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Wie Sparen im Alltag zur nachhaltigen Vermögensbildung beiträgt | Whitebox

Sparen mit Aktien – das geht!

Geschrieben von Nadine Friederichs
27. Mai 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Sparen mit Aktien. Schließt das eine das andere nicht aus? Nein. Noch immer ist der (Irr-)Glaube verbreitet, dass Aktien zu riskant sind, um ein Vermögen anzusparen. Begründet wird dies oft mit den starken Kursschwankungen der Wertpapiere. Allein: Kursschwankungen implizieren nicht nur Risiken, sondern auch Chancen – besonders bei langfristigen Investments.

      Früher war Sparen durchaus auch ohne Aktien möglich. Das gute alte Sparbuch war buchstäblich dafür da, sein Geld rentierlich und sicher anzulegen. Mit einem jährlichen Zins von zwei oder drei Prozent konnten Sparer über Jahre hinweg ordentliche Sümmchen ansparen. Seit einigen Jahren gibt es bekanntlich keine nennenswerten Zinsen mehr. Das Modell des klassischen Geldparkens per Sparbuch oder Tagesgeldkonto hat damit ausgedient. Zumal die Inflationsrate deutlich über dem allgemeinen Marktzins liegt. Im Endeffekt verlieren Zinssparer auf die traditionelle Weise des Sparens also Kapital.

      Das Trauma der Dotcom-Blase

      Aber zurück zu den Aktien: Obwohl sie in der Vergangenheit die rentierlichste Art der Geldanlage waren, lässt sich hierzulande nur ein kleiner Teil der Einwohner darauf ein: Derzeit besitzen in Deutschland rund zehn Millionen Menschen Aktien oder Aktienfonds. Das ist weniger als 2003 – damals waren es fast 13 Millionen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Aktienbegeisterung, die Ende der 1990er-Jahre einsetzte, eng mit dem Glauben ans schnelle Geld verbunden war. Die Kurse von Technologie- und Telekommunikations-Werten schossen damals durch die Decke – die „T-Aktie“ (Deutsche Telekom) ist Legende. Das Ende ist bekannt. Das Platzen der Internetblase nach der Jahrtausendwende hatte zur Folge, dass Anleger Angst bekamen, sich an der Börse die Finger zu verbrennen. Mit einer sinnvollen Strategie und einem längeren Anlagehorizont passiert dies allerdings nicht so schnell. Anstatt sich auf Einzelwerte zu stürzen und sich damit auf riskante Wetten einzulassen, ist es erfolgversprechender, sein Geld in viele verschiedene Aktien zu investieren. Und je nach Risikoneigung vor allem: AUCH in Aktien zu investieren – aber nicht notwendigerweise nur.

      Langfristig sinken die Marktrisiken

      Die vergleichsweise hohen Kursschwankungen von Aktien können Anleger meistern, indem sie ihr Geld langfristig anlegen. Denn über längere Zeit steigt die Wahrscheinlichkeit Gewinne zu erzielen. So haben Rechnungen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) ergeben, dass seit 1970 niemand Verluste erleiden musste, wenn er Aktien mindestens 13 Jahre gehalten hat und nicht in Einzelwerte, sondern in einen Index wie den DAX investierte. Dies ist selbst dann der Fall, wenn man zum schlechtesten Zeitpunkt auf dem Kurshöhepunkt kaufte und anschließend die Märkte in den Keller fielen. Anschließend haben sich die Kurse stets erholt und beim DAX im Schnitt einen Gewinn von sieben bis acht Prozent pro Jahr erzielt. Trotzdem sorgen starke Kurskorrekturen immer wieder dafür, dass sich Anleger von den Börsen verabschieden. So etwa nach dem schwachen Börsenjahr 2018 und den damaligen Konjunktursorgen. Zu der Zeit hatten sich laut dem DAI 660.000 Deutsche ihre Aktien verkauft. Damit ging die Rally 2019 an ihnen vorbei, in der der DAX (Aktien Deutschland) um 26 Prozent und der MSCI World (Aktien Industrieländer weltweit) um fast 28 Prozent stieg.

