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Wie kann ich 50.000 Euro richtig anlegen? | Whitebox
Geldanlage | 4 min

Wie kann ich 50.000 Euro richtig anlegen?

Geschrieben von Nadine Friederichs
22. April 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Sie haben 50.000 Euro geerbt oder eine Lebensversicherung ist fällig? Und Sie wollen das Geld nicht auf dem Sparkonto lassen, sondern rentabel anlegen? Wichtig zu wissen: Das eine Rezept für alle gibt es nicht. Kompliziert ist es aber auch nicht, den für Sie passenden Weg zu finden. Hier lesen Sie, was Sie berücksichtigen sollten.

      Früher war nicht alles besser, aber in Sachen Geldanlage dann doch vielleicht einiges einfacher: Wer vor 20 Jahren 50.000 Euro anlegen wollte, der steckte wahrscheinlich einen Teil in Bundesschatzbriefe, einen Teil in Sparbriefe, vielleicht noch ein Teil in Aktienfonds, und der Rest landete auf dem Sparkonto. Heute sieht das anders aus: Schatzbriefe sind abgeschafft, Sparbriefe und Sparkonten wegen nicht existierender Zinsen inflationsbereinigt ein Verlustgeschäft und Aktien präsentieren sich hochvolatil.

      Besserung in Sicht? Nicht wirklich. Die Corona-Krise hat eine Umkehr in der Niedrigzinspolitik der internationalen Notenbanken mittelfristig wohl noch unwahrscheinlicher gemacht.

      Regeln, die für alle gelten

      Was sollten Sie also tun, wenn Sie 50.000 Euro anlegen wollen? Erstmal müssen Sie wissen: „One-size-fits all“ gibt es nicht. Das heißt, dass nicht das eine Anlagekonzept existiert, das für jede und jeden passt. Das bedeutet aber nicht, dass deshalb alles kompliziert werden muss. Wir haben einmal zusammengestellt, was Sie als Anleger in jedem Fall beachten sollten. Vorab ein paar Regeln, die für alle gelten:

      Wenn Sie 50.000 Euro anlegen wollen: Stellen Sie sich breit auf. Ein gesunder Mix unterschiedlicher Anlageklassen ist immer das A und O. Für Sie als Privatanleger kommen als Anlageklassen grundsätzlich Anleihen und Aktien sowie gegebenenfalls Rohstoffe und Gold, Immobilien- und Infrastrukturanlagen in Frage. Sie sollten Ihr Geld aber nicht nur über verschiedene Anlageklassen streuen, sondern auch über unterschiedliche Regionen und Branchen, und – bei Aktien – über große, mittelgroße und kleine Unternehmen. Diversifikation schützt vor Klumpenrisiken!

      • Nicht locken lassen von vermeintlich hochattraktiven Anlagemöglichkeiten!

      Waldinvestments im Amazonasgebiet mit 12 Prozent Rendite im Jahr, der Windenergiepark mit 15 Prozent: In weniger seriösen Finanzmagazinen oder auf Internetseiten wird immer wieder für angeblich hochrentierliche Investments geworben. Diese locken mit Aussicht auf großen Reichtum und nutzen oft auch Ihren Wunsch aus, Gutes zu tun. Halten Sie sich fern davon! Solche Angebote sind meist hochriskant, die Investments häufig intransparent und illiquide.

      • Achten Sie auf die Kosten!

      Kosten waren lange Zeit bei der Geldanlage kein großes Thema. In Zeiten niedriger Zinsen fallen Kosten aber mehr auf. Hohe Kosten, etwa bei aktiv gemanagten Fonds, schmälern die mageren Renditen noch zusätzlich.

      Außerdem gilt natürlich: Wenn Sie Schulden haben, ist erste Priorität, diese abzubauen! Fast immer sind Zinsen auf laufende Kredite deutlich höher als die zu erwartenden Renditen sicherer Geldanlagen.

      Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Risikotoleranz

      Von da an wird es aber individueller, das heißt: Wenn Sie 50.000 Euro anlegen wollen, kommt es darauf an, wer Sie sind und was Sie wollen! Wir haben einmal zusammengestellt, welche Fragen Sie sich stellen und was Sie berücksichtigen sollten:

      1. Was ist Ihr Anlageziel und Ihr Anlagehorizont? Konkret etwa:
      • Wann brauchen Sie das Geld bzw. brauchen Sie es überhaupt?
      • Wollen Sie das Geld komplett anlegen? Oder etwas als Liquiditätspuffer für unvorhergesehene Ausgaben zurückbehalten? Experten empfehlen drei Nettomonatsgehälter, mindestens aber 5.000 Euro.
      • Können und wollen Sie sich lange festlegen? Oder ist es für Sie wichtig, jederzeit an das Geld zu kommen?
      1. Welcher Risikotyp sind Sie? Konkret etwa:
      • Steht für Sie Substanzerhalt an erster Stelle?
      • Ist für Sie Substanzerhalt zwar sehr wichtig, geringe Verlustrisiken würden Sie aber akzeptieren für mehr Renditechancen?
      • Oder sind Sie eher der Typ, der mit Risiken und einem zwischenzeitlichen Kursminus zugunsten von attraktiven Renditechancen gut leben kann?

