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100.000 Euro richtig anlegen | Whitebox

Wie lege ich 100.000 Euro richtig an?

Geschrieben von Kevin Siemon
10. Juli 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Sie wollen Ihr Geld rentierlich investieren und zugleich nicht zu viel Risiko wagen? Das geht leichter und schneller als Sie vielleicht denken. Lesen Sie, wie Ihr persönliches Portfolio aussehen könnte, welche Renditen Sie damit erzielen können und welche Risiken Sie dabei eingehen.

      100.000 Euro – das ist eine Menge Geld. Viele scheuen sich davor, solch eine Summe anzulegen. Wer jedoch ein paar Dinge beachtet, wird feststellen, dass es kein Hexenwerk ist, dies erfolgreich zu tun. Zugegebenermaßen war es vor gar nicht allzu langer Zeit um einiges einfacher, sein Kapital sicher und rentierlich zu investieren. So gab es im Sommer 2008, also unmittelbar vor Ausbruch der globalen Finanzkrise, auf zehnjährige Bundesanleihen eine jährliche Rendite von 4,5 Prozent. Wer 100.000 Euro anlegte, konnte sie in einen der sichersten Schuldner der Welt – die Bundesrepublik Deutschland – investieren und erhielt jährlich 4.500 Euro Zinsen. Ohne etwas an der Anlage verändern zu müssen.

      Welcher Anlagetyp sind Sie?

      Im Zuge der Minizinsen ist das Thema Geldanlage komplexer geworden. Besagte Bundesanleihen rentieren heute bei null Prozent. Wenn man nun noch bedenkt, dass die aktuelle Inflation von rund 1,5 Prozent bei einer klassischen Zinsanlage das „Investment“ faktisch in die roten Zahlen befördert und dass ab höheren Kontobeiträgen die ersten Banken ab dem ersten Euro Negativzinsen verlangen, dann ist das Thema Sparen und Anlegen mehr als nur eine Randnotiz. Sparer und Anleger müssen aktiv werden, um der "Negativzinsfalle“ zu entkommen. Wenn Sie also nennenswerte Renditen erzielen wollen, kommen Sie nicht mehr darum herum, eine Portfoliostrategie zu entwickeln oder von Experten entwickeln zu lassen. Aber bevor sie loslegen oder vielleicht einen Vermögensverwalter beauftragen, sollten Sie sich zu ein paar grundsätzlichen Dingen Gedanken machen.

      Mit Aktien haben Sie die Chance, hohe Renditen von jährlich fünf, zehn oder mehr Prozent zu erzielen. Aber haben Sie auch die Nerven und glauben, dass Crashs wie in den Jahren 1987, 2000 bis 2003 und 2008 Sie und Ihre Anlagestrategie nicht aus der Bahn werfen? Wenn dies zutrifft und Sie die kommenden fünf oder zehn Jahre nicht auf ihr investiertes Kapital zugreifen müssen, könnten für Sie Aktien als Anlageklasse genau das Richtige sein.

      Aber der Reihe nach. Zuerst sollten Sie die Frage klären, welcher Anlegertyp Sie sind. Während die einen größten Wert auf Sicherheit legen und Kursschwankungen in ihrem Depot überhaupt nicht vertragen können, stecken die anderen Turbulenzen an den Märkten locker weg – solange die langfristigen Renditen hoch sind. Die einen bevorzugen eher festverzinsliche Wertpapiere und die anderen eher Aktien. Welche Vorstellungen Sie auch immer haben: Investieren Sie nur in etwas, das Sie verstehen und womit Sie sich wohl fühlen! Vorab: Es gibt für jeden Anleger Lösungen. Wichtig ist es, ein diversifiziertes Portfolio anzulegen. Je nach Risikoappetit ist dieses dann mehr anleihen- oder aktienlastig.

      Für jeden Anlegertypen eignet sich ein bestimmtes Portfolio. Im Folgenden wollen wir anhand eines defensiven, ausgewogenen und eines offensiven Investoren beispielhaft mit einem Anlagebetrag von 100.000 Euro zeigen, wie Sie Ihr Geld – je nach Anlegertyp – sinnvoll anlegen können. Dafür sollten Sie als erstes Ihre Ziele klar formulieren: Welche Renditeerwartung haben Sie? Wie lange wollen Sie Ihr Geld anlegen? Wie viel Risiko sind Sie bereit einzugehen? Sind für Sie zwischenzeitliche Verluste erträglich?

      Whitebox - Persnliche Beratung
      Zinspapiere, Aktien oder beides?

