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Finanzblogs: Finanzinfos mal anders | Whitebox

Finanzblogs: Finanzinfos mal anders

Geschrieben von Nadine Friederichs
19. August 2020

    Endlich Verantwortung für die persönlichen Finanzen übernehmen, finanziell unabhängig sein, mit weniger Geld ein erfülltes Leben führen – um das und vieles mehr geht es in Finanzblogs. Können diese Blogs brauchbare Informationen zu Finanzthemen liefern? Ein ganz klares Ja. Sie müssen nur differenzieren können.

    Das Wichtigste des Artikels im Überblick

    • Finanzblogs sind Blogs zu Finanzthemen wie Geldanlage, persönlichen Finanzen, Altersvorsorge oder finanzieller Unabhängigkeit.
    • Typisch für Finanzblogs wie Blogs im Allgemeinen ist die individualisierte und lockere Ansprache und das Schreiben aus der subjektiven Sicht.
    • Finanzblogs richten sich meist explizit an Leser, die nicht unbedingt Wirtschafts- und Finanzbeiträge in klassischen Medien bzw. Fachmedien lesen.
    • Finanzblogs können zur Finanzbildung beitragen, man muss nur die seriösen von den weniger seriösen unterscheiden können.

    Was sind eigentlich Finanzblogs?

    Finanzblogs sind Blogs zu Finanzthemen wie Geldanlage, persönlichen Finanzen oder finanzieller Unabhängigkeit. Sie unterscheiden sich stark hinsichtlich der Autoren, Adressaten und des fachlichen Niveaus. Gemein ist ihnen aber die blogtypische individualisierte und lockere Ansprache, das Schreiben aus subjektiver Sicht, die Interaktion mit dem Leser und die Verlinkung zu anderen, relevanten Informationen.

    Finanzblogs richten sich meist explizit an Leser, die nicht unbedingt Wirtschafts- und Finanzbeiträge in klassischen Medien bzw. Fachmedien lesen und die eine neue Herangehensweise suchen.

    Welche wichtigen Finanzblogs gibt es?

    Als erster Blog überhaupt gilt die Website des Softwareentwicklers Tim Berners-Lee, die am 13. November 1990 online ging. Später kamen weitere Blogs zu allen möglichen Themen dazu. Richtig nach oben ging es mit den Blogs ab Ende der 1990er Jahre. Heute gibt es Millionen von Blogs, darunter auch sehr viele Finanzblogs. Die Webseite finanzblognews nennt, Stand Juli 2020, 418 deutschsprachige Finanzblogs („und täglich werden es mehr“).

    Zu den wichtigsten deutschen Finanzblogs gehören laut der Plattform demnach derzeit Timschäfermedia, Frugalisten, Finanzwesir, Madame Moneypenny, Mr. Market, die Freiheitsmaschine, Rente mit Dividende, Intelligent Investieren und Gerd Kommer Invest.

    Welche Themen behandeln Finanzblogs?

    Generell reichen die Themen von Geldanlage/Vermögensaufbau und Finanzbildung/allgemeine Finanzthemen über Aktien, Immobilien, vorzeitiger Ruhestand und Spartipps bis hin zu Krediten – letztlich um alle Geldthemen, die Menschen direkt betreffen. Ein großes Thema derzeit ist der Minimalismus (Frugalisten: „Erfahre, wie du mit weniger Geld ein erfülltes Leben führen kannst und genug sparst, um mit 40 ausgesorgt zu haben“) und Finanzanlagen für Frauen.

    Übrigens schreiben auch viele Banken und Vermögenverwalter eigene Blogs zu Finanzthemen. Manche bemühen sich um Neutralität und echte Wissensvermittlung. Bei einigen handelt es sich hingegen nur um verkappte Werbung.

    Wer schreibt eigentlich Finanzblogs?

    Schreiber von Finanzblogs haben ganz unterschiedliche Hintergründe: Einige sind „vom Fach“, haben also lange in der Finanzbranche gearbeitet und wollen ihr Wissen teilen. Auch Wissenschaftler sind dabei, die sich über Blogs zu ganz spezifischen Themen mitteilen und austauschen wollen. Viele Blog-Schreiber sind aber auch Autodidakten in Sachen Finanzen. Die Niveaus sind daher sehr unterschiedlich: Das Spektrum reicht von seriös und fundiert über salopp formuliert, aber korrekt, bis hin zu handfesten Fehlern und hanebüchenen Halbwahrheiten.

    Warum gibt es so viele Finanzblogs speziell für Frauen?

    Sie heißen Madame Moneypenny, Geldfrau, Klunkerchen oder Femance: Finanzblogs speziell für Frauen sind ein Renner. Der Grund: Für viele Frauen scheinen Finanzen immer noch ein „Männerthema“ zu sein. Die Hemmschwelle, zu klassischen Finanzmedien zu greifen, scheint höher zu sein. Eine neue, frauenspezifische Herangehensweise an Finanzthemen kommt daher besonders gut an. Außerdem stehen die meisten Frauen heutzutage finanziell auf eigenen Füßen, verdienen oft auch sehr gut und wollen ihr Geld daher auch selbst verwalten und anlegen.

    Übrigens hat der Finanzblog für Frauen Femance 2019 den comdirect finanzblog award gewonnen, mit dem jedes Jahr hochwertige und professionelle Finanzblogs ausgezeichnet werden.

    Können Finanzblogs zur Finanzbildung beitragen?

    Eindeutig: Ja! Denn durch die neuen Formate, die frische Herangehensweise und viele kreative Ideen werden Finanzblogs oft von Menschen gelesen, die den Wirtschaftsteil von Zeitungen oder Online-Zeitungen überspringen. Doch selbst für Menschen, die schon viel Finanz-Knowhow haben, gibt es interessante Blogs, etwa solche mit einem besonderen Themenschwerpunkt.

    Wegen der stark abweichenden Qualität sollten Sie aber auf Folgendes achten:

    • Prüfen Sie den fachlichen Hintergrund des Schreibers.
    • Halten Sie sich fern, wenn unseriöse Versprechungen gemacht werden à la „Reich in fünf Jahren“, oder „Totsicheres Investment mit 15 Prozent Rendite“.
    • Bleiben Sie skeptisch, wenn es nur um Selbstdarstellung geht („Mit 30 hatte ich schon zehn Eigentumswohnungen“).
    • Bezahlte Gastbeiträge (Sponsored Content) oder sonstige kommerzielle Kooperationen sollten klar gekennzeichnet sein.

    Eine persönliche Anlageberatung oder eine Empfehlung durch einen Robo-Advisor können Finanzblogs übrigens nicht ersetzen. Dennoch können Blogs Anleger in Sachen Finanzthemen sattelfester machen, so dass sie Anlageentscheidungen fundierter treffen oder auch mit mehr Wissen in Anlageberatungen gehen können.

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