Sind Sie ein Value Investor?

Value Investing eignet sich für alle Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont.

 

 

Was unterscheidet Value-Aktien und Value-Indizes von Value-Strategien?

Analysten und Investoren klassifizieren Aktiengesellschaften anhand unterschiedlicher Eigenschaften, beispielsweise ihrer Größe, ihrer Wachstumsdynamik oder ihrer wirtschaftlichen Substanz. Aktien mit vermeintlich hoher Substanz werden häufig als Value-Aktien bezeichnet. Die Kurse von Value-Aktien entwickeln sich an den Börsen oft ähnlich und ihre Kursbewegungen unterscheiden sich häufig von denen der Aktien wachstumsstarker Unternehmen: In manchen Marktphasen entwickeln sich Value-Aktien besser als Growth-Werte, in anderen ist es umgekehrt. Aus diesem Grund bieten die großen Indexanbieter spezielle Indizes für Value- und Growth-Aktien an. Diese Indizes werden beispielsweise von Spekulanten genutzt, die über ein Timing der unterschiedlichen Kurszyklen dieser Aktiengattungen eine bessere Performance erzielen wollen als der Gesamtmarkt.

Doch diese Indizes sind keine Anlagestrategien, sondern lediglich grobe Filter, die Aktien mit bestimmten Eigenschaften zusammenfassen. Weder willkürlich zusammengestellte Portfolios aus Value-Aktien noch Investitionen in einen Value-Index können eine gut durchdachte, sorgfältig und konsequent umgesetzte Value-Strategie ersetzen. Die Klassifizierung der Value-Aktien basiert nicht auf gründlichen und tief gehenden Analysen der Unternehmensbilanzen und die Indexanbieter ermitteln auch keine inneren oder fairen Werte, um sie mit den Aktienkursen zu vergleichen. Sie vergeben das Etikett „Value-Aktie“ vielmehr anhand relativer Vergleiche einiger weniger Kennzahlen. Der Indexanbieter MSCI nutzt hierzu beispielsweise drei Kennzahlen: Das Verhältnis des Buchwertes zum Aktienkurs, das Verhältnis des für die nächsten 12 Monate erwarteten Gewinns zum Aktienkurs und die Dividendenrendite. Solche Kennzahlen können auch für Value-Investoren eine Rolle spielen, aber kein ernst zu nehmender Value-Investor würde auf die Idee kommen, nur auf Basis einiger weniger Kennzahlen Geld in ein Unternehmen zu investieren.

Für wen eignen sich Value-Strategien?

Investoren sollten bei allem, was sie tun, zumindest eine grobe Idee davon haben, worauf sie sich einlassen. Das gilt auch für Value-Strategien. Wer in eine solche Strategie investiert, sollte sich vor allem darüber im Klaren sein, dass die erfolgreiche Umsetzung einer Value-Strategie normalerweise Geduld und antizyklisches Handeln erfordert. Aus diesem Grund braucht ein Value-Manager Investoren mit ruhiger Hand und langfristigem Anlagehorizont. Value-Investing erfordert nicht nur geduldige Manager, sondern auch geduldige Anleger.

Außerdem ist es hilfreich, wenn Investoren eine realistische Vorstellung von den Risiken haben, die mit solchen Strategien verbunden sind. Da Value-Manager meist keine Maßnahmen ergreifen, um kurzfristige Preisschwankungen ihrer Portfolios zu verhindern oder zu glätten, sollten Anleger mit den für die jeweiligen Anlageklassen typischen Volatilitäten rechnen und leben können. Denn wie Warren Buffett einmal betonte: „Risiko resultiert daraus, dass man nicht weiß, was man tut.

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