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Die sichere Geldanlage | Whitebox

Die sichere Geldanlage

Geschrieben von Nadine Friederichs
26. Mai 2020
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Inhaltsverzeichnis

      Geld sicher anlegen und dabei traumhaft hohe Renditen erzielen? Dies wird wohl immer ein Traum bleiben. Denn, egal was Sie auch versuchen, eine Investmentregel gilt immer: „Je höher die mögliche Rendite, desto größer das Anlagerisiko“. Dennoch ist es interessant, sich umzuschauen: Welche „sicheren Geldanlagen“ empfiehlt „Finanztest“? Gibt es Alternativen?

      Landläufig ist von einer „sicheren Geldanlage“ die Rede, wenn das Risiko nur sehr gering ist. Ein Musterbeispiel dafür sind Bundesanleihen. Anleger, die diese Zinspapiere kaufen, leihen der Bundesrepublik Geld und bekommen zum Laufzeitende ihr Einsatzkapital zurück. Oben drauf gibt es – vorausgesetzt der Zins liegt über null Prozent – eine Zinszahlung. Zu 100 Prozent sicher ist diese Geldanlage eigentlich gar nicht. Denn wie bei allen Anleihen gilt: Wird der Emittent insolvent, können Sie als Anleger Ihren kompletten Kapitaleinsatz verlieren.

      Der risikolose Zins

      Dass der deutsche Staat in die Pleite rutscht, ist allerdings höchst unwahrscheinlich. Und sollte dies tatsächlich passieren, dann hätten Sie vermutlich noch ganz andere Sorgen als Bundesanleihen. Bei festverzinslichen Papieren von besonders bonitätsstarken Emittenten wie der Bundesrepublik ist auch vom „risikolosen Zins“ die Rede. Zu sicheren Geldanlagen zählen zudem Konten und Anlagen, die einer Einlagensicherung unterliegen. Etwa Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten sowie Sparbriefe. Grundsätzlich gilt bei der Einlagensicherung: Geht eine Bank innerhalb der Europäischen Union (EU) pleite, sind Einlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich abgesichert. Je nach Geldinstitut gibt es innerhalb der EU noch höhere Einlagensicherungen.

      Zehnjährige Bundesanleihen sind übrigens ein Maßstab dafür, auf welchem Niveau sich die risikolosen Zinsen aktuell befinden. Anleger konnten mit diesen Wertpapieren vor rund zehn Jahren noch zwei oder drei Prozent Rendite pro Jahr erzielen, indem sie die Papiere einfach bis zum Laufzeitende hielten. Derzeit sind damit keine Renditen mehr drin. Wer sein Kapital erhalten und zugleich nennenswerte Renditen erwirtschaften will, muss sich anderweitig umsehen. Dazu haben wir uns einmal genauer angeschaut, welche Tipps die Zeitschrift „Finanztest“ in Sachen sichere Geldanlage gibt. Schließlich gilt das Medium als seriöses Verbrauchermagazin, das zur renommierten Marke „Stiftung Warentest“ gehört. Die gemeinnützige deutsche Verbraucherorganisation ist die mit Abstand bekannteste Stiftung hierzulande.

      Festgeld mit den höchsten Renditen

      Im Artikel „Die besten Zinsen“ vom 21.04.2020 berichtet das Magazin über die aktuellen Zinsen der „empfehlenswerten Festgeldkonten“. Sie eignen sich laut Finanztest für „Sparer, die ihr Geld einen festgelegten Zeitraum sicher anlegen wollen“. Hier finden Leser den Vergleich von Festgeldern und Sparbriefen mit Laufzeiten zwischen einem Monat und zehn Jahren. Häufig gebe es für Festgelder höhere Zinsen als beim Tagesgeld, erläutert das Magazin. Der Preis dafür sei jedoch eine geringere Flexibilität, da Anleger während der Laufzeit nicht an ihr Geld herankommen. Als erstes wählen wir über die Onlineplattform der Zeitschrift eine Laufzeit von zwölf Monaten. Den höchsten jährlichen Zins bietet dabei ein Geldinstitut mit 1,15 Prozent. Die Mindestanlage liegt bei 10.000 Euro. Bei einer Laufzeit von fünf Jahren gibt es bei einer anderen Bank eine jährliche Rendite von 1,26 Prozent. Kunden müssen mindestens 20.000 Euro anlegen. Und bei zehn Jahren Laufzeit bietet ein Geldhaus 1,35 Prozent, bei einer Mindestanlage von 5.000 Euro.

      Als Alternative zum Festgeld nennt Finanztest bei der sicheren Geldanlage Sparbriefe. Sie nehmen eine Zwischenstellung zwischen einer klassischen Kontenanlage und einem festverzinslichen Wertpapier ein. Sparbriefe werden nicht an der Börse gehandelt, sondern von der Bank verkauft. Allerdings rangieren diese Produkte beim Renditevergleich von Finanztest hinter den Angeboten der Festgeldkonten.

