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ETF - eine Definition

Exchange Traded Funds, kurz ETFs, sind offene Investmentfonds, die ausschließlich oder überwiegend an der Börse gehandelt werden. Die größten und gängigsten ETFs sind Indexfonds, die repräsentative Marktindizes abbilden.  ETFs werden seit gut zehn Jahren immer beliebter.

Whitebox gibt einen Überblick

Von 2009 bis Januar 2019 haben sich die in ETFs angelegten Gelder nach Angaben des Research-Unternehmens ETFGI in Europa von 226 Milliarden US-Dollar auf 776 Milliarden US-Dollar mehr als verdreifacht. Weltweit ist das in ETFs verwaltete Vermögen in diesem Zeitraum sogar noch stärker von 1,04 Billionen US-Dollar auf 5,02 Billionen US-Dollar gestiegen. Doch was verbirgt sich hinter dem Kürzel aus drei Buchstaben? Was ist ein ETF?

Inhaltsverzeichnis

Kurz erklärt: Was ist mit ETFs gemeint?

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Kurz und knapp könnte man sagen: Unter einem ETF verstehen die meisten Zeitgenossen einen offenen Investmentfonds, der einen gängigen Marktindex, wie den Dax, den S&P 500 oder den MSCI World, eins zu eins nachbildet und an der Börse wie eine Aktie gehandelt werden kann. Diese Definition ist heute unzureichend: Mittlerweile werden zahlreiche ETFs angeboten, die unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen, mit denen sie eine bessere Performance erzielen wollen als solche Indizes. Nach wie vor sind die größten und gängigsten ETFs jedoch Indexfonds, die repräsentative Aktien- oder Anleihenindizes abbilden.

Der Wert eines solchen börsengehandelten Indexfonds entwickelt sich genauso wie der zu Grunde liegende Index. Angenommen, ein ETF bildet den deutschen Leitindex Dax ab: Wenn der Dax nachgibt, tut es ihm der Dax-ETF gleich. Steigt der Dax, legt auch der Dax-ETF zu. Weil kein Manager sich aktiv darum bemüht, eine bessere Performance zu erzielen als der jeweilige Index, bezeichnet man solche ETFs auch als „passive Fonds“.

Weil ein aktives Management nicht nötig ist, sind Indexfonds für Anleger meist deutlich kostengünstiger als aktiv verwaltete Fonds. Darüber hinaus sind sie leicht zu handhaben. Man kann ihre Performance relativ simpel mit der des Index vergleichen, den der Fonds nachahmt. Größere Abweichungen in der Rendite fallen auf. Kosten zu verstecken, ist daher kaum möglich.

Für alle ETFs gilt: Sie sind flexibel, Anleger können sie genauso schnell kaufen und verkaufen wie eine Aktie. Diese Flexibilität hat wesentlich zur Beliebtheit von ETFs beigetragen, weil sie dadurch auch von Spekulanten und Tradern genutzt werden können. Der Verkauf aktiv gemanagter Fondsanteile kann bis zu zwei Tage dauern. Wenn Positionen wegen Marktverwerfungen oder Unsicherheiten schnell aufgelöst werden sollen, ist genau das ein Nachteil.

Dass ETFs wie Aktien gehandelt werden können, liegt an den Market-Makern. Diese versorgen ETFs mit Liquidität – parallel zum Handel. Sie sorgen dafür, dass jeder Anleger zum von ihm gewünschten Zeitpunkt Anteile erwerben und veräußern kann.

Die meisten ETFs sind zwar Indexfonds, nicht jeder Indexfonds ist aber ein ETF. Denn es gibt Fonds, die einen Index nachbilden und nicht börsengehandelt sind. Außerdem werden heute auch Fonds mit aktiven Anlagestrategien als ETFs im Börsenhandel angeboten. Auch die meisten traditionellen Investmentfonds können in Deutschland mittlerweile an Börsen gehandelt werden, ohne dass Ihnen die Anbieter deshalb ein ETF-Etikett anheften.

