommen können, je nach Risikoneigung, noch Immobilien- oder Infrastrukturanlagen.