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Geldanlage | 5 min

Spartipps Haushalt: 10 plus 5 Ratschläge für den Alltag

Geschrieben von Nadine Friederichs
25. Mai 2020

Manchmal passiert es einfach: Wir haben viel zu tun, mussten unerwartet eine größere Anschaffung bezahlen oder waren im Urlaub. Auf einmal stellen wir fest, dass wir einige Rechnungen noch nicht bezahlt haben, die Haushaltskasse leer oder das Konto ins Minus gerutscht ist. Aber der Monat ist noch nicht zu Ende und das nächste Gehalt lässt auf sich warten.

Sparen ist eine gute Möglichkeit, den Kontostand wieder ins Plus zu bringen. Das geht einfacher, als Sie vielleicht denken – ganz ohne Stress. Unsere Spartipps für den Haushalt helfen Ihnen, damit Sie mehr von Ihrem Geld haben. Ohne dass Ihre Lebensqualität darunter leidet.

Warum sollte man sparen?

Für viele Menschen dient Sparen vor allem dazu, Geld zu vermehren. Das ist richtig – aber nicht der einzige Grund. Denn Sparen hilft uns auch, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Dabei ist der berühmte Notgroschen nicht nur für Notsituationen gedacht, sondern auch…

  • … für Unvorhergesehenes wie unerwartete oder unerwartet hohe Rechnungen (etwa eine Autoreparatur oder eine neue Waschmaschine).
  • … für schnelle Hilfe, wenn unsere Kinder, Eltern oder Freunde dringend Unterstützung brauchen.
  • … für eine Mieterhöhung.
  • … für die Ausrichtung einer besonderen Feier (Hochzeit, Konfirmation oder Jugendweihe).
  • … für Geschenke zu ganz besonderen Anlässen.
  • … für den lang ersehnten Traumurlaub.
  • … fürs Alter – denn die gesetzliche Rente reicht den wenigsten aus.

Sparen hilft uns auch, unabhängiger zu sein. Dabei ist es gar nicht so schwer, wie viele denken. Wenn Sie unsere Spartipps für den Haushalt beherzigen, können Sie schnell Ihre Ausgaben reduzieren, ohne Ihren Lebensstandard allzu spürbar einschränken zu müssen.

10 plus 5 einfache Spartipps für den Haushalt

Sparen bedeutet nicht automatisch, jeden Cent zweimal umzudrehen. Entscheidend ist es, Klarheit über die eignen Finanzen zu haben und Dinge zu priorisieren, die Sie wirklich brauchen – oder eben nicht. Außerdem lohnt es sich zu schauen, welche Ausgaben Sie ganz einfach reduzieren können, ohne dafür verzichten zu müssen. Dafür haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt:

Tipp 1: Verschaffen Sie sich Überblick...

Zu unseren regelmäßigen Ausgaben gehören nicht nur die Miete oder die Kreditrate, sondern auch Versicherungen, der Unterhalt unseres Autos, die Beiträge für Sportvereine oder Fitness-Studios, die Handyrechnungen, der Jahresurlaub und und und... Da kommt schnell eine Summe zusammen, die Sie vielleicht nicht erwartet hätten. Daher: Listen Sie alle regelmäßigen Ausgaben auf und summieren sie. Am besten schlagen Sie noch einen Puffer von zehn Prozent drauf, um ganz sicher zu sein. Am Ende wissen Sie so wie viel Geld Sie monatlich benötigen – und wofür.

Tipp 2: ... mit einem Haushaltsbuch

Die einmalige Aufstellung ist ein guter Start, aber eben erst der Anfang. Wenn Sie Monat für Monat Ihre Ausgaben notieren, sehen Sie auch, wie viel Geld Sie in der Regel im Jahresverlauf spontan ausgeben. Das können Restaurant- oder Kinobesuche sein, besondere Aktivitäten im Urlaub oder eine kurze Reise übers Wochenende. Wenn Sie ein Jahr lang alles erfasst haben, sehen Sie, wie viel Geld Sie tatsächlich ausgeben. Das hilft Ihnen zu erkennen, was wirklich nötig ist – und was Sie auch einsparen können.

Tipp 3: Energiesparen ist die halbe Miete

Oft sind es die kleinen Entscheidungen, die uns das Leben erleichtern: Schon mit einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Heiz- und Energiekosten deutlich senken. Das verschafft Ihrer Haushaltskasse ein Polster, und Sie schonen damit zugleich die Umwelt: 

  • Runter mit den Heizkosten:

Wärme ist teuer. Fragen Sie sich also, wie warm Sie es wirklich haben möchten und drehen Sie die Heizung in Räumen, die Sie wenig nutzen einfach herunter. Denn jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Energie.

  • Nicht kippen, sondern Stoßlüften:

Dauergekippte Fenster führen im Winter dazu, dass die Wände auskühlen. Daher empfehlen Experten mehrmals am Tag ein kurzes Stoßlüften. So haben Sie angenehm frische Luft und vergeuden keine Heizenergie. Übrigens: Dauergekippte Fenster begünstigen auch Schimmelbefall an den Wänden.

  • Abschalten statt Stand-by:

Der Stand-by-Modus macht etwa ein Zehntel unserer Stromrechnung aus. Denn Elektrogeräte im Stand-by sind immer einsatzbereit. Das kostet jede Menge Strom, auch wenn sie gar nicht genutzt werden. Selbst die Ladegeräte ziehen weiter Strom, auch wenn kein Handy oder andere Geräte an sie angeschlossen sind. Also: Abschalten.