Auswahlkriterien für ETFs

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Was steckt in einem börsengehandelten Indexfonds drin?

Das kommt darauf an, wie der Fonds konstruiert ist: Im einfachsten Fall, dem sogenannten voll replizierenden ETF, ist in dem ETF genau das gleiche drin wie im Index. Ein voll replizierender Dax-ETF enthält also Aktien aller 30 Dax-Werte, die im Fonds ebenso gewichtet sind wie im Index.

Bei den sogenannten „synthetischen“ ETFs wird der Index hingegen mit Hilfe eines Swaps abgebildet, ihre Bestandteile weichen also vom Index ab. Bei dieser Konstruktion besteht das Basisportfolio aus einem beliebigen Wertpapierkorb, der mit einem Swap kombiniert wird, dessen Zahlungsströme der Wertentwicklung des abgebildeten Index entsprechen. Ein Swap ist ein vertraglich geregeltes Tauschgeschäft zwischen zwei Parteien. In diesem Fall ist eine Partei der ETF, die andere in der Regel eine Investmentbank. Die Performance des Wertpapierkorbes wird dann sozusagen gegen die Wertentwicklung des abzubildenden Index getauscht. Ein Swap-basierter Dax-ETF kann beispielsweise aus einem Portfolio japanischer Nebenwerte und einem Swap bestehen, der einen Zahlungsstrom liefert, welcher der Wertentwicklung des Dax entspricht.

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Es gibt eine dritte wichtige Konstruktionsweise, eine Variante der vollen Replikation. Sie wird als Teilreplikation oder „Sampling“ bezeichnet und vor allem bei großen Indizes, wie dem MSCI World, angewendet, der mehr als 1500 Einzelaktien enthält. Besteht ein Index aus sehr vielen Wertpapieren, dann ist die volle Replikation schlichtweg zu teuer. Man konzentriert sich daher aufs Wesentliche: Beim Sampling landen nur die Wertpapiere im ETF, die für die Wertentwicklung des Index wirklich relevant sind. Weniger wichtige, meist kleinere Positionen, die kaum etwas zur Index-Performance beitragen, werden weggelassen.

Welche Anlageklassen kann ein ETF abbilden?

ETFs gibt es für Aktien, Anleihen und Anlageklassen wie Rohstoffe. Die ersten ETFs haben klassische Aktienindizes, wie den S&P 500, den Euro Stoxx 50 oder auch den Dax abgebildet. Später folgten ETFs auf diversifizierte Rohstoffindizes und Anleihenindizes. Mittlerweile gibt es auch börsengehandelte Dachfonds, die in eine Mischung aus unterschiedlichen Anlageklassen investieren.

Wie erkenne ich einen ETF?

Ein echter ETF muss ETF heißen. Das schreibt die UCITS-Richtlinie (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) vor, eine EU-Regelung für Investmentfonds. Wenn nicht ETF draufsteht, ist es keiner. Für Verwirrung sorgt manchmal, dass ETFs der Produktfamilie der Exchange Traded Products (ETPs) zugeordnet werden. Allerdings: Nur ETFs sind Sondervermögen und damit vor einem Ausfallrisiko des Anbieters zum Beispiel im Falle einer Insolvenz geschützt.

Für Exchange Traded Notes (ETNs), die auch als ETPs bezeichnet und vermarktet werden, gilt das nicht. Auch Exchange Traded Commodities (ETCs) sind keine Sondervermögen. Mitunter sind die jeweiligen Rohstoffe physisch hinterlegt. Das heißt, bei einem Gold-ETC werden entsprechend dem Wert des ETCs Goldbarren als Sicherheit aufbewahrt. In der Schweiz und in den USA können diese Produkte übrigens als Sondervermögen aufgelegt werden. In der Europäischen Union (EU) ist das anders, weil hier ein Fonds nicht in eine einzige Anlage investieren darf, sondern sein Vermögen diversifizieren muss.

