Wie viel Geld in ETF anlegen? | Whitebox
ETF | Rendite | Geldanlage | 5 min

Wie viel Geld soll ich in ETFs anlegen?

Geschrieben von Whitebox-Redaktion
10. März 2022
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    Sie sind von ETFs als Anlageprodukt und vom Aufwärtspotenzial der entsprechenden Märkte, auf die sich die Wertpapiere beziehen, überzeugt? Super, dann steht einem Investment ja nichts mehr im Wege. Hier kommt aber trotzdem noch einmal eine kurze Erläuterung, warum es gerade jetzt Sinn macht, in sog. ETFs (engl. Exchange Traded Funds) oder allgemeinhin als Aktien bezeichnete Wertpapiere, zu investieren und wie Sie dabei am besten vorgehen sollten.


    Warum soll ich überhaupt in ETFs investieren?


    Vergleicht man die wichtigsten Anlageformen wie Lebensversicherungen, Immobilien, Rohstoffe und Aktien, wird schnell klar: Bei der Rendite gibt es enorme Unterschiede.

    Die folgende Grafik zeigt die durchschnittliche Rendite einzelner Anlageformen über einen Zeitraum von sechs Jahren in Deutschland.

    Renditeentwicklung im Vergleich

    *Die Werte entsprechen der durchschnittlichen Rendite der dargestellten Anlageformen. Als Quellen dienen Börse.de für die Entwicklung des DAX und des Goldpreises, Finanztip für die Ermittlung der Rendite von Lebensversicherungen (alle Stand 01/2022) sowie Statista für die Entwicklung der Immobilienpreise (Stand 12/2020).
    Aus der bisherigen Wertentwicklung lassen sich keine Aussagen über die zukünftige Wertentwicklung ableiten. Finanzanlagen sind mit Risiken verbunden (Risikohinweise).

    Das Ergebnis: Wenn Sie vor sechs Jahren 10.000 Euro in die meist gewählte Anlagestrategie Whitebox Value (Risikostufe 10) investiert hätten, dann hätte Ihre Geldanlage bis Januar 2022 einen Wert von ca. 18.000 Euro erreicht. Über sechs Jahre entspricht das einer Rendite von 78,5 % .
    Eine detaillierte Übersicht über die Wertentwicklung von Whitebox Value finden sie hier.



    Vorteile von ETFs nutzen  

    Börsengehandelte Indexfonds werden immer beliebter. Laut dem Branchenportal extraETF.com lag das von deutschen Privatanlegenden investierte Volumen Ende Dezember 2021 bei 83,3 Milliarden Euro. Im Jahr 2014 waren es noch 7,5 Milliarden Euro. Für den stetigen Anstieg in den vergangenen Jahren gibt es gute Gründe: ETFs sind im Vergleich zu klassischen, aktiv gemanagten Fonds kostengünstiger, da die Managementgebühren deutlich geringer ausfallen.

    Die höheren Kosten entstehen dadurch, dass Fondsmanager Positionen je nach Marktlage kaufen und verkaufen, um mit dem Portfolio eine bessere Performance als der Markt zu erzielen. ETFs hingegen bilden einen Index wie den DAX nach. Der Aufwand für das Fondsmanagement ist bei diesen sog. passiv gemanagten Fonds um einiges kleiner. Dies erklärt die schlankere Gebührenstruktur bei ETFs.

    Außerdem: Wissenschaftliche Studien belegen, dass die meisten aktiven Fondsmanagern nicht den Markt schlagen können. Warum also in einen teuren, aktiven Fonds investieren, wenn der kostengünstigere ETF in der Regel sogar bessere Performance-Chancen bietet?


     

    Die wichtigsten Fragen, die Sie sich vorab stellen sollten

     

    Sollte ich mein Geld langfristig anlegen?

    Egal ob aktiv oder passiv: Wenn Sie in einen Fonds investieren, sollten Sie das darüber hinaus mit einem längeren Anlagehorizont tun – am besten über 10, 20 oder 30 Jahre. Dies gilt vor allem für Aktienfonds oder Aktien-ETFs. Denn Aktien unterliegen vergleichsweise starken Kursschwankungen. Vorübergehende Kurseinbrüche sollten Sie aushalten können, um schwache Börsenphasen auszusitzen. Langfristig zahlt sich das aus: In der Vergangenheit haben große Aktienmarkt-Indizes wie der S&P 500 (USA), der Euro STOXX 50 (Eurozone) oder der DAX (Deutschland) über Jahrzehnte hinweg signifikant nach oben tendierten.