      Für defensive Investoren kommen häufig Anleihen, Immobilien oder Gold in Frage. Immobilien gelten als schwankungsarm, der Goldpreis entwickelt sich oft unabhängig von klassischen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen. Für den ausgewogenen Typen eignet sich zum Beispiel ein Mix aus Anleihen und Aktien. Offensive investieren den Großteil oder sogar alles in Aktien. Unabhängig vom Anlagetypen sollte jeder sein Vermögen diversifizieren. Mit anderen Worten: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Keinesfalls sollten Sie ihr Kapital nur in wenige Anleihen oder Aktien anlegen. Weiterhin streuen Sie Ihr Risiko, indem Sie in Wertpapiere aus vielen verschiedenen Regionen und Branchen investieren.

      Ein bekannter, aber immer wieder zu sehender Fehler ist der Home-Bias-Effekt. Damit ist die Tendenz von Investoren gemeint, ihr Vermögen auf dem Heimatmarkt überproportional zu gewichten. Beispielsweise setzen deutsche Anleger verstärkt oder sogar nur auf deutsche Aktien. Was mit dem Portfolio passiert, wenn nun gerade dieser Markt besonders stark einbricht und man keine anderen Anlageregionen ausgewählt hat, dürfte klar sein.

      Werfen Sie einen Blick auf die Nebenkosten!

      Stellen Sie sich also breit auf. Ein gesunder Mix aus verschiedenen Anlageklassen, Regionen und Branchen diversifiziert Ihr Portfolio! Zugleich sollten Sie sich nicht verzetteln: Je mehr Produkte Sie im Depot liegen haben, desto mehr Nebenkosten entstehen bei der Vermögensverwaltung. Nebenkosten wie Management- und Transaktionsgebühren spielen bei der Geldanlage eine wichtige Rolle. Denn teure Produkte können die Renditen sichtbar schmälern. Um die Kosten auszugleichen, müssen sie erst einmal die entsprechende Kursperformance im Portfolio erzielen. Eine kostengünstige Möglichkeit, in Aktien oder Anleihen zu investieren, sind börsengehandelte Indexfonds (Exchange Trades Funds, kurz: ETFs). Diese passiv gemanagten Fonds bilden lediglich einen zugrunde liegenden Index ab. Bei Aktien-ETFs zum Beispiel den DAX (Deutschland) oder den S&P 500 (USA). Mit einem einzigen Papier können Sie so in hunderte oder gar tausende verschiedene Unternehmen investieren.

      Drei Portfolio-Szenarien

      ETFs sind auch die Produkte, die Whitebox einsetzt. Wenn Sie einen Eindruck davon bekommen möchten, wie nun im Einzelnen ein defensives, ausgewogenes oder offensives Portfolio aussehen könnte, sehen Sie sich einfach mal die verschiedenen Portfolios an, die Whitebox je nach Anlagetyp vorschlägt. Whitebox erstellt und verwaltet Portfolios, die auf den entsprechenden Anlagetyp ausgerichtet werden. Dabei können Sie zwischen zehn Risikostufen auswählen – von Stufe 1 (geringstes Risiko) bis Stufe 10 (höchstes Risiko).*

      Wie Sie als Interessierter oder als Anleger vorgehen könnten, wollen wir anhand von drei Beispielen skizzieren (Stand: 28.11.2019): Zunächst definieren Sie Ihr generelles Ziel: Dabei stehen die Kategorien „sicherheitsorientierte Anlage“, „ausgewogene Anlage“ und „renditeorientierte Anlage“ zur Auswahl.

      Der sicherheitsorientierte Anleger

      Im ersten Fall nehmen wir „sicherheitsorientierte Anlage“. Als „erstmalige Einzahlung“ geben wir 100.000 Euro ein. Bei „Monatliche Einzahlung“ sollen es 0 Euro sein. Da wir grundsätzlich ständig auf 10.000 Euro unseres Einsatzkapitals zugreifen wollen können, geben wir unter „Liquiditätsbedarf“ 10.000 Euro ein. Als Risikostufe wählen wir 2. Darunter erscheint die Beschreibung der Ausrichtung: „Substanzerhalt ist für mich sehr wichtig. Ich nehme sehr geringe Verlustrisiken in Kauf, um überhaupt Renditemöglichkeiten zu haben.“ Anschließend erstellt Ihnen unser Robo-Advisor, sprich unser digitales System, ein Portfolio.