      Finanztest hat die renditestärksten Angebote bei Festgeldern gesucht. (Stand: 21.04.2020)

      • Laufzeit: 12 Monate
      • Rendite p.a.: 1,15 Prozent
      • Mindestanlage: 10.000 Euro
      • Einlagensicherung: 950.000 schwedische Kronen (rund 86.000 Euro)
      • Laufzeit: 5 Jahre
      • Rendite p.a.: 1,26 Prozent
      • Mindestanlage: 20.000 Euro
      • Einlagensicherung: 750.000 Euro
      • Laufzeit: 10 Jahre
      • Rendite p.a.: 1,35 Prozent
      • Mindestanlage: 5.000 Euro
      • Einlagensicherung: 100.000 Euro

      Sichere Geldanlagen und schwache Renditen

      Die gefundenen Top-Renditen sind zwar im Vergleich zu normalen Sparbuchzinsen und Bundesanleihen beachtlich. Unterstellt man jedoch eine jährliche Inflationsrate von 1,5 Prozent, so müssen wir konstatieren, dass Anleger bei Festgeld & Co unterm Strich Geld verlieren. Daher erscheint uns ein Blick auf Geldanlagen interessanter, die zumindest mehr als eine jährliche Rendite von 1,5 Prozent abwerfen. Dies ist mit Börseninvestments möglich. Finanztest hat dazu das „Pantoffel-Portfolio entwickelt. Es heißt so, weil es laut dem Magazin eine bequeme Geldanlage ist. Einmal aufgebaut, laufe es fast von allein. Es besteht nur aus zwei Teilen, die sich Anleger selbst zusammenstellen: einem Renditebaustein und einem Sicherheitsbaustein.

      Das Pantoffel-Portfolio

      Der Renditebaustein ist ein börsengehandelter Indexfonds (ETF) auf den Weltaktienindex MSCI World. Der Index enthält rund 1.600 Aktien aus Industrieländern der ganzen Welt. Der Sicherheitsbaustein besteht aus einem ETF mit sicheren Anleihen oder einem Tagesgeldkonto. Der Anteil des Aktienfonds beträgt je nach Risikotyp des Anlegers 25, 50 oder 75 Prozent. Je risikofreudiger, desto größer der Aktienanteil. Finanztest empfiehlt: „Wenn der Aktienanteil Ihres Depots zu hoch wird, dann verkaufen Sie Aktienfondsanteile und kaufen Zinsanlagen – und umgekehrt.“ So soll die anfängliche Vermögensaufteilung – beim defensiven Depot zum Beispiel zu 75 Prozent Tagesgeld plus 25 Prozent Aktien – über Jahre hinweg in etwa gleich bleiben. Im Fachjargon nennt man das „Rebalancing“.

      Als sicherheitsorientierter Anleger können also beim Pantoffel-Portfolio zum Beispiel 25 Prozent Ihres Anlagekapitals über einen MSCI-World-ETF in Aktien investieren. Die restlichen 75 Prozent parken Sie während dessen auf einem Tagesgeldkonto. Mit der defensiven Variante hätten Anleger laut dem Magazin zwischen Mitte 1989 und Mitte 2019 aus einer Einmalanlage von 100.000 Euro rund 363.000 Euro gemacht. Dies entspricht einer jährlichen Rendite von 4,4 Prozent. Allerdings muss man hierbei berücksichtigen, dass Tagesgeldzinsen früher um ein Vielfaches höher waren als heute.

      Wir erstellen das zu Ihnen passende Portfolio – und managen es

      Das Beispiel verdeutlicht: Wenn Sie einen Teil, zum Beispiel ein Viertel, Ihres Einsatzkapitals in Aktien investieren, können Sie Renditen erzielen, die weit über dem allgemeinen Marktzins liegen. Im Gegenzug sollten Sie bereit sein, Kursschwankungen des Aktienmarktes in Kauf zu nehmen. Die Vergangenheit hat gezeigt: Je länger der Anlagezeitraum, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Sie mit Aktien Gewinn erzielen konnten. Den größeren Teil Ihres Einsatzkapitals können Sie in sichere Zinsprodukte investieren.

      Das Prinzip des Pantoffel-Portfolios gefällt uns. Was uns jedoch nicht so gut gefällt, ist zum einen die geringe Diversifikation. Wir bei Whitebox identifizieren hingegen fortwährend aus über 300 Anlageklassen, Regionen und Branchen die attraktivsten Anlagen. Darunter sind vor allem Aktien- und Anleihe-ETFs, mit denen Sie auf hunderte und tausende verschiedene Aktien und Anleihen rund um den Globus setzen können. Als Anlageregion kommen nicht nur Industriestaaten, sondern auch Schwellenländer in Betracht. Diese sogenannten Emerging Markets ermöglichen höhere Renditen – bei entsprechend höherem Risiko. Zum anderen erscheint uns das Pantoffel-Portfolio zu statisch. Denn auch wenn wir davon überzeugt sind, dass zu viel Aktionismus und das Verwalten eines Depots auf kurze Sicht für einen langfristig orientierten Anleger schädlich sind: Die Welt verändert sich zwar weder täglich noch wöchentlich so, dass wir ständig in die Portfoliozusammenstellung eingreifen müssen – allerdings kann man auch nicht behaupten, dass sich Chance und Risiken in einem langfristigen Kontext niemals ändern. Wir bauen Ihnen als digitaler Vermögensverwalter robuste Portfolios, die sich in verschiedenen Szenarien gut entwickeln.

      Whitebox stellt Ihnen mithilfe von ETFs ein Portfolio zusammen. Je nach Ihren Vorstellungen erhalten Sie ein defensives, ausgewogenes oder offensives Depot. Je risikofreudiger Sie sind, desto größter ist der Anteil der Aktien-ETFs. Sie können zwischen zehn Risikostufen wählen: Von Stufe 1 (geringstes Risiko) bis Stufe 10 (höchstes Risiko).

      Das finden Sie interessant? Dann probieren Sie es doch einfach mal unverbindlich aus! Mit ein paar Klicks sehen Sie, welches Portfolio wir Ihnen für Ihre Bedürfnisse erstellen können. Auf unserer Plattform erfahren Sie konkret, in welche Werte Sie investieren, welche Renditen möglich sind und welche Gebühren bei dem Investment entstehen würden. Zum Ausprobieren klicken Sie hier.