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Wie riskant sind ETFs?

Über die Risiken und Chancen von ETFs könnte man ohne Probleme ganze Bücher schreiben. Kurz und knapp lässt sich festhalten: ETFs sind in etwa so riskant wie die Wertpapierportfolios, die sie enthalten oder abbilden. In diesem Sinne ist beispielsweise ein Aktien-ETF riskanter als ein ETF, der überwiegend in Staatsanleihen bester Bonität investiert. Zu den üblichen, mit den unterschiedlichen Anlageklassen verbundenen Marktrisiken können noch spezifische Risiken hinzukommen, die sich aus der Konstruktion der ETFs oder aus bestimmten Anlagestrategien ergeben, die sie verfolgen. Konstruktionsbedingt sind beispielsweise die Gegenparteirisiken bei ETFs, die Indizes synthetisch replizieren.

Wer es genauer wissen möchte, kann sich in den Verkaufsprospekten der ETFs ausführlich über die Risiken dieser Produkte informieren. Für die meisten Anleger sind diese Warnhinweise allerdings ähnlich unterhaltsam und verständlich wie entsprechende Hinweise in den Beipackzetteln verschreibungspflichtiger Medikamente. Der Grund ist einfach: Sie sind von Juristen konzipiert und dienen in erster Linie der Absicherung der Fondsgesellschaften gegen Klagen von Anlegern, die mit den entsprechenden Fonds Verluste erlitten haben.

Warum sind ETFs kostengünstiger als aktiv verwaltete Fonds?

Unterm Strich sind vor allem börsengehandelte Indexfonds deutlich günstiger als aktiv gemangte Fonds. Der Grund: Diese Indexfonds sind passiv, sie bilden lediglich einen Basiswert ab. Fondsmanager, die aufwändig Unternehmen und Märkte analysieren, braucht es hier nicht. Entsprechend sind die Verwaltungsgebühren um einiges niedriger.

Im Schnitt liegen die jährlichen Verwaltungsgebühren von ETFs, die gängige Aktienindizes abbilden, unter 0,5 Prozent. Da können aktiv gemangte Fonds nicht mithalten. Anders als bei diesen werden auf ETFs auch keine Ausgabeaufschläge fällig. Es gibt auch keine Performance-Fees, die bei einigen aktiv gemanagten Fonds ab einer gewissen Wertentwicklung ebenfalls zu Buche schlagen.

Selbst wenn man neben der Gesamtkostenquote TER (Total Expense Ratio) alle weiteren Kosten (Total Cost of Ownership) mit einbezieht, bleiben ETFs normalerweise günstiger. In der Managementgebühr sind die Handelskosten der Fonds nämlich nicht enthalten, die bei aktiven Fonds in aller Regel höher ausfallen.

Welche Kosten entstehen beim Handel mit ETFs?

Genauso wie Aktien werden ETFs an der Börse mit einem Spread gehandelt. Der Spread – auch „Geld-Brief-Spanne“ genannt - ist die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Je liquider ein ETF ist, desto niedriger sind die Spreads. Hinzu kommt das Zusammenspiel der Market-Maker. Die Market-Maker versorgen ETFs mit Liquidität. Und sie haben eine weitere wichtige Funktion: Sie drücken die Transaktionskosten. Denn die verschiedenen Market-Maker, die auch Designated- oder Authorized-Sponsors heißen, stehen in direkter Konkurrenz zueinander. Je mehr Market-Maker einen ETF handeln, desto höher ist der Wettbewerbsdruck untereinander. Das verringert die Handelskosten. Niedrige Spreads senken die Gesamtkosten, von denen die Verwaltungsgebühren nur ein Teil sind.

Was sagt die Größe über einen ETF aus?

