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Zielfonds für private Altersvorsorge nur bedingt geeignet | Whitebox
Fonds | Investieren | 3 min

Zielfonds für private Altersvorsorge nur bedingt geeignet

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
17. Juli 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Zielfonds sind Investmentfonds, die primär dafür konzipiert wurden, finanzielle Mittel für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit zu generieren. Zielfonds können entweder in Misch- oder Dachfonds angelegt sein und in Wertpapiere unterschiedlichster Anlagekategorien investieren. Aber sind Investments in Zielfonds auch für den privaten Anleger geeignet?

      In diesem Artikel erfahren Sie…:

      • … wie Zielfonds im Rahmen Ihrer Anlagestrategie eingesetzt werden können.
      • … für welchen Anlegertyp sich Zielfonds eignen.
      • … wie Sie Risiko reduzieren mithilfe eines sogenannten Gleitpfads.
      • … dass passive Instrumente wie ETFs kostengünstiger sind als Dachfonds.

      Was sind Zielfonds?

      Zielfonds sind entweder Misch- oder Dachfonds. Ein Zielfonds in Form eines Dachfonds investiert dann in viele unterschiedliche Fonds, während Mischfonds in Einzelwerte aus unterschiedlichen Anlageklassen investieren. Aufgrund ihrer langen Laufzeit sind Zielfonds für die mittel- bis langfristige Geldanlage gedacht, zum Beispiel für die Altersvorsorge. Zielfonds unterscheiden sich von klassischen Fonds durch den verstärkten Einsatz weiterer Anlageinstrumente wie Derivate und haben eine deutlich höhere Umschichtungsrate. In Deutschland werden derzeit zwei Arten von Zielfonds gehandelt, die sich in ihren Laufzeiten stark unterscheiden:

      1. Fonds mit Kapitalgarantie
      2. Fonds ohne diese Zusicherung. Dabei geht die Kapitalgarantie zulasten der Rendite.

      Welches Ziel haben Zielfonds?

      Das Anlageziel eines Zielfonds ist der mittel- bis langfristige Kapitalzuwachs durch ein breit gestreutes Anlageportfolio. Das oberste Ziel der Fonds ist aber die Sicherheit des Anlagevermögens, wenn die Laufzeit zu Ende geht. 

      Welche Anlagestrategie verfolgt ein Zielfonds?

      Da die Laufzeit für einen Zielfonds von vornherein feststeht, wählt der Anleger einen Fonds mit einem für ihn passenden Enddatum, an dem das Kapital ausgeschüttet werden soll. Anders als bei klassischen Investmentfonds wandelt sich die Anlagestrategie beim Zielfonds. Deshalb sollte zu Beginn der Laufzeit das im Zielfonds angelegte Geld in renditestarke und risikoreiche Werte wie Aktien investiert werden. Das hat vor allem zwei Gründe:

      1. Den in der Regel langen Zeitraum, der es erlaubt, etwaige Schwankungen und damit einhergehende vorübergehende Verluste auszusitzen.
      2. Gehalt ist typischerweise eher anleihengleich – und damit das Gesamtportfolio vieler Anleger typischerweise häufig zu. Daher sollte man das über einen höheren Anteil an Aktien kompensieren.

      Gegen Ende der Laufzeit schichten die Fondsmanager das Kapital dann schrittweise um, weil der Sicherheitsaspekt mit dem fortschreitenden Alter des Anlegers stärker in den Vordergrund rückt. Mit einem höheren Anteil an festverzinslichen Wertpapieren wird das Gesamtportfolio dementsprechend risikoärmer. In den letzten Jahren vor dem Zieltermin setzen die Fondsmanager auch Geldmarktpapiere und Bankguthaben ein.

      Für welchen Anlegertyp sind Zielfonds geeignet?

      Generell sind Zielfonds für jene privaten Anleger interessant, die eine Kombination aus chancenreicher Anlage und Maßnahmen zur Absicherung des Vermögens wünschen. Aufgrund ihrer langen Laufzeit sind Zielfonds vor allem für die mittel- bis langfristige Geldanlage und daher auch für die Altersvorsorge gedacht. So können private Anleger einen Fonds wählen, dessen Zieldatum in der Nähe ihres geplanten Ruhestandes liegt. Ein typischer Einsatzzweck sind auch besondere Ereignisse – zum Beispiel der Ausbildungsbeginn des Kindes. Es gibt Zielfonds mit unterschiedlichen Laufzeiten von bis zu 40 Jahren.

      Da sich das Fondsmanagement um das Portfolio kümmert, entsteht für den Privatanleger zwar kein zeitlicher Aufwand. Allerdings erhält das Fondsmanagement eine Erfolgsbeteiligung und eine laufende Vergütung. Durch die doppelte Kostenstruktur schrumpft die Rendite – der Preis, den der Anleger für eine breite Diversifizierung in Kauf nehmen muss.

      Wie viel Vermögen wird in Zielfonds verwaltet?

      Laut der Investmentstatistik des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) betrug das in Zielfonds verwaltete Vermögen per Ende 2019 7,9 Milliarden Euro. Im Jahr 2019 flossen aus Zielfonds netto 1,3 Milliarden Euro ab. Im abgelaufenen Jahr betrug das in alle offenen Publikumsfonds verwaltete Vermögen Ende 2019 rund 1.115,7 Milliarden Euro.

      Gibt es Alternativen zu Zielfonds für die Altersvorsorge?

      Aufgrund der Tatsache, dass für aktiv gemanagte Zielfonds hohe Gebühren entstehen und dass die meisten aktiv verwalteten Anlagefonds über lange Zeiträume hinweg nur selten den Markt schlagen , kann es für Privatanleger Sinn machen, den Vermögensmix professionellen digitalen Vermögensverwaltern wie Whitebox zu überlassen.

      Im Gegensatz zu den meisten traditionellen Fonds- und Versicherungsprodukten bieten wir Ihnen ein kostengünstiges und flexibles Produkt für Ihre Altersvorsorge an. Dabei setzen wir die Methode des sogenannten Gleitpfads ein, bei der das Portfolio über die Anlagedauer bis zum definierten Rentenzeitpunkt im Risiko allmählich reduziert wird. Denn: Vor allem junge Privatanleger sollten risikoreicher anlegen, um von den besseren Renditechancen zu profitieren. Je nach Ihrer Rendite-Risiko-Einschätzung kann die Aktienquote zu Beginn der Laufzeit höher liegen und die Geschwindigkeit der Risikoreduktion im Zeitablauf schneller oder langsamer erfolgen. Auch den Gleitpfaden legen wir dieselben Kapitalmaßnahmen zugrunde wie bei der Asset-Allokation. Das heißt: Auch diese können sich im Laufe ändern, woraufhin wir die Gleitpfade entsprechend anpassen. Zudem gehört Whitebox zu den wenigen Robo-Advisors, die eine Altersvorsorgelösung mit Risikoreduktion über die Laufzeit anbieten.