    Wie viel Geld sollte ich in ETFs anlegen?

    Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Vor dem Hintergrund des sinnvollen, langfristigen Anlagehorizonts sollten Sie sich allerdings fragen, wie viel Geld Sie entbehren können. Denn Sie sollten langfristig nur solches Geld in ETFs anlegen, das Sie nicht für die Dinge des täglichen Bedarfs brauchen. Für die einen sind das 50 Euro, für die anderen 500 Euro. Die wichtigsten Informationen zum Thema lesen Sie in unserem Artikel „Sparraten: Schon kleine Beträge machen einen Unterschied“.

    Soll ich das Geld als Einmalanlage investieren oder über einen Sparplan?

    Grundsätzlich bietet beides Vor- und Nachteile. Wenn Sie das Geld, das Sie investieren wollen, schon zur Verfügung haben, hat die Einmalanlage den Vorteil vom Zinseszinseffekt: Von Anfang an wird die gesamte Summe verzinst und Sie profitieren von Dividenden und auf diese Zinsen und Dividenden erhalten Sie wiederum Erträge. Der Nachteil: Möglicherweise erwischen Sie nicht den idealen Einstiegszeitpunkt für Ihr Investment.

    Der Vorteil von einem ETF-Sparplan: Sie müssen das Geld noch nicht zur Verfügung haben bzw. können es nach und nach sparen. Das Geld investieren Sie mit Sparplänen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an den Aktienmärkten – mal mit niedrigen, mal mit höheren Kursen.

    Alles auf ETFs setzen: Hat das auch Nachteile?

    Grundsätzlich spricht nichts dagegen, alles Geld, was Sie nicht benötigen (auch nicht als Notgroschen) und was Sie langfristig anlegen möchten, in ETFs zu investieren. Auf die richtige Auswahl kommt es an. Denn die besseren Chancen durch Aktien-ETFs bekommen Sie natürlich nicht „geschenkt“. Schließlich gehen mit den größeren Chancen auch größere Risiken in Form von Kursschwankungen einher. Wenn Sie auf Aktien setzen, können Sie im Vorhinein nie wissen, in welche Richtung die Kurse laufen.

    Während Sie beim Festgeldkonto den künftigen Ertrag genau beziffern können, könnte Ihr Investment an den Aktienmärkten auch in die roten Zahlen geraten. Empfehlenswert ist daher: Streuen Sie Ihr Geld – sowohl über unterschiedliche Anlageklassen als auch Branchen, Sektoren und Regionen. Je risikofreudiger Sie sind, desto höher kann Ihr Aktienanteil sein.

    Wie flexibel ist das ETF-Sparen?

    Sie sollten zwar langfristig anlegen, doch ETF-Sparpläne überzeugen mit einem weiteren großen Pluspunkt, denn sie sind flexibel. Das bedeutet: Sie können einen ETF-Sparplan jederzeit kündigen oder aussetzen sowie die monatliche Sparsumme aufstocken oder reduzieren.

    Was ist, wenn ich mein ETF-Depot nicht selbst bestücken kann oder will?

    Wenn Sie per Einmalanlage oder ETF-Sparplan ein Vermögen aufbauen und sich dabei nicht selbst um die Zusammensetzung und Verwaltung des Portfolios kümmern möchten, helfen wir bei Whitebox Ihnen gerne weiter.

    Als digitaler Vermögensverwalter machen wir Ihnen auf Basis Ihrer Rendite-Risiko-Vorstellungen einen konkreten Vorschlag für ein Investment für den langfristigen Vermögensaufbau. Über einen Sparplan investieren Sie z. B. monatlich in das von uns für Sie zusammengestellte Portfolio. Mit Ihrer Rate kaufen Sie praktisch immer einen Teil des gesamten Anlagekorbs. Sparpläne sind bei uns bereits ab 25 Euro pro Monat möglich, wenn Sie eine Mindestanlagesumme von 5.000 Euro investiert haben.