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Je größer, desto besser – auf börsengehandelte Indexfonds trifft das voll zu. Und wenn es sich für den Anbieter lohnt, hat auch der Anleger etwas davon: Richtig lukrativ für die Anbieter werden solche ETFs erst durch die Masse. Die technischen Plattformen und Lizenzgebühren, die ETF-Anbieter an die Indexanbieter zahlen müssen, produzieren fixe Kosten. Ist aber erst einmal eine kritische Masse erreicht, lohnt sich das Geschäft für die Fondsgesellschaft. Dadurch, dass verschiedene Anbieter ETFs auf gängige Indizes, wie den Dax, den S&P 500, den MSCI World oder den MSCI Asien ex Japan anbieten, machen sie sich untereinander Konkurrenz. Verwalten die einzelnen ETFs große Vermögen, können die Anbieter die Kosten senken – und bei entsprechendem Wettbewerb tun sie es auch. ETFs mit geringen verwalteten Vermögen können bei wachsendem Kostendruck nicht mithalten und laufen Gefahr, liquidiert zu werden. Als Faustregel für die Mindestgröße eines für Anbieter rentablen ETF gelten in der Branche 100 Millionen Euro.

ETF-Markt: Warum bleiben die ersten auch die ersten?

Die Abhängigkeit von der Größe erklärt, warum der ETF-Markt von einer Handvoll Anbieter dominiert wird: In Europa heißen die drei größten iShares, Lyxor und DWS (vormals Deutsche Asset Management). Auf ihre Produkte entfallen zusammen zwei Drittel des Gesamtmarktes. In den USA sind es die drei Platzhirsche State Street, Vanguard und iShares. Egal, ob in den USA oder Europa: Die Größten profitieren vom „First Mover Advantage“. Sie waren die Anbieter der ersten Stunde oder haben sich als einer der ersten am Markt behauptet und konnten diesen Vorsprung ausbauen – während die anderen erst einmal über die Eintrittshürden springen mussten.

Warum fangen ETF-Anbieter aus den USA in Europa noch mal von vorne an?

Die Nummer eins, zwei oder drei in den USA zu sein, hilft einem ETF-Anbieter in Europa übrigens wenig. Denn aufgrund der unterschiedlichen regulatorischen Anforderungen in den USA und Europa, müssen die technischen Plattformen auch anders aufgesetzt werden. Selbst Anbieter, die in den USA schon seit Jahren etabliert sind, fangen in Europa noch einmal ganz neu an. Sie müssen für das europäische Geschäft eine eigene Palette mit neuen Produkten aufbauen.

Wie passiv sind ETFs?

Bis etwa 2010 war es noch relativ leicht, die Frage nach aktiv und passiv zu beantworten. ETFs waren zunächst eindeutig „passive“ Fonds, die lediglich repräsentative Marktindizes abbildeten. Die meisten traditionellen Publikumsfonds verfolgten dagegen eindeutig „aktive“ Anlagestrategien mit dem erklärten Ziel, eine bessere Performance zu erwirtschaften als diese Indizes. Diese Situation hat sich deutlich verändert. Die ETF-Anbieter haben neben diesen klassischen ETFs eine Fülle von Produkten auf den Markt gebracht, die ganz unterschiedliche aktive Anlagestrategien verfolgen. Diese ETFs werden häufig unter Labels wie „Smart-Beta“, „Strategic Beta“ oder „Enhanced Indexing“ vermarktet.

Einige ETF-Anbieter haben den Umstand genutzt, dass der Begriff „Index“ nicht eindeutig definiert ist: Sie deklarieren auch ETFs als Indexfonds, die keine Marktindizes abbilden, sondern „Strategieindizes“, die von externen Indexanbietern berechnet werden. Dies ändert jedoch nichts daran, dass diese ETFs durch ihre Konstruktion eine aktive Komponente haben und im Grunde genauso aktiv sind wie viele klassische Investmentfonds. Solche ETFs verfolgen meist regelbasierte, quantitative Anlagestrategien und haben wie traditionelle aktive Fonds das Ziel, besser abzuschneiden als klassische Marktindizes.