      Dem einen ist Stabilität im Portfolio das Allerwichtigste, Kursrücksetzer an den Börsen würden ihm den Schlaf rauben. Die andere ist bereit, Durststrecken auszusitzen und in schwierigen Phasen auch mal auf Durchzug zu schalten. Hintergrund ist, dass Sie mit Aktien die Chance haben, hohe Renditen von jährlich fünf, zehn oder mehr Prozent zu erzielen. Sie brauchen aber einen langen Atem. Hier gilt es, wirklich ehrlich zu sich selbst zu sein. Also Hand aufs Herz: Können Sie Verluste aushalten?

      Drei Beispiele für Anlegertypen

      Je nach Risikoappetit eignet sich für Sie ein anleihen- oder aktienlastiges Portfolio. Klassischerweise werden dabei drei Anlegertypen unterschieden:

      1. der sicherheitsorientierte Anleger
      2. der ausgewogene Anleger
      3. der renditeorientierte Anleger

      Stefan, 46 Jahre und Familienvater, ist der sicherheitsorientierte Anleger. Für ihn hat Substanzerhalt bei der Geldanlage höchste Priorität. Für diesen Substanzerhalt verzichtet Stefan auf Renditemöglichkeiten. Allenfalls kleine Verluste würde er akzeptieren, um die Renditechancen etwas zu erhöhen. Grundsätzlich kommen für ihn vor allem Anleihen, eventuell mit einem kleinen Anteil von Aktien und Gold oder Immobilienanlagen infrage.

      Clara als ausgewogene Anlegerin hält eine sichere, kontinuierliche Wertentwicklung ebenfalls für sehr wichtig. Sie ist aber bereit, bei der Anlage von 50.000 Euro geringe bis moderate Schwankungen und Verlustrisiken in Kauf zu nehmen, um dafür etwas mehr Rendite zu erzielen. Für sie passt ein gleichgewichtiger Mix aus Anleihen und Aktien, eventuell ergänzt um Rohstoffe, Gold oder Immobilienanlagen.

      Für die renditeorientierte Anlegerin Merit ist die Chance auf überdurchschnittliche Rendite wichtiger als Sicherheit. Überdurchschnittliche Wertschwankungen und Verlustrisiken sind für sie kein Problem. Für Merit kommt eine hohe Aktienquote von bis zu 100 Prozent infrage. Auch risikoreichere Aktien und Anleihen, etwa aus Schwellenländern, passen zu ihrem Profil – gegebenenfalls ergänzt um Immobilien-, Rohstoff- und Gold- sowie Infrastruktur-Investments.

      Was Whitebox macht

      Ob nun sicherheitsorientiert, ausgewogen oder renditeorieniert: In jedem Fall sollten Sie, wenn Sie 50.000 Euro anlegen wollen, breit diversifizieren – am besten global und über verschiedene Anlageklassen, Regionen und Sektoren hinweg. Bei Whitebox machen wir das über ETFs: Diese bieten im Vergleich zu einer Investition in Einzeltitel selbst für kleine Anlagebeträge eine Risikoverteilung auf eine Vielzahl an Basiswerten, wodurch sich das Verlustrisiko reduziert. Zudem sind ETFs günstiger als aktiv gemanagte Fonds.

      Wenn Sie einen Eindruck davon bekommen möchten, wie nun im Einzelnen ein sicherheitsorientiertes, ausgewogenes oder renditeorientiertes Portfolio aussehen könnte, sehen Sie sich einfach mal unsere verschiedenen Portfolios an, die wir je nach Anlagetyp vorschlagen. Denn als digitaler Vermögensverwalter erstellen und verwalten wir Portfolios, die auf Ihren entsprechenden Anlagetyp ausgerichtet werden. Dabei können Sie zwischen zehn Risikostufen auswählen – von Stufe 1 (geringstes Risiko) bis Stufe 10 (höchstes Risiko).

      Auf die Frage „Wie kann ich 50.000 Euro meinen Rendite-Risiko-Vorstellungen entsprechend anlegen?“ finden Sie bei uns klare Antworten. Anhand der konkreten Zahlenbeispiele bei den vorgeschlagenen Portfolios erhalten Sie einen schnellen und transparenten Einblick, welche Chancen und Risiken Sie mit den entsprechenden Investments erwarten.