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Was ist ein ETF-Sparplan? | Whitebox

ETF-Sparpläne: Schritt für Schritt hin zu einem (kleinen) Vermögen

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
3. November 2020

    Ein Banksparplan? Das ist von gestern. Heute sind ETF-Sparpläne die deutlich attraktivere Form, regelmäßig zu sparen. Denn ETFs bieten die Chance auf ansehnliche Renditen. Riskant sein müssen sie auch nicht. Und wenn Sie Monat für Monat einen festen Betrag in ETFs investieren, kann am Ende eine ganze Menge dabei herauskommen.

    Das Wichtigste des Artikels im Überblick:

    • Mit einem ETF-Sparplan sparen Sie regelmäßig in ETFs, also börsengehandelte Indexfonds.
    • ETF-Sparpläne kombinieren die Vorteile von Sparplänen mit den Vorteilen von ETFs.
    • Um einen ETF-Sparplan anzulegen, benötigen Sie ein Depot. Wenn das der Fall ist, geht die Umsetzung in wenigen Schritten.
    • Wenn Sie sich nicht selbst für bestimmte ETFs entscheiden wollen, können Sie das auch einem Robo-Advisor überlassen.

    Was ist ETF-Sparplan?

    Ein ETF-Sparplan ist ein Sparplan, mit dem Sie regelmäßig einen oder mehrere ETFs (Exchange Traded Funds) kaufen. ETFs, also börsengehandelte Indexfonds, bilden einen Index ab, meist einen Aktienindex wie den Dax oder einen Anleiheindex. Die Mindestsparsumme ist niedrig und startet oft bei 25 oder 50 Euro, in einigen Fällen sogar schon bei 1 Euro. Ihre Sparsumme können Sie monatlich oder in längeren Abständen einzahlen. Ihre Vorteile spielen ETF-Sparpläne besonders dann aus, wenn Sie langfristig sparen, denn: Über die Jahre kann durch die konstanten Einzahlungen und den Zinseneffekt ein (kleines) Vermögen zusammenkommen.

    Welche Vorteile haben ETF-Sparplänen?

    Zu unterscheiden sind die Vorteile von Sparplänen und die Vorteile von ETFs – und ETF-Sparpläne bieten beides! Hier die wichtigsten Punkte:

    Warum Sparpläne vorteilhaft sind:

    • Wenn Sie sich einmal für einen Sparplan entschieden haben, wird das Geld regelmäßig von Ihrem Girokonto abgebucht, Sie müssen sich also nicht kümmern und kommen auch nicht in die Versuchung, das Geld auszugeben.
    • Das richtige Timing braucht Sie nicht zu interessieren, denn der Rhythmus ist vorgegeben. Sie kaufen nicht alles zu einem bestimmten Kurs (der vielleicht gerade ungünstig ist), sondern kaufen mal zu niedrigeren, mal höheren Kursen.
    • Sparpläne sind meist – anders als zum Beispiel Versicherungen – flexibel, Sie können also bei Bedarf Zahlungen aussetzen sowie über einen Teil oder auch das gesamte Geld verfügen. Ebenso können Sie die Sparbeträge anheben – etwa nach einer Gehaltserhöhung. Und Sie können in vielen Fällen auch Einmalzahlungen leisten, wenn Sie zum Beispiel eine überraschend hohe Steuerrückzahlung erhalten haben.
    • Wenn Sie einen Sparplan lange genug „durchhalten“, kann über die Jahre einiges an Geld zusammenkommen. Abgesehen von den Einzahlungen und den Zinsen profitieren Sie dabei noch vom Zinseszinseffekt. Also den Zinsen, die Sie auf die Zinsen erhalten oder – bei Aktienanlagen – den Dividenden, die Sie auf die Dividenden bekommen.

    Warum ETFs vorteilhaft sind:

    • ETFs sind einfach zu verstehen und transparent, denn Sie bilden lediglich einen Index ab, etwa den Dax.
    • ETFs bieten im Vergleich zur Direktanlage in Aktien oder Anleihen eine breite Streuung über viele Wertpapiere. Durch diese Streuung vermeiden Sie Klumpenrisiken.
    • Durch ETFs erhalten Sie Zugang zu fast allen Märkten
    • ETFs sind günstig – vor allem im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds (die wegen des „aktiven Managements“ eben mehr Aufwand erfordern). Die Verwaltungsgebühren bei ETFs, die gängige Aktienindizes abbilden, liegen im Schnitt bei unter 0,5 Prozent. Aktiv gemanagte Aktienfonds bringen oft Gebühren von 1,5 Prozent oder mehr mit sich. Zusätzlich entfallen beim Kauf von ETFs die Ausgabeaufschläge, die Sie als Anleger von aktiv gemanagten Fonds zahlen müssen.
    • ETFs bieten im Vergleich zu anderen Sparformen die Aussicht auf deutlich höhere Renditen. Wie hoch die möglichen Renditen sind, hängt von den ETFs ab, in die Sie investieren. Auch im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds punkten ETFs: Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass es nur den wenigsten aktiven Fondsmanagern gelingt, den Markt zu schlagen.
    whitepaper@2x-1

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    Welche Rendite bringt ein ETF-Sparplan?