Innerhalb eines Wertpapierportfolios müssen Smart-Beta-ETFs daher wie eine zusätzliche aktive Komponente gemanagt werden. Das bringt nicht nur höhere Kosten mit sich, sondern auch mehr Risiken.

Was sind „Strategieindizes“?

Bei den sogenannten „Strategieindizes“ handelt es sich um virtuelle Anlageportfolios, bei denen Auswahl und Gewichtung ihrer Bestandteile anhand einer zuvor festgelegten, meist regelbasierten, systematischen Anlagestrategie erfolgen. Diese „Indizes“ repräsentieren keine Wertpapiermärkte und werden in vielen Fällen nur entwickelt, um als Basis für ETFs oder Derivate zu dienen. Nutzt ein ETF solche Konstrukte, wird die aktive Komponente quasi in den „Index“ verschoben und das aktive Management auf den Indexanbieter übertragen. „Passiv“ passt entsprechend nicht mehr zur Beschreibung dieser ETFs.

Woher kommen ETFs und wie sind sie entstanden?

Den weltweit ersten börsennotierten Indexfonds kennen heute nur noch die wenigsten. Der Ur-ETF wurde am 9. März 1990 in Kanada an die Börse gebracht – zehn Jahre vor den ersten ETFs in Europa. Er hieß Tips und bildete den kanadischen Index TSE 35 ab. Diesen ETF gibt es nicht mehr. Er war zwar der erste seiner Art, aber gemessen an Größe und Langlebigkeit nicht der erfolgreichste. Wie Deborah Fuhr, Gründerin des Research-Hauses ETFGI während einer ETF-Konferenz mitteilte, wurde er 1999 mit dem HIPs verschmolzen, dem Hundred Index Participation-ETF auf den TSE 100 – mit Baujahr 1994 selbst ein ETF-Urgestein. Dies lag daran, dass die beiden zu Grunde liegenden Indizes, der TSE 35 und der TSE 100, zu einem neuen Index vereint wurden. Dieser Hochzeit mussten auch die beiden ETFs folgen: So wurde aus den beiden Fonds der heutige iShares S&P/TSX 60 Index ETF.

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Quelle: Blackrock

Wer ist der Erfinder des ersten ETF?

Wer der Erfinder des börsengehandeltenIndexfonds war, scheint nicht bekannt zu sein. Zumindest findet man nirgends seinen Namen – weder auf Wikipedia noch auf der kanadischen Seite von iShares, wo immerhin ein Eintrag zum allerersten ETF steht. Den Grundstein für ETFs legte John Clifton „Jack“ Bogle, der 1976 den ersten öffentlich zugänglichen Indexfonds auf den Markt brachte. Bogle wird häufig auch als ETF-Vater betitelt, was ihm allerdings sehr missfiel. Der von seiner Investmentgesellschaft Vanguard aufgelegte Indexfonds auf den S&P 500 wurde und wird nicht an der Börse gehandelt. Als Verfechter einer langfristigen Anlagestrategie war Bogle tatsächlich skeptisch gegenüber der Kombination aus Indexfonds und Börsenhandel.

Bogles Idee fußt im Grunde auf einem einfachen Gedanken: Den wenigsten Fondsmanagern gelingt es auf Dauer, den breiten Aktienmarkt zu schlagen. Stattdessen fallen für die Anleger durch das aktive Fondsmanagement höhere Kosten an, obwohl klassische Investmentfonds langfristig meist hinter der Wertentwicklung der Indizes zurückbleiben. „S&P Indices Versus Active (SPIVA®)“ stellt die Wertentwicklung von aktiv gemanagten Fonds regelmäßig auf den Prüfstand. Und tatsächlich: Die überwiegende Mehrheit der Fonds bleibt hinter den Indizes zurück.

