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Was sind Anlagefonds/ETFs?

Bei Whitebox besteht das Portfolio ausschließlich aus Anlagefonds/ETFs.
Ein Anlagefonds fasst in seinem Fondsvermögen die Gelder mehrerer Anleger zusammen. Nach dem Prinzip der Risikostreuung wird in verschiedene Vermögenswerte investiert und der Anleger partizipiert an deren Gesamtentwicklung. Man unterscheidet offene und geschlossene Anlagefonds. Bei einem offenen Fonds ist die Anzahl der Anteile nicht von Anbeginn festgelegt. Der Fonds gibt je nach Bedarf neue Anteile aus oder kauft ausgegebene Anteile zurück. Bei geschlossenen Fonds wird demgegenüber nur eine bestimmte Anzahl Anteile über eine begrenzte Anlagesumme ausgegeben. Im Gegensatz zu offenen Fonds besteht keine Verpflichtung des Fonds, Anteile zurückzukaufen. Bei den meisten Anlagefonds handelt es sich um offene Fonds.
Das Universum von Anlagefonds kann aufgeteilt werden in die Art der Basiswerte, in die sie investieren. So gibt es beispielsweise Geldmarktfonds, Anleihen-/Rentenfonds, Aktienfonds, Rohstoff- oder Immobilienfonds – aber auch Kombinationen der jeweiligen Unterarten.
Bezogen auf die Philosophie kann man grundsätzlich zwischen aktiv und passiv gemanagten Anlagefonds unterscheiden. Während bei aktiv gemanagten Anlagefonds das Fondsmanagement innerhalb der Anlagestrategie die konkreten Investitionsentscheide trifft, bilden passiv gemanagte Anlagefonds einen Index ab. Sie treffen keine aktive Auswahl der Basiswerte. Passiv gemanagte Anlagefonds sind kostengünstiger als aktiv gemanagte, da der Verwaltungsaufwand und damit auch die Verwaltungsgebühren niedriger sind. Zu den passiv gemanagten Anlagefonds zählen sowohl Indexfonds als auch Exchange Traded Funds (ETFs). Letztere werden an der Börse gehandelt.

Bezüglich der Vorgehensweise eines ETFs bei der Nachbildung der Wertentwicklung eines Index (Replikationsmethode) kann zwischen vier Varianten unterschieden werden: Vollständige Replikation, Representative-Sample-Ansatz, Optimierungs-Ansatz und synthetische Replikation. Alle diese Ansätze haben das Ziel, möglichst nahe an die Wertentwicklung des Index, den sie abbilden sollen, zu gelangen. Vollständig replizierende ETFs sind in die Werte investiert, die den zugrunde liegenden Index ausmachen. Demgegenüber hält der synthetische ETF lediglich einen Korb an Sicherheiten, der gegebenenfalls auch ganz anders aussehen kann als der abgebildete Index. Daneben besteht ein Swap-Kontrakt mit einer Gegenpartei. Inhalt dieser Vereinbarung ist ein Tausch der Performance des Korbes gegen die Performance des eigentlichen Referenzindex. ETFs auf Basis approximativer Nachbildungsmethoden (Repräsentative Sampling oder Optimised Sampling) optimieren wiederum mittels statistischer Verfahren. So werden beim Repräsentative Sampling nicht alle Aktien eines Index, sondern nur die am höchsten gewichteten eingekauft. Der Optimised Sampling Ansatz ist ähnlich. Allerdings werden hier die Aktien aus einem Index ermittelt und gekauft, welche die höchstmögliche Rendite mit dem kleinstmöglichen Risiko mit sich bringen.

Whitebox konstruiert die Portfolios der Kunden ausschließlich auf Basis passiv gemanagter, offener Anlagefonds.

Der Vorteil von Anlagefonds/ETFs besteht insbesondere in der Diversifikation (Risikoverteilung auf eine Vielzahl an Basiswerten), die bereits mit kleinen Anlagebeträgen erreicht werden kann. Diversifikation reduziert das Verlustrisiko. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Anlagefonds Privatanlegern ermöglichen, auch in sonst für sie schwer zugängliche Anlagekategorien oder Märkte wie beispielsweise Schwellenländer zu investieren. Darüber hinaus profitiert der Anleger im Bereich der Liquidität, da Fondsanteile, jedenfalls offener Fonds, in der Regel jederzeit zum täglich berechneten Nettoinventarwert (NAV) an die Fondsgesellschaft zurückgeben werden oder, im Falle von ETFs, sogar über eine Börse verkauft werden können. Anlagefonds/ETFs stellen typischerweise ein Sondervermögen dar, was bedeutet, dass das Fondsvermögen vom Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt gehalten wird. Somit besteht für den Anleger neben den unten aufgeführten Risiken nicht noch das zusätzliche Risiko, dass sein angelegtes Kapital im Falle einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft deren Konkursmasse zugerechnet wird. Whitebox setzt ausschließlich Anlagefonds/ETFs ein, die ein Sondervermögen darstellen.