      Nach dem Corona-Crash: Mit Aktien auf Normalität setzen

      Selbst der heftige Einbruch im Zuge des Corona-Virus hat gezeigt, dass Aktien von soliden Unternehmen nach größeren Abstürzen wieder Aufholpotenzial besitzen. Unmittelbar nach dem Crash Mitte März 2020 notierte der DAX nur noch bei etwas über 8.000 Punkten – und damit auf seinem Buchwert. Anleger hatten damit die künftige schwere Rezession einkalkuliert. Wer nun davon ausgeht, dass das Corona-Virus künftig besiegt und damit die Krise enden wird, für den sind Aktien eine hoffnungsvolle Investition. Das Prinzip: Früher oder später werden Menschen wieder mehr einkaufen, mehr reisen und Gaststätten besuchen. Die Firmen werden wieder bessere Geschäfte machen und es wird wieder mehr Beschäftigte geben. Kurzum: Die Konjunktur wird wieder angekurbelt. Anleger können mit Aktien auf die künftige Normalität setzen.

      Sparen mit Aktien: Fünf Regeln 

      Wenn Sie grundsätzlich vom Aktienpotenzial überzeugt sind, sollten Sie beim Investieren allerdings ein paar Regeln beachten. Dazu gehören:

      • Verteilen Sie Ihr Geld auf viele Regionen und Branchen.
      • Legen Sie Ihr Geld langfristig an, am besten zehn Jahre oder länger.
      • Das Geld, das Sie in Aktien investieren, sollten Sie die nächsten Jahre nicht benötigen. So können Sie Kursdellen aussitzen.
      • Investieren Sie lieber in ganze Märkte als in einzelne Aktien. Dies ist mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) möglich. Diese bilden zumeist Indizes wie den DAX (Deutschland) oder den S&P 500 (USA) eins zu eins ab.
      • Investieren Sie nur in Aktien, wenn Sie sich dabei wohl fühlen.

      Wie viel Geld Sie mit Aktien sparen sollten, hängt von Ihrer Risikobereitschaft ab. Das Prinzip: Je renditefreudiger Sie sind, desto höher sollte der Aktienanteil in Ihrem Portfolio sein. Andererseits können Sie als defensiver Anleger Ihr Depot zum großen Teil mit festverzinslichen Papieren wie Anleihen bestücken und nur einen kleinen Teil mit Aktien beimischen.

      Kostengünstige Strategie mit ETFs

      Die meisten Privatanleger können nur sehr schwer einschätzen, wie sie im Einzelnen ihr Depot ausrichten sollen. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit einem selbstgebauten Portfolio dauerhaft besser abschneidet als ein Index, ist relativ gering. Wir bei Whitebox erstellen Ihnen ein Portfolio, das zu Ihren Rendite- und Risikovorstellungen passt. Wir setzen dazu kostengünstige ETFs ein, die sich auf zahlreiche Aktien und Anleihen, aber auch andere Anlageklassen beziehen. Wir verstehen uns als Value-Investor und setzen dabei vor allem auf unterbewertete Anlageklassen und Branchen.

      Der Aktien-ETF-Sparplan

      Wenn Sie mit Aktien über einen langen Zeitraum sparen wollen, müssen Sie nicht unbedingt viel Kapital besitzen. Anstatt einen oder mehrere große Beträge zu investieren, können Sie auch über einen ETF-Sparplan Geld anlegen. Dabei zahlen Sie regelmäßig einen Betrag ein, beispielsweise 50 Euro jeden Monat. So können Sie über börsengehandelte Indexfonds in breit gestreute Aktienindizes wie den MSCI World (Industrieländer weltweit), den Euro Stoxx 50 (Eurozone) oder den S&P 500 (USA) investieren. Fallen die Kurse des Referenzindex, erhalten Sie mehr Fondsanteile. Steigen die Indexkurse hingegen, bekommen Sie weniger Anteile.