Bogle selbst brachte seine Indexfonds nicht an die Börse. Er ist ein Befürworter der Buy-and-Hold-Strategie, getreu dem Motto „Hin und her macht Taschen leer“. Mit der Entwicklung des ersten Indexfonds hatte er jedoch die Vorarbeit für die ersten ETFs geleistet.

Welcher ETF ist am größten?

Der SPDR ETF auf den amerikanischen Index S&P 500 schlägt bisher alle Rekorde. Er ist nicht nur der ETF mit dem größten verwalteten Vermögen, er ist auch einer der größten Fonds überhaupt. Jim Ross von State Street zählt zu den Pionieren der noch vergleichsweise jungen ETF-Branche und war auch dabei, als der SPDR S&P 500 im Jahr 1993, also drei Jahre nach dem ersten ETF überhaupt, aus der Taufe gehoben wurde. Vor Journalisten sagte er einmal, dass der Erfolg des Spider-ETF, so der Spitzname, die Erwartungen deutlich übertroffen habe. Ursprünglich sei der SPDR S&P 500 ETF nur für eine Handvoll institutioneller Investoren aufgelegt worden. Nachdem ETFs in Nordamerika bereits zehn Jahre etabliert waren, traten sie auch ihre Reise über den Atlantik an: Am 11. April 2000 brachte die amerikanische Investmentbank Merrill Lynch mit dem LDR DJ Stoxx 50 und dem LDR DJ Euro Stoxx 50 die ersten beiden ETFs in Europa an die Deutsche Börse in Frankfurt.

Wie kann man in ETFs investieren?

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Um in ETFs zu investieren, benötigen Sie ein gebührenpflichtiges Wertpapierdepot. In einem solchen Depot können Sie neben ETFs auch andere Wertpapiere, wie Aktien oder Anleihen, verwalten. Sofern Sie noch nicht über ein Depot verfügen, können Sie es bei Ihrem Kreditinstitut oder bei einem Online-Broker einrichten lassen. Jeder Kauf und Verkauf von ETFs und anderen Wertpapieren wird dann in diesem Depot verbucht. Aufträge für den Kauf oder Verkauf von ETFs können Sie heute in der Regel schnell und einfach über das Internet an Ihr Kreditinstitut oder Ihren Online-Broker erteilen.

ETFs eignen sich nicht nur für eine einmalige Anlage, sondern sie können oft auch über einen Sparplan zum langfristigen Vermögensaufbau dienen. Online-Broker bieten solche Sparpläne für eine Fülle unterschiedlicher ETFs bereits ab geringen regelmäßigen Beträgen an. Im Vergleich zum Kauf von Aktien gibt es dabei einen wichtigen Unterschied: Beim Kauf von ETFs werden in Ihrem Depot auch Bruchstücke der ETF-Anteile verrechnet. Falls Sie zum Beispiel monatlich 50 Euro in einem bestimmten ETF ansparen und der Preis für einen ETF-Anteil zum Kaufzeitpunkt bei 20 Euro liegt, werden Ihrem Depot zweieinhalb Fondsanteile hinzugefügt. Bei Aktien ist eine solche Stückelung nicht möglich.

Die Vorteile von ETFs zusammengefasst:

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Wenn sie an einer gut strukturierten Geldanlage und dem zusätzlichen Service einer aktiven Vermögensverwaltung mit ETFs Interessiert sind, können sie sich an einen Robo-Advisor, wie Whitebox, wenden. Diese „Robos“ bieten oft aktiv verwaltete, aus ETFs zusammengestellte Wertpapierportfolios an, die zur individuellen Risikobereitschaft und den jeweiligen Anlagezielen Ihrer Kunden passen. Langfristig bietet eine professionelle Vermögensverwaltung normalerweise einen gewissen Schutz vor Vermögensverlusten. Die Geldanlage bei einem Robo-Advisor ist bereits ab relativ niedrigen Mindestanlagesummen möglich – häufig auch schon mit kleinen Beträgen als regelmäßiger, flexibler Sparplan.

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Video: So funktioniert Whitebox (3:03 min)

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