    Hohe Renditen versprechen vor allem Aktieninvestments: Das Deutsche Aktieninstitut DAI rechnet regelmäßig aus, welche Rendite ein Investment in den DAX bringt: Bei langen Anlagezeiträumen (ab 10 Jahre) sind die Renditen alle gut. 3 oder 4 Prozent im Jahr sind da eher Ausreißer nach unten. Bei 25 Jahren sind es mindestens knapp 7 Prozent im Jahr.

    Wichtig zu wissen ist aber in jedem Fall: Renditechancen korrelieren immer mit dem Risiko. Wollen Sie also weit überdurchschnittliche Renditen erzielen, müssen Sie auch überdurchschnittliche Risiken eingehen.

    Wie lege ich einen ETF-Sparplan an?

    Wenn Sie Ihren ETF-Sparplan selbst einrichten möchten, benötigen Sie ein normales Wertpapierdepot, also ein Depot, in dem Sie auch andere Wertpapiere wie Aktien verwalten können. Solche Depots werden von allen Banken angeboten, günstiger als die klassischen Banken sind aber in der Regel Direktbanken oder Online-Broker.

    Dann müssen Sie folgende Entscheidungen treffen:

    • Wie hoch soll die Sparsumme sein?
    • In welchen Intervallen wollen Sie das Geld anlegen? Der „Klassiker“ ist die monatliche Anlage, doch ist oft auch ein Zwei-, Drei-, Sechs- und Zwölfmonatsrhythmus möglich.
    • Soll der Sparplan unbegrenzt laufen oder nach einer bestimmen Zeit wieder enden?
    • Welche ETFs wollen Sie kaufen? Entscheidend dafür, welcher ETF für Ihren Sparplan passt, sind Ihre persönliche Risikobereitschaft sowie Ihre Anlageziele und der Anlagezeitraum. Tendenziell kann der Anteil von Aktien-ETFs höher sein, je risikofreudiger Sie sind und je länger Sie sparen. Nähere Infos dazu finden Sie hier.

    ETF-Sparplan anlegen: Muss ich das selbst machen?

    Sie müssen den ETF-Sparplan nicht selbst anlegen. Wenn Sie selbst nicht entscheiden wollen oder können, welche ETFs Sie mit Ihrem Sparplan besparen wollen, können Sie sich auch an einen digitalen Vermögensverwalter, auch Robo-Advisor genannt, wie Whitebox wenden. Als Robo-Advisor bieten wir Ihnen eine automatisierte und digitale Vermögensverwaltung. Das bedeutet: Wir übernehmen den gesamten Anlageprozess für Sie von Anfang bis Ende und investieren Ihr Geld entsprechend Ihres individuellen Risikoprofils. Um herauszufinden, welcher Anlegertyp Sie sind – konservativ, ausgewogen oder renditeorientiert –, müssen Sie vorab einige Fragen beantworten.

    Bei Whitebox können Sie eins oder mehrere Anlageziele definieren, die unterschiedliche Verwendungszwecke repräsentieren: Sie können zum Beispiel wählen, ob Sie für die Altersvorsorge, eine Immobilie oder Ihre Kinder anlegen möchten. Der Vorteil davon: Sie sehen nicht nur spielerisch und auf einen Blick, welche Summen Sie wofür anlegen. Vor allem haben Sie die Möglichkeit, für jedes Ziel eine individuelle Risikostufe – und damit unterschiedliche Rendite-Risiko-Profile – zu wählen.

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    Was die Rendite angeht, können wir Ihnen natürlich keine festen Versprechungen machen. Wir haben bei der Konstruktion unserer Portfolios aber eine erwartete Rendite. Diese reicht von etwa 2 Prozent in der niedrigsten Risikostufe zu etwa 6 Prozent in der höchsten.

    Sie haben noch weitere Fragen zu ETFs? Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie in unseren FAQs rund um ETFs.