  • Energiesparen beim Waschen und Spülen:

Egal ob Waschmaschine oder Geschirrspüler: Laden Sie die Geräte voll, bevor Sie sie einschalten – halbleer verbrauchen sie genau so viel Energie. Und: Verzichten Sie auf hohe Temperaturen und waschen möglichst im Schonwaschgang. All das hilft beim Sparen und alles wird trotzdem genauso sauber.

  • Achten Sie auf Effizienz:

Gerade Stromgeräte wie unser Kühlschrank sind die größten Energiefresser im Haushalt. Sie sind rund um die Uhr im Einsatz. Deshalb ist es besonders wichtig, bei der Anschaffung neuer Geräte auf das Energielabel zu achten. Wenn Sie Geräte mit der Energieeffizienzklasse A+++ kaufen, kosten diese in der Anschaffung zwar etwas mehr. Aber Sie sparen schnell und viel an Stromkosten. Und: Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten auf Ihren persönlichen Bedarf. Ein Single braucht einen kleineren Kühlschrank als eine Familie mit mehreren Kindern.

Tipp 4: Große Träume? Ein, zwei Nächte drüber schlafen!

Sie träumen schon lange von einem neuen Auto, Fernseher oder einfach einer richtig guten Musikanlage? Verständlich. Die meisten von uns mögen etwas Luxus. Aber schlafen Sie einfach mal drüber. Sind diese Dinge wirklich wichtig? Gibt es nicht günstigere Alternativen? Und fragen Sie sich vor allem bei größeren Anschaffungen, wie lange Sie dafür arbeiten müssen.

Tipp 5: Wechseln Sie Ihre Tarife – oder tun Sie zumindest so

Oft ist uns gar nicht bewusst, wie viel Geld wir monatlich für Telefon, Handy und Internet ausgeben. Das sind schnell weit über 100 Euro, oft sogar mehr. Rufen Sie Ihre Anbieter an und sagen Sie, dass Ihnen die Rechnung zu hoch ist und Sie mit Vertragslaufende kündigen werden. Die meisten bieten dann günstigere Tarife oder zumindest einen Rabatt an. Bekommen Sie keine Zugeständnisse, dann suchen Sie sich tatsächlich einen Anbieter mit besseren Konditionen.

Tipp 6: Stellen Sie Ihre Gewohnheiten beim Einkaufen auf den Prüfstand

Die meisten Menschen in Deutschland kaufen ihre Lebensmittel in dem Supermarkt, der besonders nah ist. Das muss nicht immer der günstigste sein. Gönnen Sie sich ruhig mal einen Umweg und testen die Produkte vom Discounter. In deren Verpackungen steckt oft Markenware. Oder gehen Sie mal wieder auf einen Markt – am besten kurz vor Abbau der Stände. Dann bieten Händler ihr Obst und Gemüse deutlich günstiger an. Und: Wenn Sie satt in den Supermarkt gehen, kaufen Sie automatisch weniger – und geben weniger Geld aus.

Tipp 7: Mineralwasser selbst gemacht

Wasser ist kostbar – im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade das Mineralwasser aus dem Supermarkt hat seinen Preis. Obwohl seine Qualität oftmals nicht besser ist als die unseres Leitungswassers. Wenn Sie sich einen Wassersprudler kaufen, kostet der zwar 40 Euro oder mehr. Aber das Geld haben Sie in wenigen Monaten wieder reingeholt, wenn Sie Ihr Leitungswasser sprudeln und nicht mehr kaufen. Nebenbei: Sie müssen keine Flaschen oder Kisten mehr tragen.

Tipp 8: Sport geht auch kostenlos

Seit Jahren geht der Trend immer stärker zum Fitness-Studio – aber das kostet nun einmal mehr Geld, als in einem Verein Sport zu machen. Daher: Fragen Sie mal nach, ob Ihr Studio günstigere Tarife anbietet oder suchen Sie sich einen Verein. Eine andere Alternative ist gänzlich kostenfrei: Sport im Freien. Gehen Sie laufen, fahren Sie Fahrrad oder machen Sie Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Das ist sehr effektiv. Im Internet gibt es ausführliche Anleitungen und Videos.

Tipp 9: Runter mit den Fahrtkosten

Wollen Sie schnell viel Geld sparen? Dann ran an die Fahrtkosten! Gerade wenn Sie ein Auto besitzen, nutzen Sie die günstigeren Alternativen: Fahren Sie Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln – oder laufen Sie. Das ist nicht nur gratis, sondern auch gesund. Wenn Sie hingegen Berufspendler und auf ein Auto angewiesen sind, könnten Sie eine Fahrgemeinschaft bilden. Das spart viel Geld und macht oft mehr Spaß, als alleine zu fahren. Auch Bahnfahren geht oft günstiger – vor allem, wenn Sie möglichst früh buchen. Und: Mit einer Bahn-Card erhalten Sie zusätzlich Rabatt.

Tipp 10: Kostspieliges No-Go: Kaffee aus Kapseln oder to go

Last but not least: der Kaffee – eines unserer Genussmittel Nummer Eins. Leider ist es oft ein sehr kostspieliger Genuss. Denn gerade Kaffee aus Kapseln oder Pads wie auch als to go-Variante ist teuer: Der Preis für eine Tasse beträgt dann oft ein Vielfaches im Vergleich zur Zubereitung zu Hause. Außerdem produzieren gerade die Kapseln oder Einwegbecher unterwegs sehr viel Müll. Daher: Bereiten Sie Ihren Kaffee, Cappuccino oder Espresso selbst zu. In Thermoskanne oder -becher bleibt er lange heiß und kostet einen Bruchteil. Zudem schonen Sie mit dieser Sparmaßnahme Konto und Umwelt.