Altersvorsorge | 3 min

Entnahmeplan: Mehr Geld im Ruhestand

Geschrieben von Salome Preiswerk
26. September 2022
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      Richtig Geld für den Ruhestand anzusparen, ist die eine Sache, doch auch das Auszahlen will gelernt sein. Das geht am besten mit einem Entnahmeplan. Hier lohnt sich ein Vergleich.

      Ein Entnahmeplan (oft auch Auszahlplan genannt) hat folgenden Zweck: Wer Geld angelegt hat, kann sich damit regelmäßig Beträge überweisen lassen. Sie zahlen sich also gewissermaßen Ihr eigenes Gehalt. So etwas lohnt sich besonders, wenn Sie frisch in den Ruhestand gestartet sind, privat vorgesorgt haben und nun möglichst lange davon gut leben wollen. Denn dafür einfach Ihr gesamtes Investment aufzulösen oder unkontrolliert Geld herauszuziehen, ist der falsche Weg. Aber alles der Reihe nach.

      Das deutsche System der Altersvorsorge beruht auf einem dreistufigen Modell: der gesetzlichen und der betrieblichen Rente sowie der privaten Altersvorsorge. Experten raten davon ab, sich nur auf einen Pfeiler zu verlassen, wie zum Beispiel die gesetzliche Rente.

      Grundsätzlich gilt: Je früher Sie selbst privat vorsorgen, desto besser ist tendenziell die finanzielle Situation (Absicherung) im Alter. Und das geht über verschiedene Wege: Sie können zum Beispiel eine Lebensversicherung abschließen oder in einen Fondssparplan investieren.

      Nur: Wie viel Geld müssen Sie überhaupt ansparen? Und wie viel können Sie davon im Alter monatlich nutzen, ohne das Vermögen zu schnell zu verbrauchen? 

      Wie lange reicht mein Geld?

      Als grober Fingerzeig hilft die sogenannte Vier-Prozent-Regel. Die Faustformel bietet keine perfekte Sicherheit und ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie der tatsächlichen Lebenserwartung. Aber sie dient als ungefähre Orientierung. Danach können Sie von Ihren ursprünglichen Ersparnissen, die in einem ausgeglichenen Mix aus Aktien oder Anleihen angelegt sind und bleiben, jedes Jahr 4 Prozent abheben. Dann stehen die Chancen gut, dass das Geld mindestens 30 Jahre und so bis zum Lebensende reicht.

      Damit Sie wissen, wie viel Sie ansparen sollten, schätzen Sie die jährlichen Ausgaben ab und multiplizieren Sie sie mit 25. Das ergibt die Summe, die „auf der hohen Kante“ liegen muss. Wenn Sie sich neben der gesetzlichen Rente etwa jedes Jahr 20.000 Euro auszahlen möchten, sollten Sie schon über eine halbe Million Euro Erspartes verfügen.

      Natürlich gibt es hier viele Variablen, an denen Sie schrauben können – nicht zuletzt die Entnahme von 4 Prozent. Entnehmen Sie beispielsweise nur 3 Prozent, haben Sie laut Untersuchungen historischer Aktien- und Anleiherenditen gute Chancen, dass die Ansparsumme 50 Jahre und noch länger ausreicht.

      Die Kunst einer guten Auszahlstrategie besteht darin, das Ersparte richtig anzulegen. Steckt es zum Renteneintritt zu großen Teilen in einem Aktienportfolio mit Einzelwerten oder ETFs? Dann hängt ganz generell die Frage, wie viel Geld Sie am Ende herausbekommen möchten, stark von den Entwicklungen an den Finanzmärkten ab. Wenn Sie in einem Börsenabschwung zu hohe Beträge entnehmen, riskieren Sie die vorzeitige Pleite. Das Geld ist dann viel schneller weg als ursprünglich geplant.

      Möchten Sie auf mehr Sicherheit setzen, finden Sie in der Kombination aus Aktienplan und Festgeld eine weitere Möglichkeit der Vorsorge: In diesem Fall mindern Sie das Risiko etwas, zu stark von den Schwankungen an der Börse abhängig zu sein. Dafür legen Sie einen Teil des Geldes als Termingeld an und entnehmen hier das Geld. Parallel entwickelt sich das Ersparte weiter, das sie an den Finanzmärkten in Aktien investiert haben. Mit Festgeldern verschiedener Laufzeiten sichern Sie sich so feste Entnahmebeträge für einen bestimmten Zeitraum.

      Weniger Geld mit Sofortrente

      Bei einer Sofortrente ist der Auszahlplan zwar schon inbegriffen. Allerdings erhalten Sie auch vergleichsweise wenig Geld im Ruhestand. Hier überlassen Sie Ihr Kapital einem Versicherer, der es Ihnen später mit Zinsen monatlich zurückzahlt.

      Sie können Ihre Auszahlung auch von einem Robo-Advisor wie Whitebox organisieren lassen. Die digitalen Vermögensverwalter nutzen größtenteils automatisierte Prozesse, um Geld anzulegen. Das hat den Vorteil, dass Sie vor emotionalen Entscheidungen geschützt sind und die Kosten deutlich geringer ausfallen. Zudem kontrollieren manche Robo-Advisor während der Ansparphase automatisch das Risiko und reduzieren es zum Eintritt in die Rente. Genau so, wie der Robo-Advisor Ihren Sparplan erstellt und an die aktuellen Entwicklungen anpasst, kann er das auch mit Ihrem Auszahlplan machen – das System bietet also einige Vorteile.

      Für wen lohnt sich ein Entnahmeplan?

      Wenn Sie sich keine Gedanken um Ihre Altersvorsorge und einen Auszahlplan machen wollen, ist für Sie die Sofortrente über einen Versicherer eine Option.

      Wollen Sie von einer möglichst hohen Rente profitieren und sind bereit, dafür auch ein gewisses Risiko einzugehen? In dem Fall sollten Sie fürs Alter in der Ansparphase hauptsächlich in Aktien investieren und später zu einer eher konservativen Strategie wechseln. Schwerpunkt sollten dann möglichst sichere Anleihen sein. Wenn Sie kurzfristig einmal mehr Geld zur Verfügung haben wollen, ist diese Anlagemöglichkeit am besten geeignet.

      Eine digitale Vermögensverwaltung eignet sich dann für Sie, wenn Sie Ihr Geld zwar gewinnbringend investieren wollen, gleichzeitig aber keine Zeit oder nicht das nötige Wissen haben, um Ihr Wertpapierportfolio selbst zu verwalten.

      Auf unserer Seite Altersvorsorge finden Sie nähere Information zur komfortablen Lösung von Whitebox.