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Altersvorsorge | 3 min

Auszahlplan-Vergleich: Zur Rente mehr aus dem Geld machen

Geschrieben von Salome Preiswerk
28. November 2019
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Inhaltsverzeichnis

      Richtig Geld für den Ruhestand anzusparen, ist die eine Sache – doch auch das Auszahlen will gelernt sein. Das geht am besten mit einem Entnahmeplan. Hier lohnt sich ein Vergleich.

      Ein Auszahlplan (oft auch Entnahmeplan genannt) hat folgenden Zweck: Wer Geld angelegt hat, kann sich damit regelmäßig Beiträge überweisen lassen. Sie zahlen sich also gewissermaßen Ihr eigenes Gehalt. So etwas lohnt sich besonders, wenn Sie frisch in den Ruhestand gestartet sind, privat vorgesorgt haben und nun möglichst lange davon gut leben wollen. Denn dafür einfach sein gesamtes Investment aufzulösen oder unkontrolliert Geld herauszuziehen, ist der falsche Weg. Aber der Reihe nach.

      Das deutsche System der Altersvorsorge beruht auf einem dreistufigen Modell: der gesetzlichen und der betrieblichen Rente sowie der privaten Altersvorsorge. Experten raten davon ab, sich nur auf einen Pfeiler zu verlassen, wie zum Beispiel die gesetzliche Rente.

      Grundsätzlich gilt: Je früher Sie selbst privat vorsorgen, desto besser ist tendenziell die finanzielle Situation (Absicherung) im Alter. Und das geht über verschiedene Wege: Sie können zum Beispiel eine Lebensversicherung abschließen oder in einen Fondssparplan investieren.

      Nur: Wie viel Geld müssen Sie überhaupt ansparen? Und wie viel können Sie davon im Alter monatlich nutzen, ohne das Vermögen zu schnell zu verbrauchen? 

      Rechnen mit der Faustformel

      Als grober Fingerzeig hilft die sogenannte Vier-Prozent-Regel. Die Faustformel bietet keine perfekte Sicherheit und ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie der tatsächlichen Lebenserwartung. Aber sie hilft bei der ungefähren Orientierung. Danach kann man von seinen ursprünglichen Ersparnissen, die in einem ausgeglichenen Mix aus Aktien oder Anleihen angelegt sind und bleiben, jedes Jahr vier Prozent abheben. Dann stehen die Chancen gut, dass das Geld mindestens 30 Jahre und so bis zum Lebensende reicht.

      Um zu wissen, wie viel angespart sein sollte, schätzt man die jährlichen Ausgaben ab und multipliziert sie mit 25. Das ergibt die Summe, die „auf der hohen Kante“ liegen muss. Wer sich zum Beispiel (neben der gesetzlichen Rente) jedes Jahr 20.000 Euro auszahlen möchte, braucht dann schon eine halbe Million Euro Erspartes.

      Natürlich gibt es hier viele Variablen, an denen man schrauben kann – nicht zuletzt die Entnahme von vier Prozent. Wer zum Beispiel nur drei Prozent entnimmt, hat laut Untersuchungen historischer Aktien-und Anleiherenditen gute Chancen, dass die Ansparsumme 50 Jahre und noch viel länger ausreicht.

      Die Kunst einer guten Auszahlstrategie besteht darin, das Ersparte richtig anzulegen. Steckt es zum Renteneintritt zum Beispiel zu großen Teilen in einem Aktienportfolio (mit Einzelwerten oder ETFs)? Dann hängt ganz generell die Frage, wie viel Geld Sie „rausbekommen“, stark von den Entwicklungen an den Finanzmärkten ab. Wer zu hohe Beträge in einem Börsenabschwung entnimmt, riskiert die vorzeitige Pleite: Das Geld ist dann viel schneller weg als ursprünglich geplant.

      Wer mehr Sicherheit möchte, hat in der Kombination eines Aktienplans mit Festgeld eine weitere Möglichkeit der Vorsorge: In dem Fall mindern Sie das Risiko etwas, zu stark von den Schwankungen an der Börse abhängig zu sein. Dafür legen Sie einen Teil des Geldes als Termingeld an und entnehmen hier das Geld – parallel entwickelt sich das Ersparte weiter, das sie an den Finanzmärkten (in Aktien) investiert haben. Mit Festgeldern verschiedener Laufzeiten sichern Sie sich so feste Entnahmebeträge für einen bestimmten Zeitraum.

      Weniger Geld mit der Sofortrente

      Bei einer Sofortrente ist der Auszahlplan zwar schon inbegriffen. Allerdings erhalten Sie auch vergleichsweise wenig Geld im Ruhestand. In diesem Fall überlassen Sie Ihr Kapital einem Versicherer, der es Ihnen später mit Zinsen monatlich zurückzahlt.

      Sie können Ihre Auszahlung auch mit Hilfe eines Robo-Advisors organisieren. Die digitalen Vermögensverwalter nutzen größtenteils automatisierte Prozesse, um Geld anzulegen. Das hat den Vorteil, dass Sie vor emotionalen Entscheidungen geschützt sind und die Kosten deutlich geringer sind. Zudem kontrollieren manche Robo-Advisor während der Ansparphase automatisch das Risiko und reduzieren es zum Eintritt in die Rente. Genau so, wie der Robo-Advisor Ihren Sparplan erstellt und an die aktuellen Entwicklungen anpasst, kann er das auch mit Ihrem Auszahlplan machen – das System bietet also einige Vorteile.

      Fazit: Welcher Auszahlplan für wen?

      Welcher Auszahlplan zu Ihnen passt, ist auch eine Typfrage: Wenn Sie sich keine Gedanken um Ihre Altersvorsorge und einen Auszahlplan machen wollen, ist für Sie die Sofortrente über einen Versicherer eine Option.
      Wollen Sie eine möglichst hohe Rente und sind bereit, dafür auch ein gewisses Risiko einzugehen? Dann sollten Sie fürs Alter in der Ansparphase hauptsächlich in Aktien investieren und später zu einer eher konservativen Strategie wechseln – Schwerpunkt sollten dann möglichst sichere Anleihen sein. Wenn Sie kurzfristig einmal mehr Geld zur Verfügung haben wollen, ist diese Anlagemöglichkeit ebenfalls am besten geeignet.
      Ein Robo-Advisor ist für diejenigen geeignet, die Ihr Geld zwar gewinnbringend investieren wollen – gleichzeitig aber keine Zeit oder nicht das nötige Wissen haben, um ihr Wertpapierportfolio selbst zu verwalten.

      Näheres zur Altersvorsorgelösung von Whitebox finden Sie hier.