      In einer Grafik sehen Sie in der Rubrik „Projektion“ verschiedene Angaben zu Chancen und Risiken des Investments. Unter anderem: „erwartete jährliche Rendite: 2,5 Prozent“ und „VaR: 5,8 Prozent. VaR steht für „Value at Risk“. Dies ist ein bewährtes Risikomaß für die Risikoposition eines Portfolios. In unserem Fall lesen Sie die Erläuterung: „Das Portfolio kann innerhalb eines Jahres mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent keinen Verlust in Höhe des angegebenen (ex ante) Wertes erleiden.“ (ex ante = zum Zeitpunkt des Investments auf Basis geplanter Größen errechnet.) Oder anders formuliert: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie mit diesem Portfolio in einen Jahr einen Verlust von 5,8 Prozent oder mehr erleiden.

      Bei der Renditeangabe finden Sie die Erläuterung „nominale Rendite unter Berücksichtigung von Gebühren eines durchschnittlichen Whitebox-Kunden in Höhe von 0,60 Prozent p.a.“.

      Die Renditeangabe basiert auf Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Simulation etlicher Marktszenarien. Sie ist natürlich keine Vorhersage und keine Garantie dafür, dass sich das Portfolio später tatsächlich so entwickelt. Dennoch erhalten Sie ein realitätsnahes Bild davon, was Sie mit Ihren 100.000 Euro erreichen können. Nach einer Anlagedauer von zehn Jahren kommen Sie bei einer jährlichen Rendite von 2,5 Prozent auf ein Endguthaben von rund 128.000 Euro.

      Die Positionen Ihres Portfolios

      Wenn Sie nun auf die Rubrik „Portfolio“ klicken, sehen Sie die gerundeten Gewichtung der Anlageklassen in Ihrem Portfolio: Dabei dominieren europäische Staatsanleihen (38 Prozent) und US-Staatsanleihen (18 Prozent). Unter anderem finden sich noch Aktien Eurozone (9 Prozent), globale Unternehmensanleihen (6 Prozent), europäische Unternehmensanleihen (6 Prozent), inflationsindexierte Anleihen aus der Eurozone (6 Prozent) und globale Staatsanleihen (5 Prozent) in Ihrem Depot. Der Rest besteht aus amerikanischen, britischen und japanischen Aktien (jeweils 3 Prozent), Schwellenländer-Anleihen (3 Prozent) sowie Cash (1 Prozent).

      Unter der Rubrik „Produkte“ finden Sie im Detail die Produkte, die in dem Portfolio enthalten sind. Dies sind überwiegend Aktien- und Anleihen-ETFs, die samt deren Gesamtkostenquote (TER) aufgelistet sind. Und unter der Rubrik „Kosten“ sind sämtliche Nebenkosten des Investments (Wertpapierdienstleistung und Produktkosten) ersichtlich.

      Nach dem gleichen Prinzip können Sie sich auch Portfoliovorschläge für ausgewogene sowie offensive Anlagetypen erstellen lassen.

      Der ausgewogene Anleger

      Wenn Sie zum Beispiel bei der „ausgewogenen Anlage“ 100.000 Euro anlegen, als Liquiditätsbedarf 5.000 Euro und als Risikostufe 6 eingeben, errechnet das Programm eine jährlich erwartete Rendite von 4,8 Prozent und einen VaR von 10,9 Prozent. Die Risikostufenbeschreibung lautet hier: „Mir ist ein ausgewogenes Verhältnis von Rendite und Risiko wichtig. Ich nehme moderate bis leicht überdurchschnittliche Wertschwankungen und die damit verbundenen Verlustrisiken zugunsten von entsprechenden Renditemöglichkeiten in Kauf.“ Für dieses Portfolio wird nach einem Anlagezeitraum von zehn Jahren ein Ertrag von rund 160.000 Euro erwartet.

      Im Depot befinden sich vorwiegend Aktien aus der Eurozone (19 Prozent) sowie europäische (16 Prozent) und US-amerikanische (14 Prozent) Staatsanleihen. Bei der Gewichtung folgen japanische Aktien (9 Prozent), US-amerikanische und britische Aktien (jeweils 7 Prozent), Aktien europäische Sektoren (5 Prozent), Aktien Schwellenländer (5 Prozent), Unternehmensanleihen Europa (5 Prozent), Aktien US-Sektoren (4 Prozent), Aktien Deutschland (3 Prozent), Aktien Schwellenländer (3 Prozent), Aktien globale Sektoren (3 Prozent), Globale Unternehmensanleihen (3 Prozent) und Cash (1 Prozent).