      Lohnt es sich, auf diese Weise mit Aktien zu sparen? Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) hat in der Ausgabe vom 29. März 2020 untersucht, was ETF-Sparpläne trotz des Corona-Crashs gebracht haben:

      • Wer etwa zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise im Juli 2007 begonnen hat, einen DAX-ETF mit 100 Euro pro Monat zu besparen, erzielte bis Ende März 2020 eine jährliche Rendite von 1,3 Prozent.
      • Summe der Einzahlungen seit dem Einstieg am 1.7.2007: 15.300 Euro. 
      • Portfoliowert am 25.3.2020: rund 18.126 Euro. 
      • Ein Sparplan auf den MSCI World hätte unter gleichen Bedingungen 3,7 Prozent eingebracht. 
      • Summe der Einzahlungen seit dem 1.7.2007: 15.300 Euro. 
      • Portfoliowert am 25.3.2020: rund 24.414 Euro.

      Wohl gemerkt: Diese Zahlen beinhalten zwei Börsencrashs 2008 und 2020. Ohne den Corona-Absturz hätte der DAX-ETF-Sparplan sogar vier Prozent pro Jahr und der MSCI World-ETF-Sparplan jährlich sechs Prozent geschafft.

      Mit Sparplänen sind Sie flexibel

      Je länger Sie mit Aktien sparen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kursdellen wieder geglättet werden. Wichtig ist es in jedem Fall, die Risiken realistisch einzuschätzen, die Aktien oder Aktienfonds mit sich bringen können. Investmentlegende Warren Buffett hat das Rüstzeug erfolgreicher Investoren einmal so auf den Punkt gebracht: „Um ein Leben lang erfolgreich zu investieren, bedarf es weder eines stratosphärischen IQ, noch ungewöhnlicher geschäftlicher Kenntnisse oder Insiderinformationen. Was man braucht, ist ein solider intellektueller Rahmen für Entscheidungen und die Fähigkeit, Emotionen davon abzuhalten, diesen Rahmen zu untergraben.“ Wer per ETF-Sparplan monatlich einen festen Betrag in etablierte Aktienindizes investiert, hat gute Aussichten, auf Dauer attraktive Renditen zu erwirtschaften. Zudem bieten Sparpläne einige Vorteile: 

      1. Sparpläne sind sehr flexibel. 
      2. Bei Bedarf können Sie die Einzahlung aussetzen. 
      3. Im Notfall können Sie die erworbenen Wertpapiere jederzeit verkaufen. 
      4. Die Auswahl ist riesig: Inzwischen gibt es weit mehr als tausend ETF-Sparpläne, wobei der Schwerpunkt auf Aktien- und Anleihen-ETFs liegt.

      Welcher ist für mich der Richtige?

      Wir bei Whitebox stellen Ihnen ein global diversifiziertes ETF-Portfolio zusammen, das zu Ihren individuellen Bedürfnissen passt. In dieses können Sie einmalig oder auch monatlich investieren. So könnte es sinnvoll sein, regelmäßig einen bestimmten Betrag in ein Depot zu investieren, das Ihrer Altersvorsorge dient. Die Lösungen, die wir anbieten, richten sich nach verschiedenen Faktoren wie etwa Ihren finanziellen Verhältnissen, Ihrer persönlichen Risikobereitschaft sowie Ihren Anlagezielen und dem Anlagezeitraum. Wir bieten Ihnen dabei alles aus einer Hand: Wir erstellen Ihr Portfolio – dabei sind wir unabhängig von Produktanbietern– und verwalten Ihr Vermögen: So können Sie von Chancen, die die Märkte bieten, profitieren und zugleich Verlustrisiken minimieren.

      Haben Sie noch Fragen zum Sparen mit Aktien? Dann kontaktieren Sie uns gerne!