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Nennwert einer Anleihe: Was er bedeutet und wie er sich vom Kurswert unterscheidet | Whitebox
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Anleihen | Investieren | 3 min

Was ist der Nennwert einer Anleihe?

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
17. Juni 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Nennwert, Kurswert – da kann man als Käufer einer Anleihe schnell durcheinanderkommen. Dabei ist es wichtig, den Unterschied zwischen Nenn- und Kurswert zu kennen: für den Kauf selbst, die Verzinsung und auch die Rückzahlung am Ende der Laufzeit. Hier die wichtigsten Informationen zu den zwei Begriffen.

      Das Wichtigste des Artikels im Überblick:

      • Der Nennwert einer Anleihe ist der Geldbetrag, den ein Anleiheemittent dem Anleihehalter schuldet und am Ende der Laufzeit zurückzahlen
      • Anleihen werden während ihrer Laufzeit gehandelt, der Kurswert kann dann vom Nennwert abweichen und höher oder niedriger liegen.
      • Die Zinszahlung, die dem Anleihekäufer zufließt, bezieht sich immer auf den Nennwert.

      Was ist der Nennwert einer Anleihe?

      Der Nennwert (auch Nominalwert) einer Anleihe ist der Geldbetrag, den der Emittent der Anleihe dem Anleihehalter schuldet und am Ende der Laufzeit zurückzahlen muss.

      Die von Ihnen gehaltene Anleihe stellt in der Regel einen Teilbetrag (Teilschuldverschreibung) des gesamten Volumens der Anleihe (Anleihevolumen) dar. Die Anleihevolumen sind in der Regel sehr hoch – mehrere Millionen oder sogar Milliarden Euro – und werden daher gestückelt.

      Welche Teilbeträge sind bei Anleihen üblich?

      Üblich sind auf 1.000, 2.000, 50.000 oder 100.000 Geldeinheiten lautende Teilbeträge – je nach Währung. Gleichzeitig heißt das, dass Sie im Fall von Teilbeträgen von 1.000 Euro mindestens 1.000 Euro investieren müssen. Wollen Sie mehr anlegen, muss es immer ein Vielfaches sein, also 2.000, 3.000 oder 15.000 Euro.

      Welche Rolle spielt der Nennwert beim Handel einer Anleihe?

      Viele Anleihen werden während ihrer Laufzeit an der Börse gehandelt. Die Anleihekurse werden dann in Prozent ihres Nennwerts angegeben („Prozentnotiz“). Ausgegeben werden Anleihen in der Regel zu 100 Prozent des Nennwerts („pari“), in diesem Fall entspricht der Kurswert dem Nennwert. Während der Laufzeit kann der Kurs unter 100 Prozent („unter pari“) fallen, dann ist der Kurswert geringer als der Nennwert. Oder der Kurs steigt über 100 Prozent („über pari“), dann ist der Nennwert niedriger als der Kurswert.

      Welche Rolle spielen Nennwert und Kurswert beim Handeln einer Anleihe?

      Für den Kauf einer Anleihe während der Laufzeit ist der Kurswert entscheidend. Ein einfaches Beispiel: Eine Anleihe im Nennwert von 1.000 Euro notiert an der Börse bei 110 Prozent. Das bedeutet, dass Sie 1.100 Euro zahlen müssen, wenn Sie diese Anleihe kaufen wollen (Transaktionskosten sind hier nicht berücksichtigt). Für die Rückzahlung am Ende der Laufzeit ist wiederum der Nennwert der Anleihe ausschlaggebend. Sie erhalten dann 1.000 Euro zurück.

      Warum verändert sich während der Laufzeit einer Anleihe der Kurswert im Verhältnis zum Nennwert?

      Wenngleich der Nennwert immer gleich bleibt, verändert sich der Kurswert während der Laufzeit der Anleihe. Zu den Einflussfaktoren gehören:

      • Das allgemeine Zinsniveau: Steigt dieses, sinkt der Kurswert in der Regel, da die Anleihe im Vergleich zu anderen Anleihen unattraktiver wird,
      • Die Kreditwürdigkeit (Bonität) des Emittenten: Sinkt diese, sinkt auch der Kurswert.
      • Die Laufzeit: Je näher der Tag der Rückzahlung rückt, desto mehr gleicht sich der Kurswert in der Regel dem Nennwert an.
      • Der Wechselkurs: Bei Anleihen in ausländischen Währungen wirkt sich auch der Wechselkurs auf den Kurswert aus.

      Welche Rolle spielt der Nennwert für die Zinszahlung?

      Die Zinsen werden immer auf den Nennwert einer Anleihe gezahlt, nicht auf den aktuellen Kurswert. Halten Sie zum Beispiel eine Anleihe im Nennwert von 2.000 Euro mit einem Kupon von vier Prozent, erhalten Sie vom Emittenten 80 Euro im Jahr

      Welche Rolle spielt der Nennwert für Nullkuponanleihen?

      Eine spezielle Form von Anleihen sind Nullkuponanleihen („Zerobonds“). Bei Nullkuponanleihen erhalten Sie als Käufer keine jährlichen Zinszahlungen, der Kupon beträgt also null Prozent. Dafür geben die Emittenten Nullkuponanleihen mit einem Disagio – einem Abschlag auf den Nennwert der Anleihe – heraus, zahlen die Anleihe aber am Ende der Laufzeit zum vollen Nennwert zurück. Ein Bespiel: Eine Nullkuponanleihe zum Nennwert von 1.000 Euro wird mit einem Abschlag von fünf Prozent verkauft. Der Käufer muss also nur 950 Euro zahlen, am Ende der Laufzeit erhält er aber 1.000 Euro zurück.

      Welche Rolle spielen Anleihen für Whitebox?

      Bei Whitebox sind wir davon überzeugt, dass Diversifizierung das erfolgversprechendste Rezept dafür ist, die passende Balance zwischen Risiko und Rendite zu finden. Unser Anlageansatz zeichnet sich durch eine strategische, aktive, vorwärtsschauende Asset-Allokation aus – diversifiziert über Anlageklassen, unterschiedliche Regionen und Branchen. Zu unserem Anlagespektrum gehören neben Aktien und Alternativen Anlageklassen auch Anleihen. Diese müssen Sie allerdings nicht selbst auswählen, auch um Nennwert und Kurswert müssen Sie sich daher nicht kümmern.

      Unsere Strategie setzen wir mittels kostengünstiger, passiv-gemanagter Produkte (ETF) um. Mit diesen setzen wir auf viele verschiedene Staats- und Unternehmensanleihen aus unterschiedlichen Regionen und mit unterschiedlichem Risikoprofil. Derzeit investiert Whitebox über ETFs in europäische und globale Staats- und Unternehmensanleihen, US-Staatsanleihen, Anleihen von Schwellenländern in harter und lokaler Währung sowie inflationsindexierte Anleihen der Eurozone.