Magisches Dreieck der Geldanlage

Geschrieben von Fabian Rude
22. März 2022
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Inhaltsverzeichnis

      Welche Rendite möchte ich erzielen? Mit dieser Frage beschäftigen sich die meisten Anleger, bevor sie eine Investmententscheidung treffen. Dabei sollte die Rendite nicht das einzige Ziel sein, das Sie in Betracht ziehen. Denn auch die Sicherheit und die Verfügbarkeit spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des passenden Investments. Experten sprechen hier vom sogenannten „magischen Dreieck“ der Geldanlage.

      Das magische Dreieck definiert die Eckpfeiler, innerhalb derer sich eine Geldanlage befinden sollte: Rendite, Sicherheit und Liquiditätsbedarf. Diese drei Kriterien stehen oftmals in Konkurrenz zueinander. Wählt man zum Beispiel eine konservative Anlageklasse wie das Tagesgeldkonto, kann man zwar eine hohe Sicherheit und Liquidität erwarten, da das Geld zumindest bis zu einer gewissen Höhe durch Einlagensicherungen geschützt ist und man schnell darauf zugreifen kann. Allerdings ist aufgrund Zinsen nahe Null keine Rendite zu erzielen. Im Gegenteil: Berücksichtigt man den sogenannten Realzins, also den tatsächlichen Zins nach Abzug der Inflationsrate, verliert das Ersparte sogar an Wert.

      Ein anderes Beispiel sind Immobilien: Hier können Sie durch Mieteinnahmen und die Chance auf eine Wertsteigerung voraussichtlich langfristig eine Rendite erwarten. Allerdings ist diese Anlageklasse sehr illiquide und ein Verkauf mit hohen Kosten verbunden. Und auch mit der Frage, ob Immobilien als „Betongold“ tatsächlich so sicher sind wie oft behauptet wird, sollten Sie sich angesichts einer drohenden Zinswende und stark gestiegener Immobilienpreise auseinandersetzen.Magisches Dreieck

       

      Welcher Anlagetyp bin ich?

      In beiden hier geschilderten Fällen tendiert die Geldanlage also sehr stark in eine Ecke des magischen Dreiecks, was wiederum zulasten eines möglichst ausgeglichenen Chancen-Risiko-Verhältnisses geht. Die gute Nachricht: Es ist möglich, alle drei Aspekte der Geldanlage miteinander in Einklang zu bringen. Wobei sich die Frage nach dem idealen Verhältnis von Rendite, Sicherheit und Risiko nicht pauschal beantworten lässt.

      Welche Risikoklassen gibt es bei Fonds?

      Zunächst sollten Sie sich darüber klar werden, was das eigentliche Investmentziel ist und wie viel Risiko Sie bereit und in der Lage sind, einzugehen, um dieses Ziel zu erreichen. Wir von Whitebox haben dafür drei Risikoklassen gebildet. Je nachdem, welche Aussage auf Sie zutrifft, können Sie sich in eine der drei Risikoklassen einordnen:

      Risikoklasse 1: sicherheitsorientiert

      1. Substanzerhalt hat für mich oberste Priorität. Mir ist bewusst, dass ich auf Renditemöglichkeiten verzichte, um Verlustrisiken möglichst gering zu halten.

      2. Substanzerhalt ist für mich sehr wichtig. Ich nehme sehr geringe Verlustrisiken in Kauf, um überhaupt Renditemöglichkeiten zu haben.

      3. Substanzerhalt ist für mich wichtig. Ich bin allerdings bereit, geringe Verlustrisiken einzugehen, um auf der anderen Seite entsprechende Renditemöglichkeiten zu haben.

      Risikoklasse 2: ausgewogen

      4. Eine eher sichere, kontinuierliche Weiterentwicklung ist mir wichtig. Ich bin bereit, geringe bis moderate Schwankungen und Verlustrisiken zugunsten von Renditemöglichkeiten in Kauf zu nehmen.

      5. Mir ist ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko wichtig. Ich nehme moderate Wertschwankungen und die damit verbundenen Verlustrisiken zugunsten von entsprechenden Renditemöglichkeiten in Kauf.

      6. Mir ist ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko wichtig. Ich nehme moderate bis leicht überdurchschnittliche Wertschwankungen und die damit verbundenen Verlustrisiken zugunsten von entsprechenden Renditemöglichkeiten in Kauf.

      Risikoklasse 3: risikoorientiert

      7. Die Chance auf eine überdurchschnittliche Rendite ist für mich wichtiger als Sicherheit. Dafür nehme ich bewusst überdurchschnittliche Wertschwankungen und Verlustrisiken in Kauf.

      8. Die Chance auf eine hohe Rendite ist für mich wichtig. Dafür nehme ich bewusst weit überdurchschnittliche Wertschwankungen und Verlustrisiken in Kauf.

      9. Die Chance auf eine hohe Rendite ist für mich sehr wichtig. Dafür nehme ich bewusst starke Wertschwankungen und hohe Verlustrisiken in Kauf.

      10. Die Chance auf eine sehr hohe Rendite hat für mich oberste Priorität. Dafür nehme ich bewusst sehr starke Wertschwankungen und sehr hohe Verlustrisiken in Kauf.

      Wenn Sie anhand dieser Aussagen Ihr persönliches Risikoprofil ermittelt haben, geht es im nächsten Schritt um die Auswahl der passenden Geldanlage. Die Frage ist: Wie wähle ich die passenden Anlageprodukte aus, die mein individuelles Risikoprofil bestmöglich abdecken? Die Antwort kann ein digitaler Vermögensverwalter wie Whitebox liefern. Denn bei unseren Anlagestrategien Whitebox Value und Whitebox Value Green gibt es jeweils zehn verschiedene Risikostufen, die sich an den oben gemachten Aussagen orientieren. Auf diese Weise ermitteln wir das für Sie passende Portfolio und greifen dafür auf mehr als 300 verschiedene Anlageklassen, -regionen und -sektoren zurück.

      Selbstverständlich können Sie die Angaben jederzeit anpassen, denn es kann immer mal wieder vorkommen, dass sich an den Umständen Ihrer Geldanlage etwas ändert, zum Beispiel Ihr Liquiditätsbedarf oder Ihr Anlagehorizont nun ein anderer ist. Bei Whitebox ist so eine Anpassung mit wenigen Klicks möglich. Sie geben damit die Arbeit aus der Hand, aber niemals die Kontrolle.