      Der offensive Anleger

      Angenommen, Sie klicken auf „renditeorientierte Anlage“, wählen ebenfalls 100.000 Euro als „erstmalige Zahlung“, als Liquiditätsbedarf 2.500 Euro und die Risikostufe 9 (Beschreibung: „Die Chance auf eine hohe Rendite ist für mich sehr wichtig. Dafür nehme ich bewusst starke Wertschwankungen und hohe Verlustrisiken in Kauf.“): Daraus ergibt sich eine jährlich erwartete Rendite von 6,2 Prozent und ein VaR von 14,9 Prozent. Bei der angegebenen Rendite würden aus 100.000 Euro nach zehn Jahren rund 182.500 Euro werden. Das Portfolio setzt sich fast ausschließlich aus Aktien – genauer gesagt Aktien-ETFs – zusammen. Die Gewichtung: Eurozone (25 Prozent), Japan (13 Prozent) USA (9 Prozent), europäische Sektoren (9 Prozent), Großbritannien (8 Prozent), Schwellenländer (7 Prozent), globale Sektoren (6 Prozent), US-Sektoren (6 Prozent), Deutschland (5 Prozent). Darüber hinaus gibt es US-Staatsanleihen (5 Prozent), europäische Staatsanleihen (4 Prozent), Anleihen Schwellenländer (4 Prozent) sowie Cash (1 Prozent).

      Probieren Sie es aus!

      Sie sehen: Je offensiver die Ausrichtung, desto größer ist der Aktienanteil im Depot. Zugleich steigen die Renditemöglichkeiten und die Marktrisiken. Wer es noch genauer wissen will, kann sich unter „Portfolio“ auch die einzelnen Regionen und Branchen anschauen, in die jeweils investiert wird. Allein schon anhand der – grafisch übersichtlich aufbereiteten – vielen Anlageklassen, Regionen und Branchen lässt sich erahnen, wie breit die Investments aufgestellt sind.

      Über das beschriebene Whitebox-Tool können Sie ihr Portfolio umfassend diversifizieren, ohne selbst über tiefere Kenntnisse der Märkte und Finanzprodukte zu verfügen. Auf die Frage „Wie kann ich 100.000 Euro meinen Rendite-Risiko-Vorstellungen entsprechend anlegen?“ finden Sie bei uns klare Antworten. Anhand der konkreten Zahlenbeispiele bei den vorgeschlagenen Portfolios erhalten Sie einen schnellen und transparenten Einblick, welche Chancen und Risiken Sie mit den entsprechenden Investments erwarten.

      Unser Value-Investing-Ansatz

      Zum Schluss möchten wir noch kurz etwas zu unserem Investmentansatz bei Whitebox sagen. Zwar sind wir ein digitaler Vermögensverwalter. Zugleich ist es jedoch nicht so, dass irgendwelche „Roboter“ das Geld unserer Kunden verwalten. Hinter der Anlagestrategie stehen bewährte Investmentmethoden und -strategien, die von Menschen aus Fleisch und Blut erschaffen wurden und sich in der Vergangenheit bewährt haben. Die „Roboter“ unterstützen jedoch durchaus bei der Arbeit.

      So sind wir vom Mehrwert des Value-Investing und von den damit verbundenen Möglichkeiten überzeugt, eine sinnvolle, systematische und disziplinierte Vermögensallokation zu bieten. Wir verfolgen die Value-Strategie, indem wir vor allem mithilfe von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) Portfolios aus günstig bewerteten, aussichtsreichen Anlageklassen, Sektoren und Regionen zusammenstellen, die zu den jeweiligen Risikoprofilen unserer Kunden passen.

      Beim unserem Investmentansatz gehen wir davon aus, dass die Preise unterbewerteter Anlageklassen einige Jahre brauchen, um wieder ihren fairen Wert zu erreichen – und somit steigen. Unsere Strategie unterscheidet sich von denen, die auf Market-Timing setzen. Die Manager solcher Ansätze treffen Investmententscheidungen auf Basis von Prognosen wirtschaftlicher Entwicklungen oder aufgrund kurz- bis mittelfristiger Trends, die sie zu erkennen glauben. Wir hingegen konzentrieren uns auf fundamentale Daten der Assets, die wir für die Portfolios auswählen.

      Mehr zum Thema Value-Investing und Value-Strategien finden Sie hier.

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      * Aus der bisherigen Wertentwicklung lassen sich keine Aussagen über die zukünftige Wertentwicklung ableiten. Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise auf: https://www.whitebox.eu